Ein Lob an DHL

Mit meinen Weihnachtsgeschenken war ich teilweise etwas spät dran. Am 23.12.2014 nachmittags habe ich dann noch ein Paket zur Post gebracht. Das Paket sollte von Nordholz nach Fehmarn reisen. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass es frühestens am 27.12.2014 beim Empfänger ankommt. Aber es war schon am 24.12. vormittags da!

krone

Man soll ja nicht immer nur meckern, sondern auch mal was Positives schreiben.

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Bremsstellschraube M10

Gestern ist meine Stellschraube für eine Bremse abhanden gekommen. Vermutlich war sie schon zu weit rausgedreht und hat sich dann durch Vibration ganz gelöst. So auf die Schnelle bekommt man kein neue Stellschraube und ohne lässt wird nicht genügend Druck auf die Bremse aufgebaut.

Was also tun. Eine neue habe ich bestellt. Die kommt aber erst in den nächsten Tagen. Ich habe mir eine Stellschraube erstellt und dann in Nylon ausgedruckt.

Adjustment Screw

Wie man auf dem Bild sehen kann, hat es funktioniert 🙂

Die CAD Daten für eine M10 Stellschraube habe ich bei ShapeDo hochgeladen.
http://community.shapedo.com/guin/brake_adjustment_screw

Ein Licht, sie alle zu finden

Auch wenn die Tage mittlerweile wieder länger werden, sind sie immer noch sehr kurz. Mein Hundeblinklicht-Projekt schreitet voran. Der momentane Prototyp ist schon recht gut. Mit Ein-Aus-Schalter und einem Taster zum Umschalten der beiden Modi – Blinken und Dauerlicht.

Beim Blinken blinken die LEDs sehr hell. Das stört und blendet etwas, wenn der Hund an der Leine ist und ganz dicht neben einem läuft. Dafür ist der Dauerlicht-Modus. Hier leutet nur eine LED schwach.

Gehäuse für das Hundeblinklicht
Gehäuse für das Hundeblinklicht
Blinklicht in Aktion
Blinklicht in Aktion

So ganz bin ich mit dem Gehäuse nicht zufrieden. Es ist nun im Gegensatz zur Vorgängerversion 10 mm länger und 1 mm breiter geworden. Dafür ist es nun mit 13 mm recht flach geworden, aber ich habe noch kein gutes Konzept, wie ich das Licht sicher am Geschirr der Hunde befestigen kann. Auch die beiden seitlichen Arme werde ich noch einmal umkonstruieren. Den fertigen 6 mm außendurchmessenden Schlauch werde ich durch einen gedruckten Nylonschlauch ersetzen. So mein Plan jedenfalls. Ich habe noch nicht versucht, einen langen schmalen Schlauch zu drucken.

Im Innern des Schlauches soll eine LED leuchten und so den ganzen Schlauch erleuchten. Wenn es so läuft, wie ich es mir denke… Dann sitzen weiterhin an den Enden noch jeweils eine LED, so dass ich dann auf insgesamt 5 statt 3 externe LEDs komme.

Die CAD-Daten und den Arduino-Sketch zur aktuellen Version könnt ihr hier bekommen.
http://community.shapedo.com/guin/flashlight_for_my_dogs

Ein Hunde-Blinklicht, um sie alle zu sehen

Mittlerweile bin ich beim dritten Prototypen. Der zweite Prototyp war schon recht gut. Nur war dieser auf die Schnelle zusammengelötet.

flashlights_for_dogs_003

 

This is how my flashlight could look linke on the back of a dog

Momentan arbeite ich daran, das Gehäuse flacher und dichter zu bekommen. Irgendwie muss ein Taster und ein Schalter möglichst wasserdicht untergebracht werden. Den Taster kann man durch den Gehäusedeckel hindurch drücken. Das wäre also schon einmal erledigt, aber der Schalter bereitet mir noch ein wenig Kopfzerbrechen.

