Ein Leuchtturm weist den Weg

19Diemal musste mein 3D Drucker hart arbeiten. Ein strahlender großer Leuchtturm sollte es diesmal werden.

 

Zuerst habe ich das Modell so skaliert, dass es in meinen Drucker passt. An einem Abend wurde der Druck gestartet.

Als erstes ist mein Gelb nach gut 1 cm zuende gegangen. Ich habe dann den Drucker pausiert und die kläglichen Reste von Gelb entfernt und Gold eingelegt.

Als ich am nächsten Tag von der Arbeit kam, musste ich feststellen, dass auch Gold sich dem Ende zuneigt. Also wieder Filamentwechsel. Diesmal blaues Filament.

Am folgenden Morgen sah der Turm immer noch gut aus. Die kritische Stelle mit dem überhängendem Balkon war überwunden. Nur noch 12 % bis zur Ferstigstellung.

Nach nun knapp 48 Stunden wurde der Druck beendet. Die Spitze ist erwartungsgemäß nicht so gut geworden. Dafür war die Düse einfach viel zu heiß. Immerhin steht die Spize und wirklich schlecht sieht es auch nicht aus.

Das Teil ist echt groß geworden. Über 50 cm hoch und ca 1 kg schwer. 40% Infill waren dann doch ein bisschen zu viel. Der Turm fühlt sich dafür aber auch sehr stabil an. Ein bisschen muss man am Turm noch aufräumen. Gerade an den Fenstern und den Überhängen am Balkon sind noch ein paar Durchhänger. Die Farbkombination passt auch ganz gut. Auch wenn ich nun im Nachhinein Blau und Gold von der Reihenfolge her tauschen würde.

 

Ein paar Testdrucke – Becher

Ich habe meine 0.8mm Düse für den 3D Drucker wieder eingebaut. Was kann man gut mit dieser Düse machen? Naja, auf Grund der dicken Wände lassen sich damit gut einwandige Modelle drucken.

Zuerst habe ich mit etwas ganz Einfachem angefangen. Ein Sechseck, das noch oben weiter wird. Mir war das dann zu langweilig.

Einfacher Becher
Einfacher Becher

Also habe ich hier und da ein bisschen am 3D Modell herumgezerrt und heraus kam dieses tassenähnlihce Gebilde. Der Zacken hinten hat mich an einen Henkel erinnert. Nur kann man diesen hier nicht wirklich anfassen, da sich der Zapfen nach oben verjüngt und die Finger daran abrutschen.

Ewas mehr Ecken
Ewas mehr Ecken

Gleich ein neuer Versuch. Der Henkel ist nun henkeliger geworden. Jedenfalls rutscht man nun nicht mehr daran ab.

Becher mit
Becher mit “Henkel”

Alle Becher sind 5 cm hoch und haben einen Grundduchmesser von ca 8 cm. Gedruckt wurden sie in PLA in 0,2 mm Schichthöhe… So wirklich einzelne Schichten im klassischen Sinne gibt es aber nicht. Der Vorteil von einwandingen Modellen ist, dass man diese auch spiralförmig von unten nach oben hochdrucken kann. Statt also nach einer Umrundung den Druckkopf um 0,2 mm anzuheben, wird nun kontinuierlich der Kopf angehoben, während der Druckkopf seine Kreise zieht. Dies zieht einen optischen Vorteil nach sich. Es entsteht keine Naht an der Stelle, wo der Kopf angehoben wird und eine neue Schicht entsteht.

Die Wandstärke liegt bei ungefähr 0,9 mm. Das gibt ein Objekt dieser Größe genügend Stabilität. Da eine Umrundung recht schnell abgefahren ist, hat das Material, gerade bei dieser Dicke, nicht genügend Zeit, abzukühlen und fest zu werden. Hier musste ich mit zwei Lüftern für einen ausreichenden kühlenden Luftstrom sorgen.

