Zweierlei Verkehr

Vor drei Wochen hatte ich mir einen Spruch auf die Heckklappe geklebt.

Es ist etwas schief geworden. Aber auch nach 2000 km auf Autobahn hält die Folie immer noch. Soweit schon mal gut. Nun muss es nur noch gerade werden.

Dazu habe ich mir Transferfolie gekauft. Eine Transferfolie ist eine Folie die auf der einen Seite leicht klebrig ist. Die Klebekraft zwischen Transferfolie und der Folie selber ist etwas höher als die Klebekraft zwischen Folie und dem Träger auf dem die Folie geliefert wird. Man zieht also die Buchstaben mit der Transferfolie vom Rest heraus. Das sieht dann folgendermaßen aus…

Die Klebefolie ist hier schon auf die Transferfolie aufgebracht.

Hier sieht man noch mal den Laserplotter mit der Folie.

Jetzt muss nur noch die alte Folie vom Auto runter und die neue Folie wieder rauf. Mit einem Föhn hätte ich die alte Folie bestimmt besser abbekommen. Aber ich war zu faul einen Föhn zu holen. So musste ich mit viel Fingernagel-Arbeit die Buchstaben herunterkratzen. Bevor man nun die neue Folie wieder aufklebt, muss die Fläche gut gereinigt werden. Dazu habe ich zuerst mit normalem Reinigungsmittel den Alltagsschmutz entfernt. Danach habe ich mit Isopropanol noch Fett und Teerreste eliminiert.

Mit der Transferfolie lässt sich schon mal alles viel einfacher und gerade anbringen. Ich habe grob die Position angepeilt und dann die Folie aufgedrückt.

Viel besser als mein erster Versuch. Nun noch der Rest.

Alles noch mit einem Tuch fest andrücken und schon ist die Klebearbeit fertig.

Eigentlich wollte ich erste schreiben „Wer drängelt, ist schlecht im Bett!“. Aber ich wollte nun nicht pauschalt jeden Drängler beleidigen. Bei der jetzigen Variante kann jeder für sich entscheiden, wie es ist.

„Wer schlecht im Bett ist, drängelt im Verkehr!“ Da kommt die Doppeldeutigkeit auch besser rüber 🙂

Sprüche lasern

Heute habe ich den Tooli mal wieder in Betrieb gehabt.

Ich fahre täglich fast 200 km. Einen Großteil davon auf der Autobahn. Dabei gehen einen die Drängler und Raser extrem auf den Senkel. Wenn man selber so zwischen 100 und 120 km/h fährt, kommt man auf meinem Autobahnstück noch am besten voran. Fährt man schneller, wird man immer wieder von LKWs oder anderen langsameren Teilnehmern ausgebremst. Fährt man langsamer, hat man die LKWs im Nacken. Also fahre ich irgendwas um die 110 km/h. Dabei werde ich dann unweigerlich zum Hinderniss für die schnell fahrende Fraktion. Ich achte schon darauf, dass kein schnelles Auto hinter mir ist, wenn ich einen LWK überhole. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass man einen nervösen Verkehrsteilnehmer hinter sich hin und hertänzeln hat. Ist dann halt so…

Aber auch wenn man auf der linken Spur fährt, machen sich einige scheinbar einen Spaß daraus, so knapp wie möglich vorbei zu fahren und/oder so knapp wie möglich vor einen einzuscheren. LEUTE, wozu? Ich fahren ein altes Auto. Wenn mir da jemand den Außenspiegel abfährt, ist das zwar ärgerlich, aber dann hole ich mir vom Schrottplatz halt einen neuen. Der andere Verkehrsteilnehmer hat dann vermutich den größeren Schaden. Nur weil er, ja meistens sind es die Männer, zeigen wollte, wie toll und schnell er ist. 210 km/h schaffe ich mit meinem Auto auch. Aber für das tägliche pendeln ist mir das einfach zu stressig und auch viel zu teuer. Bei 110 km/h liegt der Verbrauch bei 4,5 Litern/100km. Bei 200 km/h sind es schon über 13 Liter/100km. Fast das Vierfache an Spritkosten. Nur damit ich am Ende 15 Minuten eher zu hause bin.

Nunja, ich habe mir nun einen kleinen Spruch mit dem Tooli aus einer weißen Folie herausgelasert und auf die Heckklappe geklebt. Das Schiefe ist so gewollt! 😉 Nächstes Mal muss ich es mit einer Transferfolie ausprobieren.

Aus weißer Klebefolie herausgelaserte Buchstaben.
Aus weißer Klebefolie herausgelaserte Buchstaben.