Lenco Playlink

Playlink 4 and Playlink 6

Vor ein paar Tagen hatte ich mir die Playlink 4 und Playlink 6 von Lenco bestellt. Die waren gerade im Sonderangebot bei Amazon. Freudig ausgepackt und der erste Eindruck war schon mal gut. Die Verarbeitung ist gut. Nichts knarrzt, wenn man den Lautsprecher anfässt. Optisch sind die Lautsprecher nun nicht unbedingt Designstücke, dafür aber angenehm unauffällig. Billig sehen sie auch nicht aus.

Frontansicht

Sobald die Lautsprecher mit Spannung versorgt sind, kann man sie auf drei Arten mit einer Audioquelle verbinden.

  1. LineIn. Das gute alte Kabel. Klappt halt immer
  2. Bluetooth. Die Lautsprecher geben sich als Bluetooth-Gerät aus und lassen sich so auch in ein Desktop System einbinden.
  3. Allplay, WLAN. Mit einer passenden App kann man mit einem Smart Phone die Lausprecher mit Musik versorgen. DLNA soll über WLAN auch funktionieren.
Rückansicht

Punkt 1 klappt halt. Aber dafür braucht man keinen so teuren Lautsprecher.

Punkt 2 ist schon kritischer. Wenn gerade kein Signal per Bluetooth übertragen wird, schaltet der Lautsprecher scheinbar in einen Energiesparmodus. Sobald wieder ein Signal anliegt, wird in den Normalmodus umgeschaltet. Bei Musik ist das nicht ganz so schlimm, da dann duchgängig ein Signal übertragen wird. Bei Nachrichten oder Hörbüchern ist das schon katasrophal. Immer wenn ein Satz beendet worden ist und eine ganz kurze Pause entstand, hört man den ersten Buchstaben oder gar die ganze Silbe des nächsten Satzes nicht mehr. Wenn in den Nachtrichten z.B. gesagt wird: „Obama macht dies. Obama macht das.“ kommt beim Hörer nur „Bama macht dies. Bama macht das.“ an. Während des Testens liefen gerade Nachrichten über Barak Obama, deshalb das Beispiel :). Dieses Verhalten ist schon sehr nervig. Zumal der Lautsprecher deutlich rauscht, wenn kein Siganl anliegt. Das in den „Energiesparmodus“ geschaltet wird, kann man vielleicht in den Einstellungen des Computers ändern.

Punkt 3 klappt. Aber nur mit einem Smart Phone. Eine Anwendung für dne PC gibt es nicht. Leider kann man je Smart Phone auch nur eine Audioquelle für die vorhandenen Lautsprecher auswählen. Hat mal also zwei Lautsprecher, so wie ich, dann braucht man entweder zwei Smart Phones oder man muss zwei Apps auf einem Smart Phone laufen lassen. Dabei werden alle Inhalte über das Smart Phone an die Lautsprecher gestreamt. Sonos geht da einen anderen Weg. Dort holen sich die Lausprecher ihre Inhalte direkt von der Quelle (NAS, Internet, …). Will heißen die Lautsprecher von Lenco und auch vieler anderer Anbieter benötigen zwingend ein aktives Steuergerät (was im Normafall ein Smart Phone ist).

Der Klang
Der Playlink 4 kostete im Angebot 99 Euro. Der Playlink 6 139 Euro. Der offizielle Preis ist fast doppelt so hoch. Preislich liegt der Playlink 4 somit nur 50 Euro unter dem Sonos Play 1. Wenn man sich den Play 1 im Doppelpack kauft, schmilzt der Abstand sogar auch 10 Euro je Lautsprecher. Aus diesem Grund erwarte ich annähernd ähnliche Klangergebnisse. Leider enttäuscht der Playlink 4 total. Es klingt eher wie ein 30 Euro USB Lautsprecher. Inklusive seiner ganzen Verbindungsfeatures dürfte der Playlink 4 nicht mehr als 50 Euro kosten. Unterhalb dieser Preisgrenze hätte ich mich noch mal näher mit den anderen Problemen beschäftigt, aber so machte das keinen Sinn. Der Klang des Playlink 6 ist schon spührbar besser. Der Preis ist allerdings ebenfalls deutlich spührbar höher.

Bei dem Preis erwarte ich viel weniger Komplikationen. Also mussten beide Lautsprecher wieder zurück zum Absender.

 

Positiv:
+ Haptisch und optisch ansprechend.

Neutral bis negativ:
° Der Playlink rauscht stark, wenn kein Signal empfangen wird.
° Die Einstellungen des Mode (Wlan, Bluetooth, LineIn) und die Lautstärke werden vergessen, sobald die Stromversorgung getrennt wird.

Negtiv:
– Bluetooth-Verbindung ist stockend. Wenn es eine stille Passage gibt, wird die Bluetooth-Verbindung scheinbar in einen Stromsparmodus versetzt und wenn das Signal dann wieder einsetzt, dauert es ein paar ms bis der Lautsprecher reagiert. Nach einer Stille wird somit der erste Buchstabe verschluckt. Das kann man bestimmt in den Einstellungen ändern, der Gesamteindruck hat mich aber davon abgehalten.
– für Allplay gibt es keine brauchbare Desktop-Anwendung
– bei zwei Lautsprechern bräuchte ich zwei Smart Phones, damit jeder Lautsprecher etwas anderes abspielen kann.
– Der Klang des Playlink 4 entspricht eher dem eines 30 Euro USB Lautsprechers. Der Playlink 6 ist zwar deutlich besser, aber auch deutlich teuerer.