 

Was kann diese Düse nicht? Kleine Objekte drucken. Nicht nur weil die Düse zu groß wäre, denn dies spielt bei einem Kreis oder Viereck keine große Rolle, sondern weil viel Material aus der Düse herauskommt, das erst einmal abkühlen muss. Kleine Objekte können gar nicht langsam genug gedruckt werden, damit diese Wartezeit erreicht wird. Zudem überträgt die große Fläche der Düse auch sehr viel Wärme auf die darunter liegenden bereits verfestigten Schichten, so dass diese wieder weich werden.

 

Hier die STL Datei: http://community.shapedo.com/guin/simple_cup

Der Arbeitsplatz am 3D Drucker

Ich hatte schon mal meinen Arbeitsplatz am 3D Drucker etwas ausgeräumt.

Unaufgeräumter Arbeitsplatz
Unaufgeräumter Arbeitsplatz
Arbeitsplatz am 3D Drucker
schon mal etwas aufgeräumter

Die Halter für die beiden Lüfter, die auf die Mototrtreiber pusten, sind mir recht gut gelungen. Da habe ich nun noch ein paar mehr von ausgedruckt un den gesamten unteren Rand mit abgedeckt.

Lüfterhalterungen
Lüfterhalterungen

Die Halterungen habe ich aus ABS gedruckt. Noch während des Druckens sind Spannungsrisse im Modell entstanden. Der Funktion schadet es aber nicht wirklich und ans Brett geklemmt sieht man die Risse auch nicht mehr. Ich brauche einen konstant temperierten Druckraum.

Die Elektronik wird nun zum Großteil verdeckt
Die Elektronik wird nun zum Großteil verdeckt

Es sieht nun schon mal viel sauberer aus. Die Schalter für die Mikroschritte (rechts) haben ebenfalls ihren Platz an einem der Lüfterhalterelemente gefunden.

Eulen nach Athen tragen

Eulen nach Athen tragen. Einen wirklichen Zweck hat die gedruckte Eule für mich nicht. Reiner Spaß an der Freude. Naja, ich wollte nun endlich mal das Holzfilament testen.

Ich hatte bereits mit LayWood experimentiert. Bei diesem Filament sind mir des öfteren die Düsen verstopft. Wenn ein Druck allerdings mal vollständig zuende gedruckt wurde, war das Ergebnis sehr schön. Die Farbe ist ein sattes Braun mit intensievem Holzgeruch und entsprechender Haptik.

Nun habe ich mal WoodFill von ColorFabb im 3D Drucker gehabt. Dieses Filament ist wesentlich heller. Die enthaltenen Holzstückchen scheinen viel kleiner zu sein. Das ist schon mal gut, damit die Düse nicht verstopft.

Eule mit WoodFill gedruckt

Gedruckt wurde mit einer 0,4 mm Düse um die 215 °C und 60 mm/s. Die ersten beiden Versuche (links zu sehen) habe ich ohne Kühlung gedruckt. Beide sind an den Überhängen nicht besonders schön und konnten auch nicht zuende gedruckt werden. Die zuletzt gedruckte Eule (rechts im Bild) wurde von Vorne und von Hinten mit einem Lüfter angepustet. Die Überhänge sind viel sauberer geworden.

Mit verstopften Düsen hatte ich nicht zu kämpfen.

Hier noch einmal die Rückseite der fertig gedruckten Eule.

Rückseite der Eule
Rückseite der Eule

Auf der Rückseite sind (hauptsächlich) vertikale Streifen sichtbar. Diese stammen vom Modell und sind kein ungewolltes Artefakt des Druckers.

Modell der Eule
Modell der Eule http://www.thingiverse.com/thing:18271

Die Facetten des 3D Modells sind auch im Druckergebnis zu sehen. Auch schon bei dem Baumfrosch hatte ich die gute Genauigkeit des Druckers schon festgestellt.  Auch trotz des recht groben Filamentes kann man kleine Details im Druckergebnis immer noch erkennen. Mit normalen PLA müssten die Details noch besser zu sehen sein.

Im Endergebnis habe ich also keine Euen nach Athen getragen, sondern konnte feststellen, dass WoodFill für meine Bedürfnisse geeignet ist.

Ein Licht, das Dunkle zu vertreiben

Ich habe nun mal versucht, einen langen einwanigen Schlauch zu drucken. Die ersten Versuche ware noch nicht so gut. Aber mit der richtigen Kühlung ging es nachher sehr gut und auch schnell.