Blinklicht für Hunde

Es ist dunkel. Wenn man nicht vor 16 Uhr mit den Hunden draußen war, muss man selber für Licht sorgen. Unsere Hunde haben ein kleines Licht an ihrem Geschirr hängen. Nur wird dieses Licht durch das lange Fell überdeckt und das Licht ist auch nicht von allen Seiten sichtbar.  Wäre schön, wenn man das ändern könnte, damit die Hunde von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen werden können.

Ich habe hier noch einige LED rumliegen, auch ein paar Arduino-Klone habe ich noch auf Lager. Also schnell ein kleines Gehäuse ausgedruckt und die Elektrik reingequetscht. Als Spannungsquelle nutze ich einen kleinen 300 mAh Lithuim-Akku. Bei meiner gegenwärtigen Konfiguration hält dieser 3 Stunden durch. Das ist ausreichend für einen Spaziergang. Die Spannung des Akkus (3.6V -4.2V) wird durch einen Pololu 5V Step-Up Schaltregler (U1V11F5) auf 5V gebracht. Damit funktioniert der Bladuino, der eine Betriebsspannung von 5V bis 12V hat.

An die PWM Ausgänge (Pin 3, 5, 6, 9, 10 und 11) habe ich jeweils eine LED angeschlossen. Diese lassen sich nun bequem mit digitalWrite(LED, VALUE); in der Helligkeit regeln.  Dies ist auch wichtig, da die Ausgänge mit 5 V laufen. Die LED haben eine Betriebsspannung von ca 2,6V. Da ich die LED ohne Vorwiderstand eingelötet habe, fließt bei maximaler Helligkeit ein zu hoher Strom, der die Lebensdauer der LED herabsetzt.

 

Geschlossener Blinker
Geöffneter Blinker ohne Akku.

In dem Video habe ich einen größeren Akku angeschlossen, da der kleine nach 3 Stunden Dauertest erst mal wieder aufgeladen werden musste.

Hier das Programm, was ich zur Zeit nutze.

/*
hundeblink
@autor: Marcus Guin Kluetmann

Für die Funktion des Buttons wurde das „Debounce“ Beispiel

http://www.arduino.cc/en/Tutorial/Debounce
created 21 November 2006
by David A. Mellis
modified 30 Aug 2011
by Limor Fried
modified 28 Dec 2012
by Mike Walters

genutzt und angepasst.

*/
int PWM1 = 3; // PWM LED
int PWM2 = 5; // PWM LED
int PWM3 = 6; // PWM LED
int PWM4 = 9; // PWM LED
int PWM5 = 10;// PWM LED
int PWM6 = 11;// PWM LED
int LED1 = 4;
int LED2 = 7;
int LED3 = 12;
int LED4 = 13;
long flash;
long blinki = 4000; // Flash-Intervall
int hell = 250; // Maximalhelligkeit der PWM LED
int dunkel = 2; // Minimalhelligkeit der PWM LED
int mittel = 10;// Mittlere Helligkeit nach dem Blitz für PWM LED
int buttonPin = 2;
int buttonState; // the current reading from the input pin
int lastButtonState = LOW; // the previous reading from the input pin
long lastDebounceTime = 0; // the last time the output pin was toggled
long debounceDelay = 50; // the debounce time; increase if the output flickers
int ledState = LOW;

// the setup function runs once when you press reset or power the board
void setup() {
pinMode(buttonPin, INPUT_PULLUP); // interner PullUp Widerstand wird genutzt.
pinMode(PWM1, OUTPUT);
pinMode(PWM2, OUTPUT);
pinMode(PWM3, OUTPUT);
pinMode(PWM4, OUTPUT);
pinMode(PWM5, OUTPUT);
pinMode(PWM6, OUTPUT);
pinMode(LED1, OUTPUT);
pinMode(LED2, OUTPUT);
pinMode(LED3, OUTPUT);
pinMode(LED4, OUTPUT);
flash = millis();
}

// the loop function runs over and over again forever
void loop() {
// read the state of the switch into a local variable:
int reading = digitalRead(buttonPin);

// check to see if you just pressed the button
// (i.e. the input went from LOW to HIGH), and you’ve waited
// long enough since the last press to ignore any noise:

// If the switch changed, due to noise or pressing:
if (reading != lastButtonState) {
// reset the debouncing timer
lastDebounceTime = millis();
}

if ((millis() – lastDebounceTime) > debounceDelay) {
// whatever the reading is at, it’s been there for longer
// than the debounce delay, so take it as the actual current state:

// if the button state has changed:
if (reading != buttonState) {
buttonState = reading;

// only toggle the LED if the new button state is HIGH
if (buttonState == HIGH) {
ledState = !ledState;
off(); // beim Statuswechsel werden alle LEDs ausgeschaltet.
}
}
}

// set the LED-Mode
if (ledState) normalBlink();
else licht();
// save the reading. Next time through the loop,
// it’ll be the lastButtonState:
lastButtonState = reading;
}

void off(){
// Vor dem Umschalten von Blinken auf Dauerlicht sollen alle LED dunkel sein.
digitalWrite(LED1, LOW);
digitalWrite(LED2, LOW);
digitalWrite(LED3, LOW);
digitalWrite(LED4, LOW);
digitalWrite(PWM1, LOW);
digitalWrite(PWM2, LOW);
digitalWrite(PWM3, LOW);
digitalWrite(PWM4, LOW);
digitalWrite(PWM5, LOW);
digitalWrite(PWM6, LOW);
}

void licht(){
// Die 4 nicht PWM LEDs werden eingeschaltet.
digitalWrite(LED1, HIGH);
digitalWrite(LED2, HIGH);
digitalWrite(LED3, HIGH);
digitalWrite(LED4, HIGH);

}

void normalBlink(){
if(millis()-flash>blinki){
if(millis()-flash>(blinki+10)) flash = millis(); // Nach 10 Millisekunden soll der Blitz wieder ausgehen
analogWrite(PWM1, hell);
analogWrite(PWM2, hell);
analogWrite(PWM3, hell);
analogWrite(PWM4, hell);
analogWrite(PWM5, hell);
analogWrite(PWM6, hell);
}else if(millis()-flash>(blinki/4)){
// Nach dem Blitz leuchten die PWM LEDs etwas heller,
// danach werden sie auf ein Minumum abgedunkelt.
analogWrite(PWM1, dunkel);
analogWrite(PWM2, dunkel);
analogWrite(PWM3, dunkel);
analogWrite(PWM4, dunkel);
analogWrite(PWM5, dunkel);
analogWrite(PWM6, dunkel);
}else {
analogWrite(PWM1, mittel);
analogWrite(PWM2, mittel);
analogWrite(PWM3, mittel);
analogWrite(PWM4, mittel);
analogWrite(PWM5, mittel);
analogWrite(PWM6, mittel);
}
}

Den Taster zum Umschalten von Blink- auf Dauerlicht habe ich nicht dauerhaft angeschlossen.

Als nächstes muss ich ein stabiles Gehäuse für den Ausseineinsatz ausdrucken.

1. Advent 2014

Es ist schon wieder so weit. Weihnachten steht vor der Tür. Heute ist schon der erste Advent.

Bei uns am Rathaus wurde auch schon fleißig gewerkelt. Es wurde eine Krippenspiel aufgestellt und ein großer Weihnachtsbaum, der nun auch gemschuckt ist und schön leuchtet.

Krippenspiel vor dem Nordholzer Rathaus
Weihnachtsbaum vor dem Nordholzer Rathaus

Immer wenn ich dieses Bild vor dem Rathaus sehe, weiß ich, dass bald Weihnachten ist. Irgendwie kommt man als Erwachsener leicht in die Verlegenheit, Weihnachten auch mal zu übergehen. Als Kind war das anders. Da habe ich mich immer riesig gefreut, wenn an den Laternen die Sternschnuppen angebaut wurden. Ich konnte es dann kaum erwarten. Heute freue ich mich auch auf Weihnachten. Aber anders. Viel geplant ist nicht. Die zwei Geschenke, die ich verschenken möchte, sind auch schon vorbereitet. Also kein Stress mehr für mich.

Ich wünsche Allen einen schönen ersten Advent.

OnePlus One und Samsung Wave

Im Sommer 2010 habe ich mein Samsung Wave bekommen. Das war zu dem Zeitpunkt mein drittes Handy. Zuerst war es ein Nokia 3210, dann ein Motorola Razor. Nun Ende 2014 habe ich mein viertes Handy bekommen. Diesmal kann man es auch Smart Phone nennen. Auch wenn das Samsung Wave ein Smart Phone ist, so ist dieses Gerät nicht leistungsfähig genug, um im großen Stil für multimediale Inhalte genutzt zu werden. Auch der Bildschirm ist für heutige Verhältnisse sehr klein und das Betriebssystem Bada 2 lässt sich nicht sehr komfortabel bedienen.

Nun ist das OnePlus One bei mir. Bis jetzt kann man dieses Gerät nur mit einer Einladung bestellen. Anfangs musste man noch an Gewinnspielen teilnehmen, um eine solche Einladung gewinnen zu können. Mittlerweile hat sich die Situation etwas entschärft und man kann sich für eine Einladung ohne Gewinnspiel eintragen.

Verschickt wurde das One aus den UK. Es gibt auch ein Lager in Deutschland, dieses war aber wohl leer. So kamen zu den 299 Euro noch einmal knapp 20 Euro Versandkosten hinzu. Aus Deutschland heraus hätten die Versandkosten knapp 5 Euro betragen. Das ist schon ein großer Unterschied und ich war am überlegen, ob ich auf ein One aus Deutschen Lagern warten soll. Leider ist eine Einladung nach Aktivierung nur 24 Stunden gültig und ich konnte nur entscheiden, ob ich nun 20 Euro für den Versand zahle oder wieder auf unbestimmte Zeit warte. Ich habe mich dann für die 20 Euro entschieden. Normaler Versand. Der Expressversand kostet knapp 25 Euro. Lohnt sich meiner Meinung nach nicht so richtig. Ob der Versand nun 1 bis 2 Tage oder 3 bis 4 Tage dauert, ist mit persönlich in dem Fall nicht so wichtig. Freitag Abend bestellt. Samstag wurde der Auftrag bearbeitet. Montag wurde es zum Flughaven transportiert. Dienstag ist das One nach Deutschland geflogen und am Mittwoch war es bei mir. Von Außen sah das Paket nicht besonders toll aus. Es war halt eine Plastikversandtasche. Innen befand sich ein kleiner brauner Karton. Auch noch nicht so spannend. Erst in diesem Karton war der OnePlus One Karton. Ein weißer Karton mit einer roten Kante. Sieht schon recht edel aus. Im Innern dieses Kartons war dann das One mit einem USB Kabel und einem Öffnungstool für den SIM Slot. Jeweils eine Adapterschublade für Micro als auch Nano SIM sind enthalten.

Samsung Wwave – OnePlus One

Zu den technischen Daten schreibe ich nichts weiter. Diese kann man auf der Webseite des Herstellers nachlesen.

Als Telefon ist das Wave super. Es passt gut in die Hand. Ich kann es fast in meiner Hand verstecken. Es ist sehr stabil und seit dem ich Bada 2 auf dem Telefon installiert habe, ist die Lautstärke des Telefons um längen besser geworden. Das One ist deutlich größer. Ich kann es immer noch mit meiner Hand halten, aber ich kann es nicht mehr in dieser verstecken. Auf der Frontseite befindet sich kein Logo auf dem One. Normalerweise prangt dort an irgend einer Stelle das Logo oder der Schriftzug des Herstellers oder Providers.

Samsung Wave – OnePlus One

Das Wave hat ein Metallgehäuse, das sich gut und sehr solide in der Hand anfühlt. Das One hat eine texturierte Rückseite. Matt bis rau. Auf jeden Fall kann man es so gut halten. Auf der Rückseite ist dann auch dezent ein Logo vom Hersteller des Ones zu sehen.

Samsung Wave – OnePlus One

Das One ist ein paar Millimeter dünner als mein altes Wave.

Als Betriebssystem läuft ein angepasstes Cyanogen (Version 11). Im Gegensatz zum Wave bin ich beeindruckt, was man alles einstellen und installieren kann. Als erstes habe ich meine Podcast-Abos auf dem One eingerichtet. Telefoniert habe ich  noch nicht damit. Es fehlt mir noch die MicroSIM. Die kommt in den nächsten Tagen. Aber bis auf die Telefonfunktionen lässt sich alles nutzen.

Erster praktischer Nutzen für meinen Lasergravierer

Um einen Einband zu beschriften kann man direkt draufschreiben. Da ich aber keine besonders schöne Schrift habe, muss eine andere Lösung gefunden werden.

Aufgeklebte Buchstaben

 

Mit meinem neuen Lasergravierer habe ich mir Buchstaben aus Karton ausgeschnitten und auf den Einband geklebt. Das Ergebnis ist annehmbar, aber auch nicht so ideal. Die oben verwendete Schriftart ist Impact.

Nun habe ich mir eine Schablone mit dem Laser ausgeschnitten und diese dann mit einem Schwamm mit weißer Farbe betupft.

Bedruckter Einband

Das Ergebnis ist schon sehr ordentlich geworden. Die verwendete Schriftwart ist Goth Stencil.

Lasergravierer

Vor ein paar Monaten wurde die Kickstarterkampagne MicroSlice erfolgreich beendet. Im Juni 2014 kam dann mein Paket mit den Acrylteilen und dem Rest bei mir an. Lange lag das Paket rum. Endlich hatte ich nun Zeit, das Gerät aufzubauen und zu testen.

Der Aufbau war teilweise etwas schwierig, da ich nicht immer wusste, wo welches Teil hingehörte. So kam es auch leider, dass ich gleich am Anfang den Schlitten, der den Laser von Rechts nach Links fährt, falsch zusammengeklebt habe. Durch den falschen Zusammenbau wurden die Endschalter nicht mehr betätigt. Als Übergangslösung habe ich eine Karte passend zurecht geschnitten (blau im Hintergrund zu sehen) und an den Schlitten geklemmt. Sobald mein 3D Drucker wieder voll funktionsfähig ist, werde ich da einen besseren Ersatz ausdrucken.

MicroSlicer in Betrieb

 

Mit dem MicroSlice kann man verschiedene Materialen wie Kork und Papier beschriften. Ganz weißes Material lässt sich nicht beschriften, da die Energie großteils reflektiert wird und somit nicht genug Hitze zum Einbrennen entsteht. Karton und Pappe lässt sich auch schneiden.

Lasergeschnittene Buchstaben

Für meine Bachelorarbeit habe ich den Titel aus schwarzem Papier herausgelasert und auf den Einband gelegt. Sieht gar nicht so schlecht aus. Wenn der MicroSlice groß genug gewesen wäre, hätte ich den Einband direkt beschriftet. Da der MicroSclice aber auf ca 10 cm x 10 cm beschränkt ist, musste es so gehen.

Wie ist der Ablauf einer Bachelorarbeit

Noch einmal etwas nicht technisches 😉

Ich habe an der Fachhochschule Lübeck Medieninformatik studiert. Von Hochschue zu Hochschule kann die Vorgehensweise anders sein. Selbst zwischen den Fachbereichen und den Prüfern kann es Unterschiede geben.

Über gewisse Probleme habe ich bereits geschrieben.

Mein Thema habe ich auf einer der FH Seiten gefunden: http://cosa.fh-luebeck.de/de/groups/hci. Prof. Dr. Janneck ist als Projektkoordinateurin beim EngAGE Projekt tätig. Sie habe ich dann auch per Email angeschrieben, ob ich das Thema „Facebook@Work“ bearbeiten darf. Wir haben uns dann für ein Skype Telefonat verabredet. In diesem Gespräch hat Frau Janneck noch etwas mehr über das Thema erzählt. Wir haben dann vereinbart, dass ich das Thema bearbeite.

