Cabinet of Horror

Durch einen Beitrag im RichRap Blog sind ein paar Leute auf die Idee gekommen, eine Flicker Gruppe zum Thema fehlgeschlagene 3D Drucke zu erstellen (das Ganze ist schon 2 Jahre her).

Da gibt es Erstaunliches zu sehen

IceBot One Fail

 

 

Aber auch Dinge, die mir in der Seele weh tun.

IceBot One Heatbed Failure

So ein überhitztes Druckbett möchte ich nicht haben!

Ich finde die Bilder sehr interessant. Lehrreich sind die Bilder vor allem, wenn auch noch eine Beschreibung der Umstände unter das Bild gepostet wurde. So kann man aus den Fehlern anderer lernen!

Passend dazu habe ich letztens über meine Fehldrucke geschrieben.

Quelle: nerdcore.de

3D Modelle

Mittlerweile ist schon ein bisschen Zeit ins Land vergangen, seit ich die Gewinner der “einen kostenlosen Druckauftrag“-Aktion benachrichtigt habe. Das ein oder andere Modell ist auch schon bei seinem glücklichen Gewinner.

Hier eine Auswahl

Dremel attachment, Fully makerbottable

Vase

 

 

Der gelbe Buddha wird heute noch verschickt.

Buddha

 

 

Die Freiheitsstatue ist nicht 100%ig so wie erhofft geworden. Gegebenenfalls werde ich die Statue noch einmal ausdrucken.

Statue of Liberty Edited: Book on Hip

 

 

Hier seht ihr auch ein paar herzeigbare Fehldrucke im Hintergrund.

Gesammelte Werke

 

Der schwarze Buddha links wäre hervorragend geworden, wenn das Filament auf den letzten 2 cm nicht zu ende gegangen wäre. Sehr bedauerlich. Dafür ist der gelbe Nachfolger um so schöner geworden 😉

Maker Faire Hannover 2013

Letzten Samstag, den 03. August 2013, fand die Maker Faire in Hannover statt.

Eigentlich ist Hannover gar nicht so weit weg von hier, also haben wir uns am Samstag auf dem Weg gemacht. Statt der geplanten 2 Stunden Fahrt mit dem Auto, waren es auf dem Hinweg 3 Stunden. Stau auf der Autobahn.

Die Wolkenbrüche haben wir gut überlebt 😀

Andere an der Schlange vor der Maker Faire sollen ziemlich nass geworden sein… Man muss den Stau halt auch mal positiv sehen.

Als wir dann endlich gegen 11:30 ankamen war auch schon wieder alles frei vor dem Eingang. Ab und rein in die Hallen… Uff… Hitze… Luftfeuchtigkeit um die 90% und Temperaturen um die gefühlt 50°C haben in der Ausstellungshalle echtes Tropen-Feeling aufkommen lassen. Das hat mich an den Regenwald im Klimahaus in Bremerhaven erinnert.

Draußen bei den Zelten war es hingegen ganz angenehm. Die Leute flanierten zwischen dein einzelnen Zelten umher und sahen sich die verschiedenen Angebote an. An Workshops oder Vorträgen habe ich nicht teil genommen. Ich habe einfach die allgemeine Stimmung genossen. Nichts war, wohl auf Grund der hohen Temperaturen, hektisch. Alle haben sich entsprechend angepasst.

Markus von Directs.de konnte ich aus ein paar Metern Entfernung sehen. Zum Reden war für mich leider nicht so viel Zeit (und in der Halle war es, wie oben schon geschrieben brütend heiß). Auf seiner Seite könnt ihr auch ein Interview zum Thema Maker sehen. Regelmäßig spricht er auch mit (meistens) 2 Kollegen einen Podcast über Technik im Allgemeinen und Roboterbau im Speziellen (Robotiklabor.de).

Einen kurzen Besuch beim Delta Tower war für mich natürlich Pflicht. Stephan hat mich freundlich empfangen und wir unterhielten und kurz über die Aussichten.

Letztendlich war wirklich viel Interessantes zu sehen. Einige Sachen haben uns erstaunt, andere inspiriert.

Am Nachmittag ging es wieder zurück nach Hause. 3,5 Stunden diesmal. Stau in alle Richtungen und das bei strahlender Sonne 😉

Trotzdem ein schöner Tag!

