Mit dem Rad zur Arbeit 2022

Am 01. Mai 2022 fängt die Aktion mit dem Rad zur Arbeit (#mdrza) wieder an und läuft bis Ende August. Also vier Monate. Letztes Jahr bin ich in der Zeit an 77 Tagen mit dem Rad zur Arbeit gefahren und habe dabei eine Strecke von 3374 km zurückgelegt. Dieses Jahr sollte ich 4500 km überschreiten, da sich mein Weg verlängert hat.

3 Tipps für Menschen, die mit dem Rad zur Arbeit fahren wollen

  1. Fahrrad verkehrstüchtig machen (Licht, Bremsen, Antrieb/Kette, Reifen/Mantel…)
  2. Fahre erst mal nur bei gutem Wetter
  3. Suche Dir deine Fahrstrecke aus und probiere auch mal andere Strecken.

zu 1. Beim Licht bitte beachten, dass es nicht in den Himmel strahlt, sondern den Weg 10 bis 20 m vor euch ausleuchtet. Bremsen sind auch sehr wichtig. Ich musste schon sehr oft Vollbremsungen machen. Wenn die Kette verrostet ist, dann austauschen (lassen). Die Kette bitte auch nicht in Öl ertränken. Nach dem Ölen wird die Kette mit einem fusselfreien Tuch Außen abgewischt.

zu 2. Auf dem Hinweg zur Arbeit durchnässt ankommen ist scheiße. Ich habe mir passende Regekleidung gekauft. Das würde ich an deiner Stelle aber erst machen, wenn Du dir sicher bist, die Kleidung öfter zu brauchen. Während der Fahrradfahrt habe ich meine Arbeitsbekleidung nicht an, sondern in der Satteltasche dabei und ziehe mich auf der Arbeit um. Dann ist es auch nicht schlimm, wenn man ins Schwitzen gerät.

zu 3. Der Weg mit dem Rad muss nicht derselbe wie mit dem Auto sein. Suche Dir neue schönere Wege aus. Mein ausgewählter Radweg ist sogar 6 km (Gesamtlänge 34 km) länger als mit dem Auto. Dafür schöner und Großteils ohne lästigen Autoverkehr um mich herum.

Bonustipp für #mdrza

Ich bin deutlich fitter geworden. Da ich ein Büro-Fraggle, der sonst keinen Sport macht, bin, ist das auch ein Anreiz für mich. Zudem kann ich meistens beim Radfahren entspannen und komme mit besserer Laune am Ziel an. Selbst bei starkem Gegenwind. Parkplatzsuche entfällt auch 🙂

Ach ja, ich fahre ein E-Bike. Sonst würde ich meine Strecke nicht schaffen.

Corona und plötzlich war es möglich

Unser Treibstoffverrbauch alleine für den Arbeitsweg ist enorm. So versursacht ein gefahrener Personenkilometer um die 147 Gramm Treibhausgas-Emission (CO2 Äquivalent). Bei meiner kleinen Vergleichsgruppe aus dem letzten Artikel sind 136 Millionen Kilometer pro Tag herausgekommen. Das ergibt 20139 Tonnen CO2 Äquivalentes Treibhausgas. Pro Tag. Nur in Deutschland für meine kleine Vergleichsgruppe von 8 Millionen täglich fahrende Pendlerinnen und Pendler.

Um aus den Felsen, auf dem wir leben, einen besseren und gesünderen Lebensraum zu machen, könnte man vielleicht sowas erfinden wie das Internet. Mit diesem Internet lassen sich einige Arbeitsabläufe von der ganzen Welt aus erledigen. Das nennt sich dann Telearbeit. Zusätzlich könnte man es auch noch so gestalten, dass in der Firma nur noch für 30% – 50% der Angestellten ein realer Arbeitsplatz vorhanden ist. Alle anderen arbeiten von zuhause aus oder mobil. Man könnte sich auch abwechseln, damit jeder in der Firma und unter Kollegen arbeiten kann. Bei den Mietpreisen in den Ballungsräumen kann die Firma so eine Menge Geld sparen.

Ja, es muss auch Geld für den Heimarbeitsplatz investiert werden. Denn jede Person in Teleheimarbeit (Home Office) muss für die Arbeit ausgerüstet werden. Aber auf lange Sicht spart es halt Geld.

Dank Corona haben sich auch viele Firmen getraut, ihre Mitarbeiter ins Home Office zu schicken. Mehr oder weniger gezwungen, aber es wurde halt gemacht. So ad hoc war das für deren IT natürlich eine große Herausforderung. Letzendlich hat es geklappt. Sehr gut gemacht! Sogar die deutsche Internet-Infrastruktur hat stand gehalten. Selbst auf dem Land hatte ich keine Probleme.

Mir ist durchaus bewusst, dass nur ein kleiner Teil der 45 Millionen Beschäftigten von zu Hause aus arbeiten könnte. Jedoch ist das schon mal ein Anfang. Die Arbeit wandelt sich seit je her und wird sich auch in den nächsten Jahrzehnten weiter wandeln. Selbst wenn nur 4 Millionen Personen von zuhause aus arbeiten, statt jeden Tag in die Firma zu pendeln, spart das schon 2% unseres jährlichen Kraftstoffverbrauchs ein.