Mehr ist besser – die Elektronik ist nun auf 24 V umgestellt

Da ich nun die RAPPS128 Schrittmotortreiber bei mir eingebaut habe und diese Treiber keine (einfache) separate Spannungsverorgung für die Schrittmotoren haben, habe ich endlich mal meine gesamte Elektronik für den 3D Drucker von 12 V auf 24 V umgestellt. Einfach so mehr Spannung anlegen darf mannatürlich nicht. Als erstes wäre da der Arduino DUE, der über die Eingangsspannung des RADDS mit Strom versorgt wird. 24 V ist für den Arduino DUE zuviel. Laut Datenblatt soll man im Dauerbetrieb nicht über 12 V gehen. Der Entwickler des RADDS schlägt vor, die Diode D1, über die der DUE die Spannung bekommt, durch 3 Zenerdioden mit jeweils 4 V zu ersetzen. Ja, kann man machen, aber wirklich schön ist das nicht. Ich habe die Diode D1 nun einfach durch einen Schaltregler ersetzt. Dieser wandelt die 24 V des RADDS in 9 V für den DUE um. Das funktioniert wunderbar und es ist sogar weniger Lötarbeit als 3 Zenerdioden einzulöten.

RADDS 1.1 mit Schaltregler-Erweiterung
RADDS 1.1 mit Schaltregler-Erweiterung (auf dem Bild sind die RAPS128 noch nicht zu sehen)

Zum Einsatz kommt hier ein kleiner Schaltregler von Traco Power. Diese sind nicht ganz billig. Jedoch hatte ich den noch von meinem Microslicer übrig.

Als nächstes machen die Lüfter dann noch Probleme. Meine Lüfter sind für 12 V ausgelegt. Zum Glück sind die Lüfter recht robust und könnten sogar eine Zeit lang an 24 V betrieben werden. Nur leidet dann die Lebensdauer der Lüfter extrem (Verschleiß der Lager und Überhitzung der Elektronik). Mein Hotend-Lüfter wird mit einer PWM-Steuerung angesprochen. In der Firmware (Repetier Firmware) kann man einstellen, wie hoch die maximale Einschaltdauer des PWM-Signals sein soll. Ich habe den Wert von 255 (Maximum) auf 120 runtergesetzt. Eigentlich wäre ein Wert um die 70 richtiger gewesen, denn bei verdoppelter (Gleich-)Spannung (12 V auf 24 V), verdoppelt sich auch der Strom durch einen (ohmschen) Verbraucher und sich somit die Leitung quadratisch erhöht. P = U x I;  I = U / R => P = U² / R. Statt 255 durch 2 zu teilen, müsste man durch 4 (2²) teilen, um auf die gleiche mittlere Leistung des PWM-Signals zu kommen. Der Lüfter fängt bei max PWM 60 nur an zu pfeifen, bei 120 ist der Lüfter immer noch schön ruhig.

Als Letztes ist da noch mein Hotend selber, bzw dessen Heizelement. Dieses ist für 12 V ausgelegt. Da dieses Heizelement nur ein einfacher Widerstand ist, ist diesem erst einmal die Spannung egal, die an ihm anliegt. An 12 V hat das Heizelement eine Leistung von ca 60 W. Der Widerstand beträgt somit grob 0,5 Ohm. Wird die Spannung nun verdoppelt, hat das Heizelement eine Leistung von ca 244 Watt. Das ist mehr, als mein großes Heizbett an 24 V hat. Das kleine Heizelement am Hotend wird mit dieser Leitung sehr schnell, sehr heiß. Versehentlich hatte ich das PWM-Siganl nicht gedrosselt. Das Heizelement war innerhalb weniger Sekunden auf über 380°C aufgeheizt. Ist ja super, nur 1 oder 2 Sekunden warten, bis das Hotend die benötigte Drucktemperatur erreicht hat 🙂 Nur leider schafft es die Regelung nicht, diese große Leistung zu bändigen. Also muss auch hier der maximale PWM Wert gesenkt werden. Nach einigem Rumtesten habe ich den Wert dann von 255 auf 40 gesenkt. Bei diesem Wert ist die Temepraturregelung nun stabil genug, um wieder drucken zu können.

Info: Ab RADDS Version 1.2 ist schon ein Schaltregler verbaut und man kann den DUE ohne eigenen Schaltregler über das RADDS mit 24 V versorgen.

Kleiner Schrittmotortreibertest – laute und leise Motoren – Eine Oddysee

Mittlerweile habe ich nun schon ein paar Schrittmotortreiber, auch Stepsticks oder Stepper Driver genannte, ausprobiert. Zuerst hatte ich die Pololu A4988 in meinen 3D Drucker. Einer davon hatte sich schon nach relativ kurzer Zeit verabschiedet. Thermische Probleme schätze ich mal. Ich habe mich dann nach robusteren Alternativen umgeschaut. Dabei sind mit dann die DRV8825 ins Auge gefallen. Wichtig war mir, dass die Treiber kompatibel zu den vorherigen sind, damit ich nicht erst noch etwas umlöten muss. Damals war ich noch ganz neu im Thema 3D Druck und deren Technik und ich hätte mir nicht zugetraut, größere Umbauarbeiten vorzunehmen. Die DRV8825 können ein bisschen mehr Strom liefern. 1 Ampere zu 1,5 Ampere Dauerstrom. Satte 50% mehr. Beim Spitzenstrom liegen beide mit 2 A zu 2,2 A schon wieder dichter zusammen. Aber es kommt eben nicht nur auf die maximalen Spitzen an. Die DRV8825 haben auch noch dne Vorteil, dass sie bis zu 32 Microsteps (je Vollschritt) steuern können. Allerdings hatte ich das nie genutzt. Ich bin bei den 16 Microsteps, die auch beim A4988 möglich waren, geblieben.

Dann kamen im Herbst 2014 die „Silencioso“. Bis zu 128 Microsteps waren mit diesem Treiber möglich. Je mehr Microsteps, desto genauer kann der Drucker arbeiten. Theoretisch jedenfalls. Mal davon abgesehen, dass die Mechanik der Hobby- und Semiprofessionellen 3D Drucker keine Auflösungen im einstelligen Micromillimeterbereich zulassen, gibt es auch noch Fallstricke bei den Treibern, wie sie die Microsteps umsetzen. Um diese „Unzulänglichkeiten“ zu zeigen, hat der User Willy aus dem RepRap Forum einen Schrittmotor-Tester gebaut.

Hier ein schönes Video von Willy aus dem RepRap-Forum.


Kurz gesagt: Microstep ist nicht gleich Microstep.

Über das RepRap Forum bin ich auf Angelo mit seinen Silencioso gestoßen. Nicht gerade günstig diese Treiber, aber versprochen wird, bzw wurde viel. Der anfängliche Preis von ca. 40 Euro je Treiber war dann doch auch erst mal abschreckend. Die DRV8825 kosten immerhin unter 10 Euro je Stück. Als der Preis dann auf 25 Euro gesenkt wurde, habe ich mir die Silencioso auch mal bestellt. 3 Stück brauche ich für meinen Delta-Drucker. Das ist auch schon mal eine Menge Geld. Die Silencioso werden nicht wie meine vorherigen Treiber auf mein RAMPS gesteckt. Ein kleines bisschen Bastelarbeit war nötig. Aber das war nicht weiter schlimm. Doof war nur, dass mal gleich zwei von drei Treibern defekt waren. Zum Glück war es „nur“, dass die Treiber nicht stromlos geschaltet werden konnten. D.h. auch wenn die Motoren abgeschaltet sein sollten, konnte man die Achsen an den defekten Treibern nicht bewegen. Aber man konnte immerhin drucken. Kurz darauf habe ich noch mal zwei neue Silencioso bestellt. Und schon wieder ein Treiber von zwei defekt. Diesmal hat der eine defekte Treiber gar nicht funktioniert. 5 gekaufte Treiber und 2 funktionieren. Na super. Da war meine Freude groß.

In dieser Zeit hatte ich mit dann auch einen Arduino DUE und ein RADDS gekauft. Mein zuvor verwendeter Arduino Mega war zu langsam. Bei 64 Microsteps konnte ich nur noch sehr langsam drucken. Selbst bei 32 Microschritten durfte ich nicht zu schnell drucken. Viele fragen sich nun bestimmt, warum schon bei 32 Microschritten Geschwindigkeitsprobleme auftraten. Das liegt daran, dass ich 0,9° statt der üblichen 1,8° Schrittmotoren habe. Der Arduino muss also schon mal von Grund auf doppelt so viele Schritte bei 0,9° berechnen. Auch bei dem RADDS hat mich mein Unglück übrigens nicht verlassen, denn auch dieses war defekt. Nach langem Hin und Her, auch in einer Telefonkonferent mit Marcus Littwin, dem Entwickler hinter Repetier,  stellte sich heraus, dass das EEPROM auf dem RADDS defekt ist. Mit dem Ersatz-DUE von Angelo lief es dann erst mal wieder einigermaßen. Nach dieser Odyssee hat mich die Motivation verlassen und ich habe erst mal alles Rund ums Thema 3D Druck liegen gelassen. Zumal die Geldreserven auch zuneige gingen.

Warum habe ich die defekten Silencioso nicht reklamiert? Ja, manchmal frage ich mich das auch. Hätte ich diese Treiber in einem mir anonymen Shop gekauft, hätte ich sie auf jeden Fall reklamiert. In diesem Fall hatte ich sie bei Angelo gekauft. Er hat mir bei allgemeinen 3D Druck Sachen und auch versucht bei meinen speziellen Problemen mit den Treibern  und dem Arduino DUE zu helfen. So habe ich das Geld als Entwicklungshilfe für die RepRap Community abgeschrieben. Auch Repetier hat eine kleine Spende bekommen, da er mir ermöglicht hat, die Firmware so zu ändern, dass ich mit dem defekten Arduino DUE drucken konnte.

Was Moralisches:
Open Source bedeutet eben nicht, dass alles kostenlos ist. Es gibt viele Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit Open Source Produkten verdienen (müssen). Auch Menschen, die nichts mit ihrer Arbeit für die Open Souce Community verdienen wollen, sollte man dann auf eine andere Weise würdigen. Diese Menschen, ob nun mit oder ohne kommerzielle Interessen, investieren viel Zeit in ihre Projekte, damit die breite Masse ein auf sie anpassbares Produkt bekommen. Also bitte nicht einfach immer nur die „kostenlosen“ Dinge abgreifen und dann auch noch beschweren. Statt mit Geld kann man natürlich auch mit Beteiligung helfen. Man kann testen, so wie ich es hier mache, oder man hilft bei der Entwicklung.
So, Moral Ende.

Also die Silencioso sind leise und die Druckergebnisse sind auch gut, wenn die Treiber funktionieren. Bei einem der funktionierenden Treiber stellte sich noch ein anderes Problem heraus. Wie ich schon schrieb, werden die Silecioso nicht auf das RAMPS oder RADDS gesteckt, sondern hinten mit einem Gehäuse an die Schrittmotoren geschraubt. Eigentlich keine schlechte Idee. Bei meinem nur ungünstig, da ich dann nur noch schwer an die Stelpoti für Strom und Decay komme. Auch die Schalter zum Einstellen der Mikoschritte sind nur schwer erreichbar. Aber weiter zum Problem. Die Platine mit dem Treiber wird in ein lackiertes Metallgehäuse gelegt. Bei einigen Treibern passt die Platine allerdings nur sehr stramm in das Gehäuse. An einer Stelle hat die Platine an der Seite einen Messpunkt (für Vref, Motorstrom). Dieser Messpunkt kann sich mit der Zeit duch Vibration der Schrittmotoren duch den Lack schleifen und eine Verbindung kommt zustande. Über das Gehäuse und den Schrauben wird dann weiter eine Verbindung zum Gehäuse der Schrittmotoren hergestellt. Diese wiederum sind mit dem Metallrahmen des Druckers verbunden und der Metallrahmen liegt auf Masse. Der Messpunkt hat eine positive Spannung, so dass nun eine Menge Strom abfließt und der Treiber dann heiß wird und sich abschaltet. Meine Notlösung war nun erst einmal, dass ich die Treiber nicht mehr an die Schrittmotoren geschraube habe. Das hat funktioniert. Sieht aber mehr als bescheiden aus. 😉

Während dieser ganzen Umbauarbeiten habe ich immer wieder mal ein Ton-Video aufgenommen, damit man mal den Lautstärkeunterschied zwischen den Treibern hören kann. Zuerst der Arduino Mega mit den DRV8825, dann Arduino Mega mit den Silencioso mit verschiedenen Mikroschritten und zu Guter letzt der Arduino DUE mit dem RADDS plus Silencioso.

Das Video habe ich bei Youtube hochgeladen und ihr könnt es euch auch hier anschauen.

 

Eigentlich wollte ich nur einmal kurz das Video hier vorstellen, aber dann ist der Text doch ein bisschen länger geworden als erwartet.

Ein Licht, sie alle zu finden

Auch wenn die Tage mittlerweile wieder länger werden, sind sie immer noch sehr kurz. Mein Hundeblinklicht-Projekt schreitet voran. Der momentane Prototyp ist schon recht gut. Mit Ein-Aus-Schalter und einem Taster zum Umschalten der beiden Modi – Blinken und Dauerlicht.

Beim Blinken blinken die LEDs sehr hell. Das stört und blendet etwas, wenn der Hund an der Leine ist und ganz dicht neben einem läuft. Dafür ist der Dauerlicht-Modus. Hier leutet nur eine LED schwach.

Gehäuse für das Hundeblinklicht
Gehäuse für das Hundeblinklicht
Blinklicht in Aktion
Blinklicht in Aktion

So ganz bin ich mit dem Gehäuse nicht zufrieden. Es ist nun im Gegensatz zur Vorgängerversion 10 mm länger und 1 mm breiter geworden. Dafür ist es nun mit 13 mm recht flach geworden, aber ich habe noch kein gutes Konzept, wie ich das Licht sicher am Geschirr der Hunde befestigen kann. Auch die beiden seitlichen Arme werde ich noch einmal umkonstruieren. Den fertigen 6 mm außendurchmessenden Schlauch werde ich durch einen gedruckten Nylonschlauch ersetzen. So mein Plan jedenfalls. Ich habe noch nicht versucht, einen langen schmalen Schlauch zu drucken.

Im Innern des Schlauches soll eine LED leuchten und so den ganzen Schlauch erleuchten. Wenn es so läuft, wie ich es mir denke… Dann sitzen weiterhin an den Enden noch jeweils eine LED, so dass ich dann auf insgesamt 5 statt 3 externe LEDs komme.

Die CAD-Daten und den Arduino-Sketch zur aktuellen Version könnt ihr hier bekommen.
http://community.shapedo.com/guin/flashlight_for_my_dogs

Gedrucker Frosch die Zweite

Vor kurzem hatte ich einen Baumfrosch ausgedruckt. In 200 µm Schichthöhe und runter bis 70 µm Schichthöhe.  Dort merkte ich an, dass ich für Schichthöhen unter 100 µm eine filigranere Düse bräuchte. Diese Düse ist nun angekommen. 0,25 mm Düsenöffnung.

Hier mal ein paar Vergleichsbilder

Das ist der Frosch in 70 µm Schichthöhe mit einer 0,4 mm Düse.

 

Dies ist der gleiche Frosch mit 200 µm Schichthöhe und einer 0,25 mm Düse.

Hier nun der Frosch in 50 µm Schichthöhe mit einer 0,25 mm Düse. Man könnte jetzt sagen, dass Artefakte zu sehen sind. Diese Rillen auf dem Rücken stammen allerdings vom Modell und sind bei den anderen Schichthöhen und Düsengrößen nicht zu sehen.

Das ist das stl Modell. Die einzelnen Dreiecke und die dadurch entstehenden Rillen sind hier deutlich zu sehen. Wenn man dieses virtuelle Modell mit dem ausgedruckten Modell vergleicht, ist das Ergebnis schon beeindruckend. Dabei ist der Ausdruck nicht einmal perfekt gewesen. Die Drucktemperatur war zu hoch. Mit ein paar mehr Feineinstellungen müsste sich das Druckbild noch weiter verbessern lassen.

Elektrik und Sicherheit im 3D Druck

Einen Notausschalter hatte ich schon fast von Anfang an. Bisher war der Schalter sehr provisorisch am Rahmen mit Kabelbinder festgebunden. Nun hatte ich noch eine Aufputzsteckdose mit FI Schalter in der Bastelkiste ligen. Die Steckdose habe ich ausgebaut. An dessen Stelle steckt nun der Notausschalter.

 

Damit der Schalter auch passt, musste ich einen kleinen Adapter drucken.

Der passt genaut an die Stelle der Steckdose und hat oben eine Durchführung für den Notausschalter.

An einer Seite habe ich noch ein Loch für ein Kaltgerätestecker gefräst. Dort kommt das Kabel mit der Stromzufuhr rein. Auf einer anderen Seite ist ein kleines Loch für eine Schraubklemme. Das Kabel, was dort durchführt, geht zu den beiden Netzteilen für meinen 3D Drucker. Auf der gegenüberliegenden Seite ist der FI Schaltert zugänglich.

Natürlich hätte ich auch die Steckdose drin lassen können und statt des Notausschalters hätte ich mit dem Taster am FI geschaltet. Aber so macht es mehr her und irgendwie musste ich den Notausschalter auch weiterhin verbauen.

Am gleichen Tag habe ich dann noch mein lautes 12 V Netzteil mit Lüfter gegen ein lüfterloses Modell ausgetauscht. Der PE der Netzzuleitung ist nun auch endlich fest mit den metallenen Teilen des 3D Druckers verbunden. Sonst wäre der FI auch sinnnlos gewesen.

Jetzt fehlt noch ein Rauchmelder, der die Stromzufuhr zum Drucker trennt, wenn Rauch erkannt wird. Fehlt noch ein kleiner Feuerlöscher.

Mehrfarbiger Druck mit einer Druckdüse

Mir ist heute ein zweifarbiger Druck mit meinem 3D Drucker gelungen.

Das weiße Material ist weißes ABS und das blaue Material ist PLA.

Da ich immer noch nur eine Druckdüse habe, musste ich ein kleines bisschen tricksen. Im richtigen Moment habe ich auf Pause gedrückt. Der Drucker fährt dann automatisch in eine Parkposition. Dort habe ich dann das ABS entfernt und das blaue PLA eingelegt. Dann muss das neue Filament noch so weit vorgeschoeben werden, dass es aus der Düse fließt. Danach habe ich den Druck fortgesetzt.

Das Ergebnis ist ganz gut geworden.

Das Objekt ist übrigens ein kleiner Chip, den man in die Einkaufswaagen schieben kann.
BFWN steht für Bürgerfraktion Wurster Nordseeküste.

Hier noch der gcode der Einkaufswagenmarke.

Trolle und Fässer

Die Fässer sind selber kreiert und lassen sich oben und unten öffnen. Die gedruckten Fässer aus weißem Smart ABS sehen sehr gut aus und fühlen sich auch ganz samtig an.


Das Faß gibt es bei Shapedo.com

 

Die Trollteile habe ich von Thingiverse runtergeladen und ausgedruckt.
Ein paar niedliche Trollfüße

Ein hässlicher Trollkopf

Ein paar Trollextremitäten

Neues Hotend für den DeltaTower

 

Da ist letztens ein netter Päckchen aus den UK angekommen. Gleich mal vorsichtig das kleine Päckchen öffnen.

Zwei grüne Beutel, zwei PTFE Schläuche, ein Aufkleber und eine kleine Packung saure Gummibärchen waren enthalten. Was das wohl ist?

Meine beiden neuen Hotends für meinen 3D Drucker sind angekommen. In den kleinen grünen Päckchen ist jeweils das Material für einen E3D v6 Hotend.

Schnell mal einen zusammengeschraubt. Das ging recht schnell. Sind auch nur ein paar wenige Teile.

Heatbreaker, Düse und Temperatursensor waren die ersten Dinge, die ich zusammengeschraubt habe.

Im Gegensatz zum E3D v5 (und vorige Versionen) wird der Temperaturfühler nun durch eine Schraube samt Unterlegscheibe an Ort und Stelle gehalten. Zuvor musste man selbst für Halt sorgen (mit Kleber). Nun bestand nur noch das Problem, dass mein altes Hotnend in die Halterung geschraubt wurde. Das neue Hotend muss aber  gesteckt werden. Also muss noch eine neue Halterung konstruiert werden.

Nachdem die dann ausgedruckt war, konnte ich eines der beiden neuen Hotends montieren.

Die neu konstruierte Halterung ist noch nicht das NonPlusultra, aber es geht voran.

Das neue Hotend ist auf jedenfall um einiges kleiner als die vorige Version. Es ist nun auch ein 30 mm Lüfter statt eines 40 mm Lüfters verbaut. Das trägt zusätzlich zu dem verkleinerten Eindruck bei. Bisher druckt das neue Hotend roblemlos muter vor sich hin. Irgendwann will ich noch einen zweites Extrudergehäuse ausdrucken und die dann noch fehlenden Extruderteile kaufen. Dann kommt auch endlich das zweite Hotend zum Einsatz.

Groove Mount Daten auf ShapeDo.com

Neue Lüfter für das Hotend

Mal wieder die Lüfter. Immer wieder habe ich mich an neuen Wegen versucht, das Filament nach dem Extrudieren schnell zu kühlen.

Die Art, wie die Lüftergehäuse links und rechts am mittleren Lüftergehäuse befestigt sind, war ein Zufall. Zuerst  hatte ich das noch anders geplant, aber als ich dann die lange M3 Schraube eingereht habe, kam mit die Idee, den hinten überstehenden Teil der Schraube zum Befetigen der anderen Gehäuse zu nutzen.

Fabmo. Neue Lufttrichter für meinen Drucker

 

Fan ducts. Most left was the first one. Very lightweight but it wasn’t string enough for me needs. Middle one is very string but air flow was not good enough. Right one is the almost last version. Airflow is good, but it could be a litle bit stronger.

 

Iterationen Lüftergehäuse Left: first one, middle: second one, right: third one.

Zum Erstellen der CAD Daten nutze ich Design Spark Mechanical. Das ist eine stark abgespeckte Version von SpaceClaim. Eigentlich ist das ein schönes und einfaches Programm. Nur manchmal bringt einen das Programm echt zur Verzeiflung. Beim Erstellen der Gehäuse ist das Programm so oft abgestürzt, dass alleine dadurch schon mehrere Stunden Extraarbeit zustande kamen 🙁

CAD

 

CAD

 

Das ganze System von vorne betrachtet.

Links ist schon das neue Lüftergehäuse zu sehen. Rechts ist noch das alte verspieltere Design. Beim neuen könnte auch noch die ein oder andere Rundung dazukommen. Viel Gewicht spart eine abgerundete Ecker nicht, ist dafür aber etwas sanfter zu drucken.

 

Links alt, rechts neu

 

Mittlerer Gehäuserahmen

 

Befestigungsrahmen für den kleinen Lüfters am Kühlkörper des Hotends. An den Seiten werden die Gehäuse für die großen 50 mm Lüfter befestigt.

 

Die stl Daten könnt ihr bei Shapedo runterladen

http://shapedo.com/guin/cooling_system_for_e3d_hotend

OctoPrint und Himbeerkuchen

Es gitb ein paar Möglichkeiten, seinen 3D Drucker mit Daten zu füttern, damit dieser seinen Job, das 3D Drucken, erledigen kann.