PS: ich glaube wir haben draußen am Eisstand Rabatt bekommen. Eine Kugel hat nur 50 Cent gekostet. Oder die etwas gehetzt wirkende Bedienung hat vergessen, dass sie 2 x 3 Kugeln statt 1 x 3 Kugeln verkauft hat.

Geld sparen mit dem 3D Drucker

Ein Forscher an der Michigan Technological University, Professor Joshua Pearce, sagt voraus, dass Selbstproduktion bald den Massenmarkt erreichen wird. Dabei hat der Professor untersucht, wie viel Geld eine amerikanische Durchschnittsfamilie sparen kann, wenn sie einen 3D Drucker nutzen.

Er hat 20 gewöhnliche Haushaltsgegenstände, die er auch bei Thingiverse finden konnte, über die Google Shop Suche gesucht und deren Maximum und Minimum-Preis notiert.

Auf 312 US$ bis 1944 US$ ist er gekommen. Ein stolzer Preis für Dinge wie eine Löffelunterlage, eine Knoblauchpresse, ein Salzstreuer, Handyschale, Zitronenpresse, etc…

Die vollständige Liste kann man sich in diesem Artikel “Life-Cycle Economic Analysis of Distributed Manufacturing with Open-Source 3D Printers” anschauen (gegen Ende im Anhang).

Der im ersten Satz genannte Newspost liest sich noch so, als wäre 3D Druck für jeden uneingeschränkt (und sofort) gewinnbringend einsetzbar. Aber man muss bedenken, dass es nur eine Vorhersage ist. Die errechneten Preise sind korrekt und man könnte tatsächlich viel Geld sparen, ABER…

… Professor Joshua Pearce nennt auch die Nachteile in seinem Artikel, die man keinesfalls vernachlässigen darf.

Unter anderem:

The two primary concerns about the viability of wide-scale use of low-cost 3-D printing are 1) print quality and thus the suitability for market applications and 2) the ease of use, which encompasses time investment inlearning the software and hardware associated with a RepRap.

Denn beispielsweise die Oberflächenqualität mit Dichlormethan zu verbessern, ist für normale Haushalte eher nicht geeignet. Auch zeitlich gesehen gibt es noch Probleme. Geht ein 10 Stunden Druck am Ende schief, muss man von vorne beginnen. Im ungünstigsten Fall muss man sogar ein weiteres Mal von vorne beginnen. So werden aus 10 Stunden mal eben 20 Stunden.

Ganz so einfach, wie das der eine Kommentator der News vermuten lässt, ist es dann halt nicht:

Holy crap — I have read a lot about 3d printers doing crazy things in the news but it never occurred to me, we would have them in our home. I just did a quick catalog of this room and most of the things could be printed in plastic. Where do we buy them?

comment3dprint

Wie gesagt, es ist eine Vorhersage. Eine Weissagung, die in Zukunft eintreten kann, aber nicht muss. Momentan ist 3D Druck einfach noch nicht massentauglich.

 

 

3D Druck für Jedermann

Die Werbung und ebenfalls eifrig auch die Presse versprechen, dass 3D Druck heute schon für Jeden da ist. Jeder Haushalt sollte einen 3D Drucker haben.
Doch ist es wirklich so einfach? Einfach mal einen hübschen Makerbot 2 kaufen und ins Wohnzimmer stellen. Noch ein paar Modelle von Thingiverse runterladen. Schon kann es losgehen!

Nö!

Auch wenn man sich einen fertig aufgebauten 3D Drucker kauft, muss man den Drucker wenigstens immer noch kalibrieren. Vom richtig gelagerten Filament mal abgesehen.

  • Drucker kalibrieren
  • zum Modell, Drucker und Einsatzzweck passendes Filament einlegen
  • individuelle Einstellungen zum zu druckenden Modell in der Software vornehmen
  • Warten
  • Das Ganze noch mal von vorne, da die ersten Versuche oftmals nicht so klappen, wie man es sich vorstellt
  • komplizierte Modelle oder falsch platzierte Modelle benötigen eine Menge Stützmaterial, was nach dem Druck mühevoll entfernt werden muss

Schon der erste Punkt kann sehr lange dauern. Von den anderen Punkten, inklusive der  Rückschlägen mal ganz abgesehen.

