$100 Peachy 3D printers available for pre-order, will begin shipping in July

Wer hätte das gedacht? Der 100 US$ Drucker ist tatsächlich fertig uns soll nun an die Kickstarter-Backer ausgeliefert werden.

This week, Peachy Printer has announced that the final iteration of their innovative Peachy Printer is now available and will begin shipping to their earliest backers – much to the delight of many who have been wondering where their units were long after backing the campaign.

Quelle: $100 Peachy 3D printers available for pre-order, will begin shipping in July

ArcadePi nächster Teil

Vor langer Zeit  hatte ich mal damit angefangen, eine tragbare Spieleconsole mit einem RaspberryPi zu bauen. So eine Art PiGRRL – Raspberry Pi Gameboy. Mein zweiter Versuch war dann schon etwas aufwändiger. Das ganze Gehäuse habe ich selber entworfen und mehrere Versionen auf meinem 3D Drucker ausgedruckt.

Das Display ist ein 4,3 Zoll großer TFT Monitor, den man für Rückfahrtkameras nutzt. Im Gegensatz zu den Displays, die speziell für den RaspberryPi verkauft werden, ist so ein Monitor bei Amazon schon für um die 20 Euro zu haben.

Nachdem dann der ganze ArcadePi zusammengebaut war und funktionierte, schlief das Projekt wieder ein. Einige Dinge haben mit nicht gefallen und bei dem jetzigen Neuanfang habe ich die Chance, diese Dinge zu ändern.

Bei dem neuen ArcadePi wollte ich zuerst eines dieser RaspberryPi Displays nutzen, die man über die GPIO Pins anschließt. Dies Vorteile als auch neben dem Preis einige andere Nachteile:.

Vorteile

  • Digitale Übertagung
    • Die Daten werden nicht Analog, sondern mit digitalen Signalen auf das Display geschoben
    • Dadurch bleibt die Grafik frischer und wirkt nicht so verwaschen.
  • Es ist (gefühlt) stromsparender
    • Einen genauen Beleg habe ich nicht. Es liegt sicherlich daran, dass ich einen 4,3 Zoll Monitor genutzt habe, der offensichtlicher Weise mehr verbraucht als ein 3,5 Zoll Monitor.

Nachteile

  1. Das Display muss erst konfiguriert werden, damit es überhaupt etwas anzeigt.
    • Wenn es dann erst mal läuft, ist das auch nicht weiter schlimm
  2. Das Display ist langsam
    • FPS
    • Video Lag

Am störensten ist das Video Lag. Dieser liegt bei 20 bis 30 ms. Klingt erst mal nicht viel. Aber wenn man dann mal Super Mario Brothers spielt, ist das schon sehr deutlich zu spüren. Durch diesen Lag springt man immer zu spät und stirbt ständig. Ich bin zwar kein guter Mario Spieler, aber zumindest im ersten Level verliere ich kein Leben, wenn ich über einen VGA oder HDMI Monitor spiele. Bei 30 Milli-Sekunden Lag ist das schon frustrierend. Man könnte sich an den Lag anpassen, aber will man das wirklich?

Ich habe hier noch einen weiteren kleinen TFT Monitor im 3,5 Zoll rumliegen (auch ca 20 Euro bei Amazon). Diesen will ich diesmal verwenden. Der 4,3 Zoll Monitor verbraucht mir zu viel Strom und 3,5 Zoll sind ausreichend groß.

Bald soll es weitergehen.

Ein GPIO Display am Raspberry konfigurieren und andere Sachen

Hier in Kurz einmal meinen Weg, wie ich die Software (Retropie) auf dem RaspberryPi mit dem Raspberry Display eingerichtet habe.

Retropie hier runterladen und auf eine SD Karte “brennen” (z.B. mit Win32 Disk Imager)
http://blog.petrockblock.com/retropie/retropie-downloads/

Eine Manuelle Installation ist auch möglich
http://blog.petrockblock.com/2012/07/22/retropie-setup-an-initialization-script-for-retroarch-on-the-raspberry-pi/

Nach dem ersten Einloggen über SSH dann erst mal

ausführen und das Dateisystem auf die gesamte Speicherkarte ausweiten (Punkt 1). Dies ist besonders dann notwendig, wenn man das Komplettimage runtergeladen und auf die Speicherkarte “gebrannt” hat. Wenn man schon dabei ist, kann man auch gleich die Internationalisierungsoptionen (Punkt 4) auswählen und z.B. das Tastaturlayout (change keyboard layout) einstellen.