Der nächste Schritt war dann erst einmal, dass ich einen groben Zeitplan für den Ablauf meiner Arbeit erstellt habe. Nach diesem Zeitplan wäre meine Arbeit im August abgeschlossen gewesen. Tatsächlich war ich erst im Oktober fertig. Zwei Monate Verspätung. Statt Anfang Juni habe ich die Arbeit erst Ende Juli beim Prüfungsamt angemeldet. Der Grund war, dass es für mich schwierig war, passende Literatur zu finden. Wichtig ist auch, dass man vom Sekretariat feststellen lassen muss, ob man für die Bachelorarbeit zugelassen ist. Dies hätte ich viel früher machen müssen. Da ich gerade in der Klausurzeit angefragt habe und zusätzlich die zuständige Person krank war, hat sich meine Anfrage um ca 3 Wochen verzögert. Letztendlich wurde festgestellt, dass ich zugelassen bin. Ich musste dann mitteilen, wer mein Erstprüfer sein soll. Das Sekretariat hat Frau Janneck angeschrieben und mitgeteilt, dass ich zugelassen bin und nach dem Thema sowie dem offiziellen Ausgabedatum gefragt. Nachdem Frau Janneck und ich uns über das Ausgabedatum einig waren, hat sie dieses dem Sektretariat mitgeteilt.

Ein paar Tage später gab es Post von der Fachhochschule. Dort wurde mir offiziell das Thema, das Ausgabe- und das Enddatum mitgeteilt. Enthalten waren, das Thema (als Deckblatt für die Arbeit nutzbar), die Aufgabenstellung, Erklärung zur Bachelorarbeit. Diese drei Dokumente waren in dreifacher Ausführung, einmal Original und zwei Kopien, vorhanden. Ich musste eine Bestätigung per Post zurück schicken.

Nun heißt es lesen…

lesen…

und immer wieder mal Notizen machen…

Mit der Recherche hatte ich große Probleme. Ich habe Bücher gelesen, die ich dann letztendlich gar nicht genutzt habe. So ist Zeit verloren gegangen. Zusätzlich ermüdet es sehr, wenn man schwierige Literatur liest, die nicht weiterhilft.

Jetzt wird es auch Zeit, sich ein Inhaltsverzeichnis zu überlegen. Anhand des Inhaltsverzeichnisses kann man sich voranhangeln und kann auch problemlos zwischen den Kapiteln springen.

Ein großer Teil meiner Arbeit befasst sich mit einer Umfrage. Dafür habe ich das System von SosciSurvey genutzt. Zum Organisieren der Umfrage, habe ich die Fragen auf Papierstreifen geschrieben und dann sinnvoll angeordnet und ergänzt.

Der Knick am Ende des Papierstreifens dient dazu, den Streifen gut aufnehmen und verschieben zu können.

Die Veröffentlichung der Umfrage habe ich mit Frau Janneck abgesprochen, damit sie bei der Verteilung der Umfrage an die Zielgruppe helfen konnte. Eine supergroße Teilnehmerschaft darf man nicht erwarten. Ich hatte 50 verwertbare Teilnehmer. Das war ok. Viele potentielle Teilnehmer habe ich direkt angeschrieben.

Nun wird es auch langsam Zeit, sich einen Zweitprüfer zu suchen. Der Erstprüfer kann da helfen.

Wenn es zum Druck kommen soll, muss man sich einiger Dinge bewusst sein.
Das Deckblatt, das Thema und die eidesstattliche Erklärung (die drei Seiten, die ich von der FH zugeschickt bekommen habe) habe ich eingescannt und in meinem Dokument eingefügt.

