Alles neu macht der August

Wehwehchen

Mein Delta 3D Drucker hatte in letzter Zeit immer wieder Aussetzer. Das Problem war, dass nach einer unbestimmten Zeit plötzlich die Schrittmotoren kurz stromlos wurden und dann weitergedruckt wurde. Der Druck musste dann immer abgebrochen werden. Der Zeitpunkt war auch immer unterschiedlich. Mal trat es nach einer Stunde auf und ein anderes Mal lief ein 10 Stunden Druck einfach ohne Fehler durch.

alter Extruder

Hinzu kam auch, dass der Extruder nicht mehr gut war. Mechanisch hat da mittlerweile einfach zu viel geklemmt. Ich hatte das aus Aluminium gefräste Teil komplett auseinandergenommen, gereinigt und gefettet und trotzdem klemmten die beweglichen Teile an zu vielen Stellen. Meiner Meinung nach war das ein Grund für das immer mal wieder Verstopfen des Hotends und der damit einhergehenden Unterversorgung des Druckt mit Filament.

Neu

Delta Befestigung

Mein Drucker hat eine ringförmige Aufnahme für das Hotend. Praktisch kann man da alles befestigen, was man möchte. Ein Laser oder ein ganz leichter Fräskopf beispielsweise.

Ich möchte aber nun ein e3d v6 Hotend mit Groove-mount befestigen.

Vorher hatte ich das mit einem gedruckten Adapter gemacht. Das hat einigermaßen gut funktioniert.

Alter Groove-Mount

Es war nur immer ein Krampf, die Kühlung für das Hotend als auch die Kühlung für den Druck zu befestigen. Ich habe da viel rumprobiert

Lüftungsversuch
Lüftungsversuch

Zufrieden war ich mit keiner Lösung bisher. Alles hat mir zu sehr rumgewackelt. Damit es stabiler wird, musste ich den Groove-Mount mit den Lüfterhalterungen verbinden.

Iterationen meiner Prototypen

Ganz links ist der alte Groove-Mount zu sehen. Daneben ist der zweite Prototyp (vom ersten Prototypen habe ich kein Bild) der neuen Generation zu sehen. Dieser ist hier noch aus PLA gedruckt und besteht aus mehreren Teilen, die mit Schrauben zusammengeschraubt wurden. Das dritte Teil von links ist der erste Prototyp, dessen Hauptkörper aus nur noch einem Teil besteht. Ab da habe ich nur noch Kleinigkeiten geändert.

Gegen Hitze

Ich habe mich dafür entscheiden, eine Aluminiumplatte als Hitzeschild unten anzubringen. Mir ist aufgefallen, dass der Kühlkörper des Hotends sehr warm werden kann. Auch mit dem Lüfter. Der Kühlkörper wird nicht gerade heiß, aber eben doch spürbar warm. Je kühler der Kühlkörper ist, desto besser ist es für das Filament, welches dann erst in der Hot Zone geschmolzen wird. Durch die Aluminiumplatte bleibt der Kühlkörper viel kühler. Das Hotend strahlt so viel Hitze nach oben ab, die nun von dem Aluminium abgeleitet wird. Deshalb steht das Aluminium als zusätzliches Kühlelement weit über.

Halterung mit Hitzeschild

Das Ergebnis

Fertiges Hotend-Gehäuse

Im Inneren des grünen Blocks steckt das Hotend. Statt eines Radiallüfters für den Druck nutze ich nun einen Axiallüfter. Der Axiallüfter erzeugt viel mehr Druck und kann den Druck schnell kühlen. Für den Kühlkörper des Hotends reicht der Radiallüfter aus.

Ich habe keine Muttern für die Schrauben benutzt. Statt dessen habe ich Gewinde in die passenden Löcher geschnitten.

Gewindeschneider

Das hat sehr gut geklappt. Das ABS ist noch fest genug, um Schrauben halten zu können. So spart man sich auch das Gefummel mit den Muttern. An ein paar Stellen habe ich zusätzlich noch Kleber eingesetzt, um die Steifigkeit zu erhöhen.

Der Extruder

der alte Extruder
BondTech Extruder QR

Der alte als auch der neue Extruder haben eine Übersetzung. Der neue BondTech Extruder QR hat eine Übersetzung von 5:1. Für einen Bowdensystem ganz gut, da dort ein bisschen mehr Kraft benötigt wird.

Die Elektronik

Das Hirn ist ein Arduino Due mit RADDS (v1.6). Als Schrittmotortreiber nutze ich RAPS 128. Wenn ich die vollen 128 Mikroschritten des RAPS nutze, muss der DUE 1280 Schritte für eine komplette Umdrehung berechnen. Das ist für den DUE, auch wenn dieser leistungsstärker als der Arduino Mega ist, zu viel. Gerade wenn viele kleine Vektoren in kurzer Zeit, wie bei Kreisen, verarbeitet werden sollen, fängt der DUE das Stottern an. Ich musste auf 64 Mikroschritte gehen. Da ich 0.9° Schrittmotoren habe, statt der Standard 1.8°, ist das vollkommen in Ordnung. Das Lauteste am ganzen System sind eh die Lüfter.

Die Zeitdruck-Masche – Vermeintliche Käufer Können Betrüger Sein

Bei Ebay Kleinanzeigen verkaufe ich meinen alten Laptop. Fast 8 Jahre alt aber immer noch um Welten besser als das was man heute für 400 Euro bekommt.