Danach dann gleich ein

Hier wählt man im ersten Schritt “UTF-8” aus. Im zweiten Schritt “Guess optimal character set”; im dritten “Terminus” und im vierten und letzten Schritt “6×12 (framebuffer only).”. Diese Einstellung sorgt dafür, dass wir die Konsole im kleinen Display besser lesen können.

Jetzt updaten wir einmal das System mit folgenden Befehlen

Damit sollte Retropie auf dem neusten Stand sein.

Bisher bleibt das über die GPIO Pins angeschlossene Display noch schwarz. Das wollen wir nun ändern.

Es wird ein kleines Skript runtergeladen und dann ausgeführt. Beim Ausführen bekam ich die Meldung, dass kein “FBTFT” gefunden wurde und ob ich das System updaten wolle. Dieses habe ich mit Ja beantwortet.

Nun muss man noch ein bisschen in der Bootconfig von RaspberryPi rumfummeln.

Folgende Zeilen sollen in der config.txt am Ende eingefügt werden.

Jetzt muss SPI noch aktiviert werden.

Hier muss die Zeile mit “blacklist spi-bcm2708” auskommentiert werden (mit # ).

Wenn man nun die Kommandozeile auf dem Display sehen möchte, muss man in cmdline.txt noch etwas anfügen.

Einfach am Ende der langen Zeile noch dies hier anhängen:

Natürlich nicht vergessen, alle Änderungen zu speichern.

Nach einem Reboot ( sudo reboot), sollte die Kommandozeile im Display zu sehen sein. Sobald jedoch EmulationStation (die grafische Oberfläche des Emulators) startet, bleibt das kleine Display schwarz. Hier ist noch ein bisschen Arbeit nötig.

Folgende Befehle nacheinander in der Kommandozeile eingeben:

Nun ist der FrameBufferKopierer installiert. Einfach mal “fbcp&” in die Konsole eingeben. Schon sollte auch der Emulator nun auf dem Display laufen. Leider muss man bei jedem Neustart fbcp& eingeben, was bei einem Gameboy-Clone ohne Tastatur nur schwer möglich ist.

Es wird einfach ein neues keines Skript angelegt mit

Inhalt des Skriptes ist

Nun machen wir das neue Skript nach dem Speichern noch ausführbar mit

und fügen es der Gruppe und dem Besitzer “root” zu

Damit unser kleines Skipt bei jedem Neustart ausgeführt wird, geben wir noch dieses in die Konsole ein

Nun sollte der Emulator auch bei jedem Neustart auf dem kleinen Display zu sehen sein.

Es kann sein, dass die Schrift im Emulator schwer zu lesen ist. Ein wenig Abhilfe könnte dies hier schaffen.

In dieser Datei runterscrollen bis zur “gamelist” Sektion. Dort den Wert von “primaryColor” auf 000000 ändern. Und dann noch die “fontSize” von 0.03 auf 0.05 erhöhen.

Wer jetzt noch seine Buttons konfigurieren möchte, muss sich hier ein bisschen einlesen: https://learn.adafruit.com/retro-gaming-with-raspberry-pi/buttons Vermutlich muss das Programm “retrogame” neu kompliert werden. Das ist aber nicht weiter schlimm und steht im eben genannten Link.

Nun noch die richtigen ROMs auf die Speicherkarte kopieren und schon kann der Spaß losgehen.

Wer nun noch einen kleinen WLAN Stick am Raspberry nutzen möchte, kann dies einfach machen. In “interfaces” müssen nur die richtigen Daten eingetragen werden.

Bei meiner Bluetooth Tastatur hapert es noch ein wenig. Bisher schaffe ich es nicht, dass die Tastatur nach einem Neustart verwendet werden kann. Bisher habe ich folgendes versucht. http://elinux.org/RPi_Bluetooth_keyboard_setup

Den letzten Befehl muss ich immer erst manuell ausführen, damit die Bluetooth Tastatur verunden wird. Eigentlich sollte der vorletzte Befehl genau dieses erübrigen.

Hier noch unsortiert die Links, die ich bei der Einrichtung studiert habe:

http://www.forum-raspberrypi.de/Thread-gameboy-pi-a
http://www.forum-raspberrypi.de/Thread-bitte-um-hilfe-bei-display?page=3
https://github.com/notro/fbtft/wiki/Framebuffer-use#framebuffer-mirroring
https://learn.adafruit.com/running-opengl-based-games-and-emulators-on-adafruit-pitft-displays/adding-controls
http://seite360.de/2013/10/12/retroppie-schritt-fur-schritt-zur-retrogame-emulationstation-mit-dem-raspberry-pi/
https://github.com/watterott/RPi-Display/blob/master/docu/FAQ.md
http://elinux.org/RPiconfig

You SLS – SLS 3D Drucker zum Nachbauen

Wer Lust und Zeit hat, kann sich seinen eigenen SLS 3D Drucker zusammenbauen.  hat angefangen dazu auf Instructables eine Anleitung zu schreiben.

You-SLS

18-year-old German student Lukas Hoppe has therefore spent the last year or so working on an open-source SLS 3D printer, and through a successful Indiegogo campaign, he now has the funds to complete and share his YOU-SLS machine.

Bei IndieGoGo hat Andreas auch eine Kampagne gestartet, um seine Maschine weiter zu verbessern, Einen 3D Drucker können die Unterstützer hierbei nicht erwerben. Es geht hier rein um Unterstützung bei der Entwicklung.

Insgesamt soll der SLS 3D Drucker an Material um die 2200 Euro kosten.

Ordnung ist das halbe Leben und 2/3 davon verschläft man

Basteln macht Spaß. Egal für welches Alter. Leider versursacht basteln auch oft Unordnung. Auch bei meinem 3D Drucker hat sich ein Aufräumstau gebildet. Hier und da wurde mal was geändert. Die Leitungen wurden lieber zu lang als zu kurz gelassen und schon sieht das Ganze recht unübersichtlich aus. Immerhin hatte ich vor kurzem noch das Gehäuse für das Display ausgedruckt. Die stl Datei könnt hier bei dr-henschke.de finden.

Unaufgeräumter Drucker
Unaufgeräumter Drucker

Da der Hauptteil der Technik die nächsten paar Wochen nicht mehr geändert werden soll, habe ich mich nun endlich mal an das Aufräumen gewagt. Vor allem sollte die Technik und der Kabelsalat nicht mehr so frei auf dem Tisch rumfliegen.

Am einfachsten erschien es mir, ein Brett in die untere Sektion einzupassen. Also da hunter dem Heizbett, wo die Aluminiumprofile den 120° Winkel aufspannen. Ich wollte es mal gaz professionell machen und habe mir zuerst eine Schablone aus Pappe (alter Versandkarton) angefertigt.
die erste Schablone hat schon fast gut gepasst

Die erste Schablone war schon mal ganz gut. Die Winkel haben gestimmt. Naja, ist auch nicht so schwer bei einem Gleichschenkeligen Dreieck, dessen größter Winkel 120° ist 😀

die zweite Schablone sollte noch besser passen

Das Ganze muss nun nur noch vorsichtig mit einem scharfen Messer und einem Lineal als Schneidkante ausgeschnitten werden.

vorsichtig die Form mit einem schwarfen Messer und einem Linial als Schneidkante ausschneiden

Die zweite Schablone hat dann genau gepasst. Diese Schablone habe ich dann auf eine 12 mm dicke Spanholzplatte übertragen und mit einer Stichsäge ausgesägt. Ich muss mal das Sägeblatt auswechseln… Dann nur noch die Kanten etwas rund und die Flächen glatt schmirgeln. Das war’s schon. Lackieren oder sonstwie behandeln habe ich mir gespart.

So sieht es beim 3D Drucker jetzt aus.

Aufgeräumter 3D Drucker
Aufgeräumter 3D Drucker

Ganz links im Bild ist der Notaus zu sehen. Im selben Gehäuse ist auch ein FI Schalter untergebracht. Etwas weiter rechts ist das gelbe Gehäuse mit dem Display zu sehen. Das graue Teil darunter ist einfach nur eine ausgedruckte Wand aus ABS. Mittig im Bild sind zwei Lüfter zu sehen, die ebenfalls mit einer gedruckten ABS Halterung am Brett befestigt sind. Die beiden 12 V Lüfter sind in Reihe an 24 V angeschossen und kühlen die RAPS128 Treiber und auch die darüber liegende Stahlplatte. Diese wird bei langen Drucken mit hoher Heizbetttemperatur (>100°C) auch warm. Warmes Metall dehnt sich aus. Das kann dann zur Folge haben, dass sich die Platte seitlich nicht mehr weiter ausdehnen kann und dann (für gewöhnlich) nach oben wegwölbt. Das sind dann zwar nur 1 bis 2 mm. Aber den laufenden Druck kann man dann trotzdem vergessen. Ganz rechts sind dann die Schalter für die Mikroschritte zu sehen.

Ein paar Leitungen sind immer noch zu lang. Dennoch bin ich schon mal zufrieden.

Microsteps – Mikroschritte einstellen am RADDS

Bei dem RADDS in den Versionen bis 1.1 gab es keine Schalter oder Jumper, wie beim RAMPS. Ab Version 1.2 befinden sich Microschalter auf der Unterseite des RADDS. Zum Einstellen der Mikroschritte muss also jedes Mal das RADDS vom Arduino DUE getrennt werden. Für mich war und ist das eine unbefriedigende Lösung. Auf dem RADDS selber ist an keiner anderen Stelle Platz. Also habe ich mir überlegt, die Schalter nach aussen zu führen.

Ich habe hier die RADDS Version 1.1. Dort sind eh keine Schalter eingebaut.

Einstellen der Mikroschritte beim RADDS 1.1
Einstellen der Mikroschritte beim RADDS 1.1 Bildquelle: User Guide RADDS 1.01 max3dshop.org

Als erstes trennt man die Leiterbahnen für MS1, MS2 und MS3 auf. Standardmäßig sind diese Leitungen auf 3,3 V gelegt, was für gewöhnlich bedeutet, dass die Schrittmotortreiber mit höchster Mikroschrittzahl laufen sollen. Nach dem Auftrennen wird ein ausreichend langes (dünnes) Kabel an MS1, MS2 und MS3 gelötet. Für jede Achse (X, Y, Z) und jeden Extruder, den man einstellen möchte, einzeln. Ich habe X, Y, Z, E1 und E2 mit Leitern von einem Flachbandkabel versehen. Das sind schon mal 15 Kabel. Hinzu kommen noch einmal eine Leitung für 3,3 V und eine für Ground. Ground ist zwar nicht unbedingt notwendig, aber die eine Leitung mehr oder weniger macht auch nicht viel mehr Mühe. Ausserdem ist es sicherer, wenn MS auf 3,3 V oder Ground gelegt ist. Bei einem offen gelassenen Ende und gerade bei längeren Leitungen können Fremdsignale in die Leitung einstreuen. Keiner möchte, dass ein Drucker mitten im Druck mal kurzzeitig von 32 Mikroschritten auf 128 Mikroschritte umschaltet. Das wäre dann so, als würden Schrittverluste auftreten.

Flachbandkabel an der RADDS Unterseite
Flachbandkabel an der RADDS Unterseite

Die 3,3 V und den Ground habe ich mir auf der Unterseite von den Pins der Endschalter geholt.

Auf der anderen Seite des Flachbandkabels habe ich kleine günstige Umschalter (3 Kontakte) angelötet. Die Leitung von MS1, MS2 und MS3 kommen jeweils bei einem Schalter an den mittleren Kontakt. Die 3,3V kommen an den oberen Kotakt und Ground an den unteren Kontakt. Wenn man sich bei allen Schaltern an dieses Konzept hält, bedeutet die Schaterstellung oben = heigh und Schalterstellung unten = low.

 

Schalter zum Einstellen der Mikroschritte
Schalter zum Einstellen der Mikroschritte
Schalter zum Einstellen der Mikroschritte
Schalter zum Einstellen der Mikroschritte

Die drei Schater zum Einstellen des zweiten Extroders sind hier noch nicht zu sehen. Vorsorglich habe ich die Leitungen schon mal mit nach Außen geführt. Bisher gibt es keine Probleme mit den Schaltern und dem Drucker. Diese Modifikation ist natürlich nur etwas für Leute, die oft an ihrem Drucker experimentieren und die Anzahl der Mikroschritte oft ändern.

Die lieben Endstopps und deren Spannungsversorgung

Anfangs waren bei meinem Drucker Endstopps mit Hall-Sensor verbaut. Diese Hall-Sensoren messen das Magnetfeld. Wenn nun also ein kleiner Magnet an diesen Hal Sensor kommt, wird dies vom System erkannt. Die verbauten Hall-Sensoren arbeiteten mit 5 V und gaben ein 5 V Signal aus. Soweit gut. Die 5 V waren bei meinem alten System auch vorhanden. Nur seit der Umstellung vom Arduino Mega auf den Arduino DUE wurde es komplizierter. Der DUE arbeitet nur noch mit Signal-Eingangsspannungen bis 3,3 V. Am einfachsten und billigesten war es nun erst einmal, die Hall-Sensoren duch mechanische Endschalter auszutauschen. Diese benötigen keine Versorgungsspannung und schalten einfach nur.

Nur wie festmachen? Die Hall-Sensoren, da diese berührungslos arbeiten, waren ausreichend mit einfachem doppelseitigen Klebeband befestigt. Bei den mechanischen Endschalter reicht die Klebefläche auf dem abgerundeten Aluprofil nicht aus. Nun bitte nicht über meine Lösung lachen. Ich habe eine alte EC Karte genommen und diese mit Nutenstein und Schraube am Profil befestigt. Die nun ebene und große Auflagefläche war ausreichend zum Ankleben der mechanischen Endschalter. Die Höhe der Endschalter konnte man nun über das Lösen der Schrauben bewerkstelligen.

Unten ist der mechanische Endschalter zu sehen. Oben der Endschalter mit Hall-Sensor.
Unten ist der mechanische Endschalter zu sehen. Oben der Endschalter mit Hall-Sensor.

Wirklich bequem war das nicht. Immer Schrauben lösen und wieder anziehen. Beim Anziehen der Schrauben hat sich die Höhe dann auch oft verstellt. Ich habe mir dann einen Halter ausgedruckt, den ich an das Profil klammern kann. Dieser sitzt auch ohne Kleber und Schrauben stramm am Aluprofil, lässt sich aber immer noch per Hand auf und ab schieben.

Unten ist mein zweiter Versuch einer Befestigung für meine mechanischen Endschalter zu sehen.
Unten ist mein zweiter Versuch einer Befestigung für meine mechanischen Endschalter zu sehen.

Der Weisheit letzter Schluss war dies jedoch auch nicht. Der Schlitten, bei dem die Endschalter auslösen sollen, hat eine hohe Geschwindigkeit und entsprechend groß ist auch die Aufprallkraft auf den mechanischen Endschalter. Dieser bewegte sich dann immer ein kleines bisschen, was die Kalibrierung des 3D Drucker sehr schwer machte.

Ich hatte mich dann nach einer fertigen Lösung umgeschaut, die mit 3,3 V arbeitet. Der Angelo hat in seinem Shop eben solche. Das Ausgangssignal ist 3,3 V. Nur leider brauchen diese Hall-Sensoren eine Eingangsspannung von 5 V.

Schaltplan für die Endschalter am RADDS
Schaltplan für die Endschalter am RADDS

Wie man nun aber auf dem Schaltplan für das RADDS sehen kann, gibt der Anschluss für die Endschalter nur 3,3 V aus. Glücklicher Weise hat AUX1 ganz in der Nähe 5 V. Dort habe ich mir dann die 5 V Versorgungsspannung für die Hall-Endschalter abgeholt. Da ich bequem bin und die Anschlussstecker für die Endschalter nicht ändern wollte, habe ich eine kleine Steckerleiste angepasst.

5V Leiste
5V Leiste

Diese kleine 5 V Leiste ist von unten isoliert. Ich habe die Leiste dann an die Stelle geklemmt, wo normalerweise die Stifte für die 3,3 V Versorgunsspannung sind und die Stecker dort einfach aufgesteckt.

Aufgesteckte Endschalter
Aufgesteckte Endschalter

Nun konnte ich den 3D Drucker wieder gut kalibrieren und ich muss bei den ersten Druckschichten nicht mehr danaben sitzen und per Hand ausgleichen.

Kleiner Schrittmotortreibertest – laute und leise Motoren – Eine Oddysee

Mittlerweile habe ich nun schon ein paar Schrittmotortreiber, auch Stepsticks oder Stepper Driver genannte, ausprobiert. Zuerst hatte ich die Pololu A4988 in meinen 3D Drucker. Einer davon hatte sich schon nach relativ kurzer Zeit verabschiedet. Thermische Probleme schätze ich mal. Ich habe mich dann nach robusteren Alternativen umgeschaut. Dabei sind mit dann die DRV8825 ins Auge gefallen. Wichtig war mir, dass die Treiber kompatibel zu den vorherigen sind, damit ich nicht erst noch etwas umlöten muss. Damals war ich noch ganz neu im Thema 3D Druck und deren Technik und ich hätte mir nicht zugetraut, größere Umbauarbeiten vorzunehmen. Die DRV8825 können ein bisschen mehr Strom liefern. 1 Ampere zu 1,5 Ampere Dauerstrom. Satte 50% mehr. Beim Spitzenstrom liegen beide mit 2 A zu 2,2 A schon wieder dichter zusammen. Aber es kommt eben nicht nur auf die maximalen Spitzen an. Die DRV8825 haben auch noch dne Vorteil, dass sie bis zu 32 Microsteps (je Vollschritt) steuern können. Allerdings hatte ich das nie genutzt. Ich bin bei den 16 Microsteps, die auch beim A4988 möglich waren, geblieben.

Dann kamen im Herbst 2014 die “Silencioso”. Bis zu 128 Microsteps waren mit diesem Treiber möglich. Je mehr Microsteps, desto genauer kann der Drucker arbeiten. Theoretisch jedenfalls. Mal davon abgesehen, dass die Mechanik der Hobby- und Semiprofessionellen 3D Drucker keine Auflösungen im einstelligen Micromillimeterbereich zulassen, gibt es auch noch Fallstricke bei den Treibern, wie sie die Microsteps umsetzen. Um diese “Unzulänglichkeiten” zu zeigen, hat der User Willy aus dem RepRap Forum einen Schrittmotor-Tester gebaut.

Hier ein schönes Video von Willy aus dem RepRap-Forum.


Kurz gesagt: Microstep ist nicht gleich Microstep.

Über das RepRap Forum bin ich auf Angelo mit seinen Silencioso gestoßen. Nicht gerade günstig diese Treiber, aber versprochen wird, bzw wurde viel. Der anfängliche Preis von ca. 40 Euro je Treiber war dann doch auch erst mal abschreckend. Die DRV8825 kosten immerhin unter 10 Euro je Stück. Als der Preis dann auf 25 Euro gesenkt wurde, habe ich mir die Silencioso auch mal bestellt. 3 Stück brauche ich für meinen Delta-Drucker. Das ist auch schon mal eine Menge Geld. Die Silencioso werden nicht wie meine vorherigen Treiber auf mein RAMPS gesteckt. Ein kleines bisschen Bastelarbeit war nötig. Aber das war nicht weiter schlimm. Doof war nur, dass mal gleich zwei von drei Treibern defekt waren. Zum Glück war es “nur”, dass die Treiber nicht stromlos geschaltet werden konnten. D.h. auch wenn die Motoren abgeschaltet sein sollten, konnte man die Achsen an den defekten Treibern nicht bewegen. Aber man konnte immerhin drucken. Kurz darauf habe ich noch mal zwei neue Silencioso bestellt. Und schon wieder ein Treiber von zwei defekt. Diesmal hat der eine defekte Treiber gar nicht funktioniert. 5 gekaufte Treiber und 2 funktionieren. Na super. Da war meine Freude groß.

In dieser Zeit hatte ich mit dann auch einen Arduino DUE und ein RADDS gekauft. Mein zuvor verwendeter Arduino Mega war zu langsam. Bei 64 Microsteps konnte ich nur noch sehr langsam drucken. Selbst bei 32 Microschritten durfte ich nicht zu schnell drucken. Viele fragen sich nun bestimmt, warum schon bei 32 Microschritten Geschwindigkeitsprobleme auftraten. Das liegt daran, dass ich 0,9° statt der üblichen 1,8° Schrittmotoren habe. Der Arduino muss also schon mal von Grund auf doppelt so viele Schritte bei 0,9° berechnen. Auch bei dem RADDS hat mich mein Unglück übrigens nicht verlassen, denn auch dieses war defekt. Nach langem Hin und Her, auch in einer Telefonkonferent mit Marcus Littwin, dem Entwickler hinter Repetier,  stellte sich heraus, dass das EEPROM auf dem RADDS defekt ist. Mit dem Ersatz-DUE von Angelo lief es dann erst mal wieder einigermaßen. Nach dieser Odyssee hat mich die Motivation verlassen und ich habe erst mal alles Rund ums Thema 3D Druck liegen gelassen. Zumal die Geldreserven auch zuneige gingen.

Warum habe ich die defekten Silencioso nicht reklamiert? Ja, manchmal frage ich mich das auch. Hätte ich diese Treiber in einem mir anonymen Shop gekauft, hätte ich sie auf jeden Fall reklamiert. In diesem Fall hatte ich sie bei Angelo gekauft. Er hat mir bei allgemeinen 3D Druck Sachen und auch versucht bei meinen speziellen Problemen mit den Treibern  und dem Arduino DUE zu helfen. So habe ich das Geld als Entwicklungshilfe für die RepRap Community abgeschrieben. Auch Repetier hat eine kleine Spende bekommen, da er mir ermöglicht hat, die Firmware so zu ändern, dass ich mit dem defekten Arduino DUE drucken konnte.

Was Moralisches:
Open Source bedeutet eben nicht, dass alles kostenlos ist. Es gibt viele Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit Open Source Produkten verdienen (müssen). Auch Menschen, die nichts mit ihrer Arbeit für die Open Souce Community verdienen wollen, sollte man dann auf eine andere Weise würdigen. Diese Menschen, ob nun mit oder ohne kommerzielle Interessen, investieren viel Zeit in ihre Projekte, damit die breite Masse ein auf sie anpassbares Produkt bekommen. Also bitte nicht einfach immer nur die “kostenlosen” Dinge abgreifen und dann auch noch beschweren. Statt mit Geld kann man natürlich auch mit Beteiligung helfen. Man kann testen, so wie ich es hier mache, oder man hilft bei der Entwicklung.
So, Moral Ende.

Also die Silencioso sind leise und die Druckergebnisse sind auch gut, wenn die Treiber funktionieren. Bei einem der funktionierenden Treiber stellte sich noch ein anderes Problem heraus. Wie ich schon schrieb, werden die Silecioso nicht auf das RAMPS oder RADDS gesteckt, sondern hinten mit einem Gehäuse an die Schrittmotoren geschraubt. Eigentlich keine schlechte Idee. Bei meinem nur ungünstig, da ich dann nur noch schwer an die Stelpoti für Strom und Decay komme. Auch die Schalter zum Einstellen der Mikoschritte sind nur schwer erreichbar. Aber weiter zum Problem. Die Platine mit dem Treiber wird in ein lackiertes Metallgehäuse gelegt. Bei einigen Treibern passt die Platine allerdings nur sehr stramm in das Gehäuse. An einer Stelle hat die Platine an der Seite einen Messpunkt (für Vref, Motorstrom). Dieser Messpunkt kann sich mit der Zeit duch Vibration der Schrittmotoren duch den Lack schleifen und eine Verbindung kommt zustande. Über das Gehäuse und den Schrauben wird dann weiter eine Verbindung zum Gehäuse der Schrittmotoren hergestellt. Diese wiederum sind mit dem Metallrahmen des Druckers verbunden und der Metallrahmen liegt auf Masse. Der Messpunkt hat eine positive Spannung, so dass nun eine Menge Strom abfließt und der Treiber dann heiß wird und sich abschaltet. Meine Notlösung war nun erst einmal, dass ich die Treiber nicht mehr an die Schrittmotoren geschraube habe. Das hat funktioniert. Sieht aber mehr als bescheiden aus. 😉

Während dieser ganzen Umbauarbeiten habe ich immer wieder mal ein Ton-Video aufgenommen, damit man mal den Lautstärkeunterschied zwischen den Treibern hören kann. Zuerst der Arduino Mega mit den DRV8825, dann Arduino Mega mit den Silencioso mit verschiedenen Mikroschritten und zu Guter letzt der Arduino DUE mit dem RADDS plus Silencioso.

Das Video habe ich bei Youtube hochgeladen und ihr könnt es euch auch hier anschauen.

 

Eigentlich wollte ich nur einmal kurz das Video hier vorstellen, aber dann ist der Text doch ein bisschen länger geworden als erwartet.