Corona und Umwelt

Fast 20 Millionen Menschen, von grob 45 Millionen Erwerbstätigen, pendeln zur Arbeit. D.h. sie fahren in eine andere Gemeinde zur Arbeit. Gut 2/3 nutzen für diesen Weg das Auto. 77% davon fahren täglich zur Arbeit. Der Rest fährt weniger als 5 mal die Woche zur Arbeit. Das wären dann ganz grob und vereinfacht mindestens gut 8 Millionen Fahrzeuge, die sich täglich über die Straßen schieben, nur um zum Arbeitsplatz zu kommen.

Der durchschnittliche Arbeitsweg ist 17 km lang, wobei dieser bei den Berufspendlern wohl höher liegt. Klingt erst mal ganz harmlos. Jedoch sind das dann mindestens 136 Millionen gefahrene Kilometer pro Tag. Das ist fast die Entfernung von der Erde bis zur Sonne. Jeden Tag.

Der Durchschnittliche Verbrauch der Autos in Deutschland liegt selbst beim Diesel noch bei gut 7 Liter. Den größer werdenden Autos geschuldet ist der Verbrauch in den letzten Jahren wieder angestiegen. Für unsere kleine Pendlergruppe ergibt das dann schon 9,52 Millionen Liter Kraftstoff. Pro Tag. Im Jahr, bei 210 Arbeitstagen und 10 Krankheitstagen, sind das dann 1904 Millionen Liter. Bei 46 Milliarden Liter Gesamtjahresverbrauch für den Straßenverkehr (inklusive Güterverkehr) sind das für unsere kleine exklusive Pendlergruppe dann schon gut 4%.

Warum pendelt man dann überhaupt? Naja, wenn alle in der Stadt wohnen würden, gäbe es volle Hochhäuser, die bis über den Himmel ragen. Und selbst in der Stadt ist der Arbeitsweg vielleicht nicht so weit, kann jedoch sehr lange dauern. Zu meiner Zeit in Hamburg war ich als Fußgänger schneller als die Autos während des Berufsverkehrs. Das treibt den Verbrauch auch nur unnötig in die Höhe.

Mir war gar nicht bewusst, wie hoch unser Verbrauch ist. Naja, da kann man nix machen.