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https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/asus-g74sx-intel-core-i7-2670-8gb-ram-2-festplatten-ssd-hdd/1165728260-278-23202

Einen Tag nach Erstellung der Anzeige bekam ich an einem Samstag Morgen (20.07.) eine Nachricht von Jovic Jukica. Er bräuchte den Laptop ganz dringend bis Montag! Ich muss den Laptop jetzt ganz schnell verschicken und er überweist das Geld. Wenn ich ihn ganz schnell meine Kontodaten schicke, ist das Geld auch heute noch auf meinem Konto.

Das hier war sein “Beweis”, dass er überwiesen hätte.

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Screenshot “Beweis” für eine Überweisung

Natürlich ist das Fake. Weder die angegebenen Kontodaten gehören zu ihm, noch habe ich ihm meine Daten gegeben. Ausserdem hat der Scammer auch noch dreister weise 8 Euro zu wenig als Betrag eingetragen (328 € für den Laptop + 10 € Versand). Also selbst beim Betrügen wird noch betrogen.

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Als Empfangsadresse hat er mir folgendes genannt
Herr Jovic Jukica
836872150
Packstation 126
28870 Ottersberg

Das ist gar nicht so weit weg von mir. Also habe ihm vorgeschlagen, dass wir uns doch direkt treffen können. … Keine Antwort.

Hätte ich nun im guten Glauben den Laptop abgeschickt, hätte Laptop und Geld verloren.

Es gibt leider genügend Menschen, die auf eine solche Masche hereinfallen. Also aufpassen, es sind nicht nur die Verkäufer, die betrügen können. Ein vermeintlicher Käufer kann genauso gut betrügen.

Mir persönlich ist es auch am liebsten, wenn ich meine Sachen nicht verschicken muss und sie direkt übergeben kann. Auch wenn ich selber Sachen suche, gucke ich zuerst in meiner direkten Umgebung nach.

Recruiter Diarrhö

Die Ansprache

Es ist nicht ungewöhnlich, dass man mal von einem Recruiter auf einem der anti/sozialen Netzwerke angeschrieben wird. Ich freute mich noch bei der ersten Handvoll von Anfragen. Mein Selbstwertgefühl wurde da noch gehoben. Aber mit der Zeit hat sich das Gefühl geändert.

Hier eine aktuelle Anfrage, die ich hier gekürzt wiedergeben möchte. Lieber Recruiter, wenn du dich hier wiedererkennst, bist du nicht alleine. Sei mir nicht böse.

Hallo Marcus,
du sprichst fließend Java? Testing ist genau dein Ding! Dann bin ich bei dir ja richtig.

Konkret, ich suche nach einem Software Test Ingenieur (w/m/d). Klasse Arbeitgeber, mehrfach ausgezeichnet als Bester Arbeitgeber. Sehr gutes Gehaltspaket mit vielen Sozialleistungen und Teamevents. Neues IT-Zentrum, mit Büros aus Glas und modernste Einrichtung.

Gearbeitet wird agil unter Scrum. Dich erwartet eine umfängliche Continuous Integration & Continuous Delivery Umgebung, in der du eigenverantwortlich arbeiten kannst. Durch die Technologie, die das Unternehmen nutzt, bist du immer auf dem aktuellsten Stand.

Tonart

Mir ist es gleich, ob ich gesiezt oder gedutz werde. Beides kommt etwa gleich oft vor. Auch darf der Tonfall generell etwas flapsiger sein, wenn es zum potentiellen neuen Arbeitgeber passt. Letztendlich interessieren mich nur ein paar Fakten, die ich mir beim Querlesen aus der Nachricht scanne.

Buzzword Bingo

Die Jahre vergingen bei mir, die Anfragen wurden jedoch immer langweiliger.
Buzzword Durchfall. Eine Krankheit, die viele Recruiter befällt.

Java, C#, Python, top modernes Büro, state of the art Arbeitsumgebung, neuste Technologien, Scrum, agile Methoden, beste Sozialleistungen, viele Zusatzleistungen, Teamevents, eigenverantwortliches Arbeiten, flache Hierarchien und noch relativ neu mit dabei CI und CD
Fast ausgestorben sind hingegen: familienfreundlich/Work life balance, geregelte Arbeitszeit, klare Strukturen

Die Buzzwords müssen irgendwie untergebracht werden. Egal ob es passt oder nicht.

Ist das Kunst, oder kann das weg?

Normalerweise antworte ich auf jede Nachricht, sofern sie nicht komplett daneben ist. Manchmal kommt es vor, dass Recruiter mit ihren Kunden durcheinander kommen und man eine Nachricht bekommt, die ganz offensichtlich nicht für mich bestimmt war. Ja, Recruiter sein kann sehr stressig sein. Aber als Recruiter macht man einfach keine gute Arbeit, wenn man nur einen Buzzword Generator anschmeißt und dann alle Leute anschreibt, die eine grob gefilterte Suche ausspuckt.

Meine Antwort

Hallo,
Glasbüros, am besten noch mit einer großzügigen Außenglaswand, auch wenn der Ausblick toll ist, sind ein Ausschlusskriterium für mich. Bei starker Sonneneinstrahlung kommt da keine Klimaanlage gegen an. Sofern es aus Umweltgründen überhaupt eine Klimaanlage gibt.

Ob jetzt Scrum, Kanban oder auch das gute alte Wasserfallmodell spielt hier keine so große Rolle, solange die Firma nicht versucht, mit der fancy agilen Methode gewisse Defizite im Management zu verdecken.

CI&CD sind der feuchte Traum eines jeden Managers. Jederzeit kann dem Kunden etwas präsentieren werden. Mit Scrum am Ende des Sprints sowieso.

“Eigenverantwortlich” heißt bei vielen Firmen leider, dass niemand die Verantwortung tragen möchte und man selber ohne Entscheidungsbefugnis Entscheidungen treffen soll.

“Viