Neue Lüfter für das Hotend

Mal wieder die Lüfter. Immer wieder habe ich mich an neuen Wegen versucht, das Filament nach dem Extrudieren schnell zu kühlen.

Die Art, wie die Lüftergehäuse links und rechts am mittleren Lüftergehäuse befestigt sind, war ein Zufall. Zuerst  hatte ich das noch anders geplant, aber als ich dann die lange M3 Schraube eingereht habe, kam mit die Idee, den hinten überstehenden Teil der Schraube zum Befetigen der anderen Gehäuse zu nutzen.

Fabmo. Neue Lufttrichter für meinen Drucker

 

Fan ducts. Most left was the first one. Very lightweight but it wasn’t string enough for me needs. Middle one is very string but air flow was not good enough. Right one is the almost last version. Airflow is good, but it could be a litle bit stronger.

 

Iterationen Lüftergehäuse Left: first one, middle: second one, right: third one.

Zum Erstellen der CAD Daten nutze ich Design Spark Mechanical. Das ist eine stark abgespeckte Version von SpaceClaim. Eigentlich ist das ein schönes und einfaches Programm. Nur manchmal bringt einen das Programm echt zur Verzeiflung. Beim Erstellen der Gehäuse ist das Programm so oft abgestürzt, dass alleine dadurch schon mehrere Stunden Extraarbeit zustande kamen 🙁

CAD

 

CAD

 

Das ganze System von vorne betrachtet.

Links ist schon das neue Lüftergehäuse zu sehen. Rechts ist noch das alte verspieltere Design. Beim neuen könnte auch noch die ein oder andere Rundung dazukommen. Viel Gewicht spart eine abgerundete Ecker nicht, ist dafür aber etwas sanfter zu drucken.

 

Links alt, rechts neu

 

Mittlerer Gehäuserahmen

 

Befestigungsrahmen für den kleinen Lüfters am Kühlkörper des Hotends. An den Seiten werden die Gehäuse für die großen 50 mm Lüfter befestigt.

 

Die stl Daten könnt ihr bei Shapedo runterladen

http://shapedo.com/guin/cooling_system_for_e3d_hotend

OctoPrint und Himbeerkuchen

Es gitb ein paar Möglichkeiten, seinen 3D Drucker mit Daten zu füttern, damit dieser seinen Job, das 3D Drucken, erledigen kann.

  1. SD Karte: viele Drucker bieten die Möglichkeit, die benötigten Daten, meistens sind es G-Code Daten, per SD Karte einzuspeisen. Dazu muss man einfach nur die gcode Datei vom auf die SD Karte kopieren und dann in den 3D Drucker stecken. Die eben kopierte Datei kann man dann in einem Menü am Drucker zum drucken auswählen. Der große Vorteil hierbei ist, dass man keinen externen Computer während des Drucken benötigt. Der 3D Drucker funktioniert „stand alone“.
  2. USB Kabel: die Standard-3D-Drucker benutzen im Kern ein Arduino Bord. Dieses Arduino Bord lässt sich per USB Kabel mit einem externen Computer verbinden. Mit der geeigneten Software auf dem Computer, z.B. RepetierHost, Cura oder Simplify3D, etc, lassen sich die geslicten 3D Modelle an den 3D Drucker senden. Der Vorteil hierbei ist, dass man viele Daten aus dem 3D Drucker auf dem Computer angezeigt bekommt. Temperaturen, Position des Druckkopfes, voraussichtliche Druckdauer, Filamentverbrauch, etc werden geloggt und in Diagrammen angezeigt. Zudem lässt sich er Drucker auch direkt über die Software vom Computer aus steuern. Beispielsweise kann man den Druckkopf während des Kalibrierens an die jeweils gewünschte Stelle bewegen. Der Computer muss allerdings die ganze Zeit während des Druckens laufen und angeschlossen bleiben.
  3. Mischung aus 1 und 2:  OctoPrint von Gina Häußge. Sie hat eine Software zum Ansteuern eines 3D Druckers geschrieben, die auch auf sehr schwachen Computern noch läuft. Es reicht ein RaspberryPi aus. Der RaspberryPi läuft mit einer angepassten Linux-Variante und dort lässt sich dann OctoPrint installieren. Vorteil gegenüber Punkt 2: der Raspberry verbraucht viel weniger Energie und ist im Betrieb somit viel günstiger. Ein Computer verbraucht ca 50 bis 200 Watt, der Raspberry weniger als 5 Watt.
OctoPrint