Die seitlichen Arme sind einwandig gedruckt worden

Statt der zuvor 3 LEDs sind nun 5 LEDs vorhanden, die nun (großteils) paarweise blinken.

Geschlossenes Gehäuse mit betriebsbereitem Innenleben.

Ob die seitlichen Arme den Hundealltag beim Gassigehen überleben, muss ich erst noch testen. Der flexible Schlauch, den ich vorher hatte, war nicht schlecht. Der Innendurchmesser war aber nur 4 mm und es passte somit keine LED hinein. Ich muss mir mal kleine 3 mm LEDs besorgen und testen, ob diese hell genug sind. Vielleicht müssen auch mal kleine SMD LEDs herhalten. Das Gehäuse soll nun mit einem Klettband am Geschirr befestigt werden. Das ist die flexibelste Lösung, die mir gerade einfällt.

Die aktuellen CAD Daten für das Gehäuse habe ich bei Shapedo hinterlegt.
http://community.shapedo.com/guin/flashlight_for_my_dogs

Hundeblinklicht
Nachts im Wald

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Ein Hunde-Blinklicht, um sie alle zu sehen

Mittlerweile bin ich beim dritten Prototypen. Der zweite Prototyp war schon recht gut. Nur war dieser auf die Schnelle zusammengelötet.

flashlights_for_dogs_003

 

This is how my flashlight could look linke on the back of a dog

Momentan arbeite ich daran, das Gehäuse flacher und dichter zu bekommen. Irgendwie muss ein Taster und ein Schalter möglichst wasserdicht untergebracht werden. Den Taster kann man durch den Gehäusedeckel hindurch drücken. Das wäre also schon einmal erledigt, aber der Schalter bereitet mir noch ein wenig Kopfzerbrechen.

Arcade Pi Teil 2

Im ersten Teil habe ich angefangen, die Entwicklung des Gehäuses des Arcade Pis  zu beschreiben.

Der Arcade Pi ist nun fertig aufgebaut und funktioniert auch.

Ist das Projekt nun erfolgreich abgeschlossen?

Ein klares NEIN, da es noch viele kleine und große Sachen gibt, die mich stören. Sobald es dann die Zeit und Motivation zulässt, werde ich die Kinderkrankheiten auch noch beseitigen. Bis dahin beschreibe ich erst einmal, was ich gemacht habe.

Als erstes habe ich mir überlegt, was und wo alles in den Arcade Pi rein muss. Das Gehäuseoberteil sah dann so aus.

Mit am meisten Probleme hat das Steuerkreuz gemacht (hier auf der rechten Seite zu sehen). Es hat immer wieder gehakt. Ein paar Stuerkreuz Varianten habe ich ausgedruckt.

Ganz rechts ist das Modell, was auch aktuell in ähnlicher Form verwendet wird.

Unter dem Steuerkreuz befinden sich 4 kleine Taster (orange), die auf eine kleine Lochrasterplatine aufgelötet sind. Je nachdem in welche Richtung man das Steuerkreuz drückt, werden ein bis zwei der kleinen Taster betätigt. Damit das ganze auch ein bisschen stabilisiert ist, ist in der Mitte noch eine Feder angebracht (nicht im Bild zu sehen), die das Kreuz immer wieder in die Mittelposition zurück drückt.

So sieht das ganze eingebaut aus.

Die blauen Buttons waren da schon wesentlich einfacher. Von der Platinenrückseite aus betrachtet, sieht das aber auch nicht viel anders aus, als beim Steuerkreuz.

 

Dann bin ich noch auf die gloreiche Idee gekommen, dass der Arcade Pi einen eingebauten Lautsprecher braucht.

Das hätte ich mir auch sparen können. Da ich das ganze an den Klinkenausgang des Raspberry Pis angeschlossen habe, ist die Qualität der Soundausgabe nicht besonders gut. Ausserdem ist der Lautsprecher zu hoch, so dass dieser gegen den Akku stößt, wenn man das Gehäuse sauber zusammen schauben will.

Den normalen Kopfhörerausgang gibt es auch noch.

