Lagerung von Filamenten für den 3D Drucker

Es kommt immer wieder die Frage auf, wie man sein Filament für den 3D Drucker lagern soll. Drei einfache Punkte geben die Antwort.

  1. Trocken
  2. Schattig
  3. Kühl

Trocken lagern. Zu diesem Thema hatte ich schon mal etwas geschrieben. Da hatte ich die Multifunktionsboxen zur Filamentlagerung vorgeschlagen, die ich auch immer noch nutze. Das Prinzip ist recht simpel. Eine luftdichte Box, in die das zu lagernde Filament hineinpasst und dazu dann noch etwas Silikat zum Trocknen (oder gleich einen ganzen Eimer voll Chalciumchlorid).

Man kann das Ganze aber auch technischer angehen. Ein Dörrautomat. Damit kann man statt Filament dann auch Obst trocknen 😉

Oder man besorgt sich eine Trockenbox speziell für Filament. Ich finde diese aber recht teuer. Man kann dann zwar das Filament auch während des Druckens in der Box lassen, für diese Komfort zahlt man dann auch gut 60 Euro. Letztendlich funktioniert die Box wie oben beschrieben mit Trocknugsmitteln. Es gibt auch Boxen, die wie der Dörrautomat den Innenraum beheizen, diese kosten dann aber auch gleich 100 Euro. Diese Box bei Amazon wäre so ein Kandidat. Immerhin besitzt die Box noch einen Feuchtigkeitsanzeiger und eine Wage. Die Lagerung mit Wärme ist natürlich nur anzuwenden, wenn man kurz danach mit diesem Filament drucken möchte. Ansonsten ist der Energieaufwand zu hoch. Ausserdem sind dauerhaft zu hohe Temperaturen nicht gut für das Filament.

Filamente sind unterschiedlich anfällig für Luftfeuchtigkeit. Normales PLA kann eigentlich ohne besonderen Schutz gelagert werden. PLA mit Holzstückchen drinnen oder Nylon sind da schon anfälliger. Beim Drucken können kleine Bläschen entstehen, wenn das Filament zu feucht ist.

Schattig lagern: Besonders unter UV Strahlung (Sonnenlicht) werden einige Filamente nach einiger Zeit sehr spröde. Vorsichtshalber sollte man die Filamente also unter dem Tisch oder wenigstens nicht direkt vor dem Fenster lagern (auch wenn Glas viel UV filtert).

Kühl lagern: einige Filamente degenerieren schneller, wenn sie zu warm gelagert werden. Es muss nicht der Kühlschrank zum lagern sein, aber es sollte auch nicht der nicht isolierte Dachboden sein, der sich im Sommer auf über 40 °C aufheizt.

Vor allem die letzten beiden Punkte spielen eine eher geringe Rolle, wenn man sein Filament nicht lange lagert. Ein paar Monate sind völlig unkritisch. Ich habe bei mir Filament, mit dem ich nur sehr selten drucke und dass nun schon ein paar Jahre hier lagert. Dank meiner Maßnahmen zeigt es kaum Alterungserscheinungen. Filament, was ich ungeschützt liegen lassen habe, ist zerbröselt. Ok, es war LayBrick, was eh schon zum Zerbröseln neigt, aber mit mehr Schutz hätte es länger gehalten.

Viel Spaß beim Drucken!

Flüsterleiser 3D Drucker

Als mir letztens der Pushfit am Extruder gebrochen ist, hat sich Florian von Deltatower bei mir gemeldet. Netter Weise hat er mit einen kostenlosen Ersatz geschickt! Zusätzlich war auch noch ein neues Zahnrad für den Extruder dabei. Das originale Zahnrad ist aus Metall. So gut wie unverwüstlich. Aber bei den Retractions sehr laut. Das neue Zahnrad ist aus Kunststoff und nur noch durch ein leise Klackern verrät, dass der Extruder schwer am arbeiten ist.

Kunststoffzahnrad

Ich hätte nicht erwartet, dass der Unterschied in der Lautstärke dann doch so groß ist.

Nach ein paar Stunden drucken mit dem neuen Zahnrad, hörte ich auf einmal ein Klimpern. Ich bin zum Drucker hin und habe nachgeschaut, was das war. Da es schon spät war, habe ich nicht lange gesucht und angenommen, dass eine der Schrauben, die aut dem Tisch liegen, auf Grund der Vibrationen vom Drucker vom Tisch gefallen ist. Eben gerade, als ich einen neuen Druck starten wollte und am Zahnrad gedreht habe, bekam ich erst einen Schreck. Es fühlte sich so an, als wäre das nagelneue Zahnrad total verbogen. Zum Glück waren nur die Schrauben los. Eine der Schrauben ist sogar komplett rausgefallen. Das war das Klimpern vom Abend zuvor. Der Druck, der über Nacht lief, ist dann leider auch nichts geworden. Die letzten Zentimeter sind total verhunzt.

Nun wird das Modell noch einmal gedruckt, diesmal aber mit besser angezogenen Schrauben!

Ach ja, den provisorisch reparierten Pushfit habe ich noch nicht ausgetauscht. Das hält momentan noch so gut, dass es schade wäre, den auszutauschen. Trotzdem Danke an Florian für den Ersatz, der bestimmt bald benötigt wird.

Gebrochener Pushfit

So ein Pushfit hält Schläuche und Rohe an Ort und Stelle. Bei meinem 3D Drucker hat ein solcher Steckverbinder die Aufgabe den PTFE Schlauch für das Filament zu halten.

Der Schlauch bewegt sich an dieser Stelle ständig und der kleine Steckverbinder muss ganz schön was aushalten. Bei mir ist nun dieses kleine Teil kaputt gegangen. Die kleinen Zähnchen im Innern, die den Schlauch gehalten haben, sind abgebrochen. Aber erst nachdem sie eine tiefe Kerbe in den Schlauch gegraben haben.

Den Pushfit habe ich eingeschraubt gelassen. Den Schlauch habe ich um die schadhafte Stelle gekürzt und dann wieder ein paar definierte Rillen in den Schlauch geritzt. Dann alles wieder zusammengesteckt und mit Dentalkunststoff habe ich versucht den Schlauch an den Pushfit zu “kleben”. Der erste Versuch ist sofort gescheitert. Der Kunststoff war zu dünn und ist bei der ersten Belastung gleich gebrochen. Beim zweiten Versuch habe ich den Kunststoff dicker gemacht und diesmal sah es sehr gut aus. Der Kunststoff hielt. Leider hat sich der Schlauch dann trotzdem mit der Zeit aus der Umklammerung des Kunststoffes gelöst. Ärgerlicher Weise ist das nach einer Stunde Drucken passiert.

Broken Pushfit

Alle guten Dinge sind Drei. Beim dritten Mal habe ich den Kunststoff wieder schön dick um den Schlauch un den Pushfit gelegt und auch drauf geachtet, dass der Kunststoff sehr eng am Schlauch anliegt und zudem auch noch weitere Riefen in den Schlauch geritzt, damit der Reibungswiderstand steigt. Bisher hält diese Konstruktion, die oben auf dem Bild zu sehen ist schon seit einigen Stunden des Druckens. Der verwendete Kunststoff ist der Kunststoff, mit dem auch die Kunststofffüllungen gemacht werden. Die (Zahn-)Farbe ist übrigens A2. Der verwendete Kunststoff hat anfangs die Konsistenz von Knete und wird dann unter UV-Strahlung ausgehärtet.

Sobald der Ersatz für den kaputten Pushfit da ist, wird die Konstruktion ausgetauscht.