 

Kopflos
Ein leicht vermeidbarer Fehler.
Dem kleinen Roboter wurde der Kopf durch die absinkende heiße Düse weg geschmolzen. Ansonsten war der Druck gut.

 

Luftdruck

Es gab Aussetzer bei der Filamentversorgung, so dass zum Beispiel die Stütze unten Rechts nicht gedruckt wurde und somit die Hand in der Luft gedruckt wurde (Deshalb die hängenden Filamentstränge).
Oben hat sich das Filament auf der Rolle verhakt und es wurde nichts mehr gedruckt.
Luftikus

Was hier passiert ist, ist mir nicht ganz klar. Bis zur Hälfte war der Druck gut und dann kam nicht genug Filament nach.  Ich gebe dem Filament selber die Schuld. Bei der momentan hohen Luftfeuchtigkeit quillt das Filament und die Drucke werden unsauber.
Verstopfung

Bei diesem Modell war die Düse verstopft. Es wurde nur noch ganz fein gedruckt. An sich beeindruckend, dass das Modell trotzdem noch so gut geworden ist. Leider ist die Düse während des Drucks vollständig verstopft und der Druck konnte nicht beendet werden.

Mehr Bilder gibt es auf Flickr (hier klicken).

PIN Code Knacker selber machen

Einfach mal einen kleinen Roboter konstruieren und ausdrucken. Schon kann man, mit etwas Geduld, die meisten Telefon-PINs knacken.

R2B2, Robotic Reconfigurable Button Basher, ist ein kleiner Roboter, der einfach alle 10 000 Kombinationen bei einer einfachen Telefon-PIN ausprobiert. “Einfach” deshalb, weil in der jetzigen Version nur nummerische 4 Ziffern PINs ausprobiert werden. Die Anzahl der Ziffern ließe sich auch erhöhen. Alpha nummerische PINs mit beliebiger Länge werden schon ungleich schwerer. Gesten sind erst mal ganz außen vor. Hinzu kommt auch noch, dass man bei einigen Telefonen einstellen kann, dass sie nach x Fehlversuchen komplett sperren oder man lange warten muss, bis man erneut einen PIN eingeben kann.

Der kleine 3D gedruckte Roboter soll den PIN in maximal 20 Stunden knacken können. Brute-Force halt. Man könnte es auch selber eintippen, aber wer hat schon die Lust dazu?

via: 3ders.org

 

Vollfarben-FDM-3D Drucker

Gestern hatte ich noch darüber geschrieben, dass man sein Filament einfärben kann, um bunte Drucke zu bekommen. Heute ist mir nun ein 3D Drucker aufgefallen, der selbstständig sein Filament einfärbt.

Quelle: http://botobjects.com/

Farbig Drucken mit einem normalen 3D FDM Drucker

Mehrfarbig drucken mit nur einer Düse? Das geht schon. Wenn auch nicht ganz so kontrolliert, um nicht zu sagen, völlig unkontrolliert, wie mit mehreren Düsen oder gar einem Zprinter.

Man nehme sein Filament, in diesem Fall Nylon, und tauche es für 30 Minuten in heißes wasserlösliches Färbemittel. Fast so wie beim batiken von Tshirts damals (falls das noch jemand gemacht hat). Man kann also auch hier beim Filament Sektionen voneinander trennen und unterschiedlich färben. Dabei kommen fantastisch aussehende Drucke heraus.

Müsste doch eigentlich auch mit PLA funktionieren, oder? Bei ABS bin ich mir mehr unsicher.

Neuer Delta Drucker (Rostock Prinzip) RichRap

So nach und nach kommen immer mehr Delta Drucker auf den Markt und auch Bastler versuchen sich an dem ungewöhnlichen Prinzip des 3D Druckers.

Der Begriff “Bastler”, Neudeutsch auch Maker, ist hier keinesfalls abwertend gemeint. Im Gegenteil. Ich meine das ganz respektvoll. Ich finde es sehr beachtlich, was einzelne Personen oder kleine Personengruppen zustande bringen.

Quelle: http://3dprintingindustry.com/2013/07/21/richraps-3dr-delta-3d-printer