 

Insgesamt war es doch recht viel Verkabelung. Jeder Taster hat seine eigene Leitung. Das macht auf Seite des Stuerkreuzes schon 4 für das Steuerkreuz plus 2 für die gelben Taster plus 1 mal Masse. 7 Kabel also. Für die 4 blaue Knöpfe sind es insgesamt 5 Käbelchen. Innen sieht es entsprechend voll aus.

Der Akku, das rosa Teil, gehört oben in die Ausbuchtung. Aufgeklappt sind nur die Kabel zu kurz, so dass der Akku für’s Foto anders platziert werden musste.

Die SD Karte kann man wechseln.

Auf der abgewandten Seite ist noch einer der beiden USB Port zugänglich und ebenso die LAN Buchse.

 

Was für Teile habe ich in meinem Arcade Pi eingebaut.

 

Was würde ich anders machen?

  • Kleinerer Monitor, verbraucht weniger Strom.
  • eingebauter Lautsprecher nur, wenn ich das Audiosignal aus einer besseren Quelle bekomme. Vielleicht aus dem HDMI?
  • anderer Akku. Ein flacher Akku
    z.B. https://www.olimex.com/Products/Power/BATTERY-LIPO3000mAh/
    Ist auch nicht viel teurer und man kann den besser verstauen. Zudem würde ich nun immer einen Akku mit Lötfane oder JST Stecker kaufen. Das spart den Akkuhalter, der auch noch mal ganz schön dick aufträgt
  • LiPo Ladegerät und auch der Spannungsbooster müssen besser auf die Leistung des gesamten Gerätes abgestimmt sein.
    Zur Zeit sind diese Komponenten bei dem derzeitigen Stromverbrauch etwas unterdimensioniert und erhitzen schnell.

Super wäre es, wenn ich einen bezahlbaren kleinen (3 Zoll bis 3.5 Zoll Diagonale) HDMI Monitor finden würde.

http://hdmipi.com/

Der wäre zu groß und verbraucht zu viel Strom. Und kostet auch um die 100 Eruo.

Arcade PI – ein DIY Raspberry Projekt

Einen GameBoy Klon habe ih letzten Monat schon gebaut. Möglich war dies durch Adafruits Tutorial.

Als ich den GameBoy Klon einem Bekannten zeigte, meinte dieser, dass er die Buttons und das Steuerkreuz lieber links und rechts vom Bildschirm haben wolle. Vielleicht so, wie bei einem Sega Game Gear.

Angefangen habe ich mit dem Bildschirm. Die Displays, die auf den Raspberry PI auf dessen GPIOs aufgesteckt werden, sind relativ teuer. Mein TFT Display für den GameBoy Klon hat um die 40 Euro gekostet. Alternativen mussten her. Ein Display über die GPIOs anzusteuern bedeutet extra Aufwand. Viel einfacher wäre es, wenn man ein Display über HDMI oder dem Vidoeanschluss anschliessen könnte. Kleine HDMI Monitore sind zu teuer. Auserkoren habe ich mir dafür einen 4.3 Zoll 16:9 TFT. Normlerweise werden diese Monitore als Rückfahrkamera für Autos angeboten. Kostenpunkt so zwischen 10 bis 25 Euro. Ich habe mir insgesamt 4 verschiedene dieser Monitore unterschiedlicher Preisklasse bestellt. Zwischen dem 10 Euro und dem 25 Euro Modell konnte ich keine Unterschiede feststellen. Ausser das bei dem 10 Euro Modell keine Anleitung bei lag. Auf die vier kleinen Seiten kann man aber auch verzichten.

Das Display ist nun ausgewählt. Das Gehäuse drum herum kann erstellt werden.

Hier meine ersten Versuche für eine Frontblende

Rechts sollen die Buttons hin und lins das Steuerkreuz. Bei der ertsen Version hat sich die Position als nicht bequem erwiesen.

Bei der zweiten Version war die Position der Elemente schon besser. Nur die Anordnung der Buttons zueinander musste noch angepasst werden.

Das ist nun das aktuelle Gehäuseoberteil.

Jetzt muss ich mal über den Rest nachdenken. Bald geht es weiter!