Mit Octoprint kann man nicht nur Strom sparen, wenn man einen Computer an den 3D Drucker angeschlossen haben möchte/will/muss. Der kleine Raspberry enthält auch einen Server, der über den Browser erreichbar ist. So kann man innerhalb des eigenen Netzwerkes den aktuellen Druckstatus überprüfen. Sofern man seinen Router entsprechend konfiguriert hat, kann man den Raspberry sogar über das „normale“ Internet erreichen. Da ist natürlich ein bisschen Vorsicht geboten.

Nicht nur den Status, wie Temperatur und Druchfortschritt , lassen sich abrufen. Man kann über den Browser G-Code Daten zum Raspberry hochladen und ebenso Druckaufträge starten. Ein weiteres nützliches Feature ist, dass man an den Raspberry eine USB Kamera anschließen kann und OctoPrint zeigt den Kamerastream im Browser an. So kann man einen schwierigen Druck starten und von Unterwegs nachschauen, ob noch alles in Ordnung ist. Sofern etwas schief gelaufen ist, kann man den Druckauftrag abbrechen und spart dadurch auch noch Filament/Druckmaterial.

Auf der letzten Fabcon hat die Entwicklerin von OctoPrint Gina Häußge ein kleines bisschen von OctoPrint erzählt. Seht euch das Video an.

 

Das Projekt OctoPi von Guy Sheffer, ein Raspberry SD Karten Image mit OctoPrint, kann ich auch empfehlen. Man muss fast gar nichts mehr einstellen. Sogar meine USB Webcam wurde gleich erkannt und der Stream in OctoPrint im Browser angezeigt. Bei einer händischen Installation muss man erst ein wenig herumkonfigurieren.

Flüsterleiser 3D Drucker

Als mir letztens der Pushfit am Extruder gebrochen ist, hat sich Florian von Deltatower bei mir gemeldet. Netter Weise hat er mit einen kostenlosen Ersatz geschickt! Zusätzlich war auch noch ein neues Zahnrad für den Extruder dabei. Das originale Zahnrad ist aus Metall. So gut wie unverwüstlich. Aber bei den Retractions sehr laut. Das neue Zahnrad ist aus Kunststoff und nur noch durch ein leise Klackern verrät, dass der Extruder schwer am arbeiten ist.

Kunststoffzahnrad

Ich hätte nicht erwartet, dass der Unterschied in der Lautstärke dann doch so groß ist.

Nach ein paar Stunden drucken mit dem neuen Zahnrad, hörte ich auf einmal ein Klimpern. Ich bin zum Drucker hin und habe nachgeschaut, was das war. Da es schon spät war, habe ich nicht lange gesucht und angenommen, dass eine der Schrauben, die aut dem Tisch liegen, auf Grund der Vibrationen vom Drucker vom Tisch gefallen ist. Eben gerade, als ich einen neuen Druck starten wollte und am Zahnrad gedreht habe, bekam ich erst einen Schreck. Es fühlte sich so an, als wäre das nagelneue Zahnrad total verbogen. Zum Glück waren nur die Schrauben los. Eine der Schrauben ist sogar komplett rausgefallen. Das war das Klimpern vom Abend zuvor. Der Druck, der über Nacht lief, ist dann leider auch nichts geworden. Die letzten Zentimeter sind total verhunzt.

Nun wird das Modell noch einmal gedruckt, diesmal aber mit besser angezogenen Schrauben!

Ach ja, den provisorisch reparierten Pushfit habe ich noch nicht ausgetauscht. Das hält momentan noch so gut, dass es schade wäre, den auszutauschen. Trotzdem Danke an Florian für den Ersatz, der bestimmt bald benötigt wird.