  1. SD Karte: viele Drucker bieten die Möglichkeit, die benötigten Daten, meistens sind es G-Code Daten, per SD Karte einzuspeisen. Dazu muss man einfach nur die gcode Datei vom auf die SD Karte kopieren und dann in den 3D Drucker stecken. Die eben kopierte Datei kann man dann in einem Menü am Drucker zum drucken auswählen. Der große Vorteil hierbei ist, dass man keinen externen Computer während des Drucken benötigt. Der 3D Drucker funktioniert „stand alone“.
  2. USB Kabel: die Standard-3D-Drucker benutzen im Kern ein Arduino Bord. Dieses Arduino Bord lässt sich per USB Kabel mit einem externen Computer verbinden. Mit der geeigneten Software auf dem Computer, z.B. RepetierHost, Cura oder Simplify3D, etc, lassen sich die geslicten 3D Modelle an den 3D Drucker senden. Der Vorteil hierbei ist, dass man viele Daten aus dem 3D Drucker auf dem Computer angezeigt bekommt. Temperaturen, Position des Druckkopfes, voraussichtliche Druckdauer, Filamentverbrauch, etc werden geloggt und in Diagrammen angezeigt. Zudem lässt sich er Drucker auch direkt über die Software vom Computer aus steuern. Beispielsweise kann man den Druckkopf während des Kalibrierens an die jeweils gewünschte Stelle bewegen. Der Computer muss allerdings die ganze Zeit während des Druckens laufen und angeschlossen bleiben.
  3. Mischung aus 1 und 2:  OctoPrint von Gina Häußge. Sie hat eine Software zum Ansteuern eines 3D Druckers geschrieben, die auch auf sehr schwachen Computern noch läuft. Es reicht ein RaspberryPi aus. Der RaspberryPi läuft mit einer angepassten Linux-Variante und dort lässt sich dann OctoPrint installieren. Vorteil gegenüber Punkt 2: der Raspberry verbraucht viel weniger Energie und ist im Betrieb somit viel günstiger. Ein Computer verbraucht ca 50 bis 200 Watt, der Raspberry weniger als 5 Watt.
OctoPrint

Mit Octoprint kann man nicht nur Strom sparen, wenn man einen Computer an den 3D Drucker angeschlossen haben möchte/will/muss. Der kleine Raspberry enthält auch einen Server, der über den Browser erreichbar ist. So kann man innerhalb des eigenen Netzwerkes den aktuellen Druckstatus überprüfen. Sofern man seinen Router entsprechend konfiguriert hat, kann man den Raspberry sogar über das „normale“ Internet erreichen. Da ist natürlich ein bisschen Vorsicht geboten.

Nicht nur den Status, wie Temperatur und Druchfortschritt , lassen sich abrufen. Man kann über den Browser G-Code Daten zum Raspberry hochladen und ebenso Druckaufträge starten. Ein weiteres nützliches Feature ist, dass man an den Raspberry eine USB Kamera anschließen kann und OctoPrint zeigt den Kamerastream im Browser an. So kann man einen schwierigen Druck starten und von Unterwegs nachschauen, ob noch alles in Ordnung ist. Sofern etwas schief gelaufen ist, kann man den Druckauftrag abbrechen und spart dadurch auch noch Filament/Druckmaterial.

Auf der letzten Fabcon hat die Entwicklerin von OctoPrint Gina Häußge ein kleines bisschen von OctoPrint erzählt. Seht euch das Video an.

 

Das Projekt OctoPi von Guy Sheffer, ein Raspberry SD Karten Image mit OctoPrint, kann ich auch empfehlen. Man muss fast gar nichts mehr einstellen. Sogar meine USB Webcam wurde gleich erkannt und der Stream in OctoPrint im Browser angezeigt. Bei einer händischen Installation muss man erst ein wenig herumkonfigurieren.