  • beidseitig oder einseitig?
    Die meisten Arbeiten werden einseitig gedruckt. Dies liegt einfach daran, dass bei zweiseitigem Druck die Vorlagen auch entsprechend angepasst sein müssen. Z.B. sollte die Seitenzahl bei ungeraden Seiten rechts stehen und bei geraden Seiten links. Ebenso muss der linke Abstand bei ungeraden Seiten größer sein, bei geraden Seiten der rechte Rand. Einseitig ausdrucken ist also einfacher. Es hat eigentlich nur den Nachteil, dass es schwierig wird, mehr als 100 Seiten zu klammern. Klammern ist nur notwendig, wenn man sein Druckergebnis besonders schnell haben muss. Eine Leimbindung muss mehrere Stunden trocknen.
  • Leimbindung oder Klammern?
    Klammern geht schnell. Es können aber nur bis ca 100 Seiten geklammert werden. Bei einer Bachelorarbeit kommt man eigentlich nicht über 100 Seiten.
    Lange Listings oder Datensätze kann man auf eine CD packen.
  • Farbe oder Schwarz/Weiß?
    Fabdruck ist nicht notwendig. Wenn man allerdings farbige Grafiken verwendet, könnte es sein, dass bei einem Einfarbendruck die Grafik nicht mehr aussagekräftig ist. In meiner Arbeit sind einige Seiten mit Farbe gestaltet. Die Druckerei der FH ermittelt selbstständig, wieviele Seiten Farbe enthalten und rechnet auch nur diese als Farbdruck ab. Ich glaube eine Seite mit Farbdruck kostet 25 Cent. Nur Schwarz 9 Cent(?). Das ist recht günstig. Ein Einband ist schon enthalten.
  • Wo drucken?
    Die Druckerei der FH ist gut und günstig. Man sollte sich vorher nach den Fristen erkundigen. Bei Abholung kann man Bar bezahlen.
    Zur Sicherheit habe ich meine Arbeit noch bei einer lokalen Druckerei drucken lassen. Mit dieser gab es allerdings Probleme, die Zeit gekostet haben. Viel teuerer war es zudem auch noch.


Links ist der Druck von der FH Druckerei in Leimbindung. Rechts ist das Druckergebnis von der lokalen Druckerei mit Klammerung und dickem Hartkartoneinband. Sieht von Außen sehr edel aus. Nur wenn man den Einband nicht beschriftet, ist von außen nicht zu sehen, was drinnen ist.

Meistens wird hinten auf der Innenseite des Einbandes eine CD-Hülle eingeklebt. Auf der CD kann man die Arbeit selber, Datensätze, Programmcode und auch gespeicherte Onlinequellen abspeichern.

Drei gedruckte Exemplare habe ich unterschrieben im Sekretariat abgegeben. Dort wollte man von mir dann auch wissen, wer der Zweitprüfer ist. Ein Exemplar geht ins Archiv, ein Exemplar geht an den Erstprüfer und das dritte Exemplar geht an den Zweitprüfer.

Zuletzt kommt das Kolloquium. Einen Terminvorschlag bekommt man für gewöhnlich vom Erstprüfer.

Das Kolloquium ist auch noch einmal aufregend.

Das Kolloquium dauert insgesamt 30 Minuten. Bis zu 20 Minuten durfte mein Vortrag dauern.
Die Einleitung habe ich vorgeschrieben. Gerade am Anfang bin ich aufgeregt, so dass ein fertiger Text sehr hilft. Es ist zwar nicht besonders schön, wenn man viel abliest, aber es ist besser, wenn der Anfang flüssig läuft und man nicht am Anfang schon Details vergisst. Zum Vortrag gehört auch, dass man das Thema und auch sich selber kurz vorstellt. Selbst dann, wenn beim Vortrag nur die beiden Prüfer zuhören. Während des Vortrages ist Publikum zugelassen und dieses möchte schließlich wissen wer da über welches Thema redet. Kleine Zettelchen für den restlichen Vortrag helfen, den Faden nicht zu verlieren. Letztendlich habe ich 15 Minuten vorgetragen.
Die restlichen 15 Minuten wurden Fragen gestellt. Die Fragen bezogen sich ausschließlich auf meine Bachelorarbeit. Nach den 30 Minuten wird man gebeten, den Raum zu verlassen. Die beiden Prüfer beraten dann die Note. Jeder Prüfer vergibt seine Note. Aus beiden Noten wird die Gesamtnote für die Bachelorarbeit bestimmt.

Das war es schon 🙂
Dieser Beitrag gilt für die FH Lübeck Medieninformatik online.