DEFCON 1 – Bitte nicht stören

DEFCON oder auch Verteidigunsbereitschaftszustand spielt nicht nur beim Militär eine Rolle.

Auf der Arbeit ist es völlig normal, dass man immer mal wieder mit seinen Kollegen kommunizieren „muss“. Klar gibt es Firmen, in denen jeder isoliert für sich arbeitet. Dort ist die Kommunikation untereinander auf das nötigste beschränkt. „Nicht optionale gesellschaftliche Konventionen“, wie es Sheldon in The Big Bang Theory nennt.

Der normale Alltag besteht aber eher darin, dass man sich selber immer mal wieder an Kollegen wendet, um Informationen (Feedback, Lösungen, etc.) zu erhalten oder eben Kollegen kommen zu einem selber und haben Fragen.

Soweit kein Problem. Selbst „Tratschen“ fördert die Produktivität. Dabei geht es nicht darum, dass man Gerüchte in die Welt setzt, sondern dass man einfach mal seinen Platz verlässt und sozial mit anderen interagiert. Laut Bildschirmarbeitsverordnung ist eine regelmäßige Abwechslung bei Bildschirmarbeiten sogar vorgesehen. Diese Abwechslung macht den Kopf wieder frei und entspannt. Die Arbeit fällt dann wieder etwas leichter.

Wenn dann aber mal Stress aufkommt oder man sich auf eine komplizierte Aufgabe konzentrieren möchte, sind Störungen eher unwillkommen. Gerade bei komplizierten Aufgaben kostet jede Störung viel Zeit. Nur woher sollen die Kollegen wissen, dass man selber gerade nicht gestört werden möchte? Man kann ein Fähnchen an den Monitor klemmen. Das wäre eine simple und effektive Möglichkeit. Man muss die Fähnchen nur einmal den Kollegen mitteilen.

Mir gefallen technische Spielerein. In Anlehung an das DEFCON der USA habe ich eine 5 farbige Ampel gebaut. Dazu dann noch 3 Taster. Ein Taster, um die Gefahrenstufe zu erhöhen, der zweite, um die Gefahrenstufe zu senken und der dritte Taster schaltet die Ampel in den stromsparmodus (Akkubetrieb oder USB möglich) oder weckt die Ampel eben aus diesem.

DEFCON Ampel
DEFCON Ampel

Das Gehäuse ist nur ein erster Test. Es hat sich gleich herausgestellt, dass die Tasten am besten von oben drückbar sein sollte. So von der Seite gedrückt fällt der 20 cm hohe Turm zu leicht um.

Das Ganze wird über einen kleinen Arduino Mini Pro gesteuert. Hier ist der Sketch:

In dem Sketch sind ein paar Sachen vom SleepMode bewusst auskommentiert. Der auskommentierte Teil gehört zum ATtiny. Dieser funktioniert prinzipiell auch beim normalen Arduino, muss aber ein klein wenig angepasst werden. Die Anpassungen habe ich mir (erst einmal) erspart und die einfache Methode genutzt.

Als nächstes wird der Code ein wenig aufgeräumt. Dann kommt das Feature hinzu, dass sich die Ampel, stündlich seit der letzten Benutzung eine Gefahrenstufe herunter geht. So sieht man dann auch selber, wann eine Stunde um ist und man sich selber mal eine kleine Abwechslung gönnen muss.

Ich bin Batman!

Ist schon cool, was man so alles drucken kann. Wobei Statuen nun nicht gerade die allerbesten Sachen sind. Aber dennoch sind es meistens solche Sachen, die man sich als erstes ausdruckt oder ausdrucken lässt.

Auch die Metalldrucke (SLM/SLS) sind schon sehr gut geworden und werden erschwinglicher.

The 3D printed Batman is here: as the first company to secure official licensing of the DC superhero, Launzer.com has made 3D printed Batman figurines available

 

 

Tritan von Taulman3D

Heute sind mein Tritan und mein PCTPE von Taulman gekommen.

Als erstes habe ich das Tritan ausgepackt. Der Faden ist ist sehr klar. Beim Auspacken muss man unbedingt darauf achten, dass sich das Filament nicht abwickelt. Ich hatte meine Tritan-Rolle gerade in den Filamenthalter gehängt und schon hat sich die halbe Rolle von selber abgerollt. Bei einer länger gelagerten Rolle tritt der Effekt vielleicht nur abgeschwächt auf. Bei meinem Filamethalter musste ich die Rolle nun künstlich bremsen 🙂

Wie auch Tom in seinem Review sagte, waren bei mir ebenfalls vereinzelt kleine Bläschen im Filament.

Druckobjekt sollte mein Seifenhalter sein: http://community.shapedo.com/guin/small_soap_holder

Seifenhalter

Ich habe mit folgenden Parametern gedruckt:

Temmperatur Düse: 265 °C
Temeratur Heizbett: 130 °C
Druckgeschwindigkeit: 40 mm/s
Düsendurchmesser: 0,8 mm
Schichthöhe: 0,3 mm

Die empfohlene Drucktemperatur ist 275°C.

Ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis noch nicht.

Seifenhalter in Tritan gedruckt

Ich werde noch mal eine kleinere Düse verwenden.

Das Material selber ist sehr stabil und verbiegt sich weniger beim Drucken als ABS. Und es hält, im Gegensatz zu den Nylon Filamenten, gut auf meiner Aluminium-Dauerdruckplatte.

Dünnwandige Objekte

Eine Rolle grünes Filament hat sich dem Ende zugeneigt. Mit dem Rest habe ich einfach dem von letzten Mal in der Höhe hochskalierte Becher gedruckt.

Hier noch mal der normal skalierte Becher.

Becher

Und hier sieht man zwei in der Höhe vergrößerte Becher.

Hohe Becher

Wie man sieht, konnte ich mit dem Restfilament den Becher noch fast zuende drucken. Links der gelbe Becher hat seine volle Höhe erreicht. Was mich aber erstaunt hat, war, dass der grüne Becher mit 0,46 mm Wandstärke regelmäßige und symmetrische Dellen in der Wand hat. Zuerst dachte ich, dass der Slicer da einen Fehler gemacht hat, aber das Modell sieht gut aus. Zum Testen habe ich den Becher dann noch einmal so dünnwandig ausgedruckt. Das Ergebnis war reproduzierbar. Ich habe dann die Düse von 0,4 mm auf 0,8 mm geändert. Die Wandstärke ist dabei auf 0,96 mm angetiegen. Bei diesem Modell, hier gelb rechts im Bild zu sehen, weißt keine Wellen in der Wand auf.

Ich gehe davon aus, dass die Wellen duch termische Spannungen entstanden sind und von der geometrie des Objektes abhängen.

Auf jeden Fall sieht es mit den Dellen in der Wand sehr chic aus und schmeichelt der Hand beim Anfassen.

Dellen in der Wand

Der Arbeitsplatz am 3D Drucker

Ich hatte schon mal meinen Arbeitsplatz am 3D Drucker etwas ausgeräumt.

Unaufgeräumter Arbeitsplatz
Unaufgeräumter Arbeitsplatz
Arbeitsplatz am 3D Drucker
schon mal etwas aufgeräumter

Die Halter für die beiden Lüfter, die auf die Mototrtreiber pusten, sind mir recht gut gelungen. Da habe ich nun noch ein paar mehr von ausgedruckt un den gesamten unteren Rand mit abgedeckt.

Lüfterhalterungen
Lüfterhalterungen

Die Halterungen habe ich aus ABS gedruckt. Noch während des Druckens sind Spannungsrisse im Modell entstanden. Der Funktion schadet es aber nicht wirklich und ans Brett geklemmt sieht man die Risse auch nicht mehr. Ich brauche einen konstant temperierten Druckraum.

Die Elektronik wird nun zum Großteil verdeckt
Die Elektronik wird nun zum Großteil verdeckt

Es sieht nun schon mal viel sauberer aus. Die Schalter für die Mikroschritte (rechts) haben ebenfalls ihren Platz an einem der Lüfterhalterelemente gefunden.

Waffen aus dem 3D Drucker die Xte

Vor einiger Zeit habe ich versucht eine eigene Schusswaffe auszudrucken. Herausgekommen ist dabei diese Gummiband-Pistole. Eigentlich ganz simpel. Man kann mehrere Gummibänder einspannen. Wenn man den Abzug betätigt, wird eines der eingespannten Gummibänder abgeschossen. Erstaunlich präzise sogar. Die Reichweite ist nun nicht so groß, aber für Gefecht innerhalb der Wohnung reicht es aus.

Gedruckte Gummiband-Pistole
Rubberband Gun   http://www.thingiverse.com/thing:217067

 

Der Nachfolger kommt sogar ohne Schrauben aus. Was den Zusammenbau etwas vereinfacht.

http://www.thingiverse.com/thing:603697

 

Microsteps – Mikroschritte einstellen am RADDS

Bei dem RADDS in den Versionen bis 1.1 gab es keine Schalter oder Jumper, wie beim RAMPS. Ab Version 1.2 befinden sich Microschalter auf der Unterseite des RADDS. Zum Einstellen der Mikroschritte muss also jedes Mal das RADDS vom Arduino DUE getrennt werden. Für mich war und ist das eine unbefriedigende Lösung. Auf dem RADDS selber ist an keiner anderen Stelle Platz. Also habe ich mir überlegt, die Schalter nach aussen zu führen.

Ich habe hier die RADDS Version 1.1. Dort sind eh keine Schalter eingebaut.

Einstellen der Mikroschritte beim RADDS 1.1
Einstellen der Mikroschritte beim RADDS 1.1 Bildquelle: User Guide RADDS 1.01 max3dshop.org

Als erstes trennt man die Leiterbahnen für MS1, MS2 und MS3 auf. Standardmäßig sind diese Leitungen auf 3,3 V gelegt, was für gewöhnlich bedeutet, dass die Schrittmotortreiber mit höchster Mikroschrittzahl laufen sollen. Nach dem Auftrennen wird ein ausreichend langes (dünnes) Kabel an MS1, MS2 und MS3 gelötet. Für jede Achse (X, Y, Z) und jeden Extruder, den man einstellen möchte, einzeln. Ich habe X, Y, Z, E1 und E2 mit Leitern von einem Flachbandkabel versehen. Das sind schon mal 15 Kabel. Hinzu kommen noch einmal eine Leitung für 3,3 V und eine für Ground. Ground ist zwar nicht unbedingt notwendig, aber die eine Leitung mehr oder weniger macht auch nicht viel mehr Mühe. Ausserdem ist es sicherer, wenn MS auf 3,3 V oder Ground gelegt ist. Bei einem offen gelassenen Ende und gerade bei längeren Leitungen können Fremdsignale in die Leitung einstreuen. Keiner möchte, dass ein Drucker mitten im Druck mal kurzzeitig von 32 Mikroschritten auf 128 Mikroschritte umschaltet. Das wäre dann so, als würden Schrittverluste auftreten.

Flachbandkabel an der RADDS Unterseite
Flachbandkabel an der RADDS Unterseite

Die 3,3 V und den Ground habe ich mir auf der Unterseite von den Pins der Endschalter geholt.

Auf der anderen Seite des Flachbandkabels habe ich kleine günstige Umschalter (3 Kontakte) angelötet. Die Leitung von MS1, MS2 und MS3 kommen jeweils bei einem Schalter an den mittleren Kontakt. Die 3,3V kommen an den oberen Kotakt und Ground an den unteren Kontakt. Wenn man sich bei allen Schaltern an dieses Konzept hält, bedeutet die Schaterstellung oben = heigh und Schalterstellung unten = low.

 

Schalter zum Einstellen der Mikroschritte
Schalter zum Einstellen der Mikroschritte
Schalter zum Einstellen der Mikroschritte
Schalter zum Einstellen der Mikroschritte

Die drei Schater zum Einstellen des zweiten Extroders sind hier noch nicht zu sehen. Vorsorglich habe ich die Leitungen schon mal mit nach Außen geführt. Bisher gibt es keine Probleme mit den Schaltern und dem Drucker. Diese Modifikation ist natürlich nur etwas für Leute, die oft an ihrem Drucker experimentieren und die Anzahl der Mikroschritte oft ändern.

Die lieben Endstopps und deren Spannungsversorgung

Anfangs waren bei meinem Drucker Endstopps mit Hall-Sensor verbaut. Diese Hall-Sensoren messen das Magnetfeld. Wenn nun also ein kleiner Magnet an diesen Hal Sensor kommt, wird dies vom System erkannt. Die verbauten Hall-Sensoren arbeiteten mit 5 V und gaben ein 5 V Signal aus. Soweit gut. Die 5 V waren bei meinem alten System auch vorhanden. Nur seit der Umstellung vom Arduino Mega auf den Arduino DUE wurde es komplizierter. Der DUE arbeitet nur noch mit Signal-Eingangsspannungen bis 3,3 V. Am einfachsten und billigesten war es nun erst einmal, die Hall-Sensoren duch mechanische Endschalter auszutauschen. Diese benötigen keine Versorgungsspannung und schalten einfach nur.

Nur wie festmachen? Die Hall-Sensoren, da diese berührungslos arbeiten, waren ausreichend mit einfachem doppelseitigen Klebeband befestigt. Bei den mechanischen Endschalter reicht die Klebefläche auf dem abgerundeten Aluprofil nicht aus. Nun bitte nicht über meine Lösung lachen. Ich habe eine alte EC Karte genommen und diese mit Nutenstein und Schraube am Profil befestigt. Die nun ebene und große Auflagefläche war ausreichend zum Ankleben der mechanischen Endschalter. Die Höhe der Endschalter konnte man nun über das Lösen der Schrauben bewerkstelligen.

Unten ist der mechanische Endschalter zu sehen. Oben der Endschalter mit Hall-Sensor.
Unten ist der mechanische Endschalter zu sehen. Oben der Endschalter mit Hall-Sensor.

Wirklich bequem war das nicht. Immer Schrauben lösen und wieder anziehen. Beim Anziehen der Schrauben hat sich die Höhe dann auch oft verstellt. Ich habe mir dann einen Halter ausgedruckt, den ich an das Profil klammern kann. Dieser sitzt auch ohne Kleber und Schrauben stramm am Aluprofil, lässt sich aber immer noch per Hand auf und ab schieben.

Unten ist mein zweiter Versuch einer Befestigung für meine mechanischen Endschalter zu sehen.
Unten ist mein zweiter Versuch einer Befestigung für meine mechanischen Endschalter zu sehen.

Der Weisheit letzter Schluss war dies jedoch auch nicht. Der Schlitten, bei dem die Endschalter auslösen sollen, hat eine hohe Geschwindigkeit und entsprechend groß ist auch die Aufprallkraft auf den mechanischen Endschalter. Dieser bewegte sich dann immer ein kleines bisschen, was die Kalibrierung des 3D Drucker sehr schwer machte.

Ich hatte mich dann nach einer fertigen Lösung umgeschaut, die mit 3,3 V arbeitet. Der Angelo hat in seinem Shop eben solche. Das Ausgangssignal ist 3,3 V. Nur leider brauchen diese Hall-Sensoren eine Eingangsspannung von 5 V.

Schaltplan für die Endschalter am RADDS
Schaltplan für die Endschalter am RADDS

Wie man nun aber auf dem Schaltplan für das RADDS sehen kann, gibt der Anschluss für die Endschalter nur 3,3 V aus. Glücklicher Weise hat AUX1 ganz in der Nähe 5 V. Dort habe ich mir dann die 5 V Versorgungsspannung für die Hall-Endschalter abgeholt. Da ich bequem bin und die Anschlussstecker für die Endschalter nicht ändern wollte, habe ich eine kleine Steckerleiste angepasst.

5V Leiste
5V Leiste

Diese kleine 5 V Leiste ist von unten isoliert. Ich habe die Leiste dann an die Stelle geklemmt, wo normalerweise die Stifte für die 3,3 V Versorgunsspannung sind und die Stecker dort einfach aufgesteckt.

Aufgesteckte Endschalter
Aufgesteckte Endschalter

Nun konnte ich den 3D Drucker wieder gut kalibrieren und ich muss bei den ersten Druckschichten nicht mehr danaben sitzen und per Hand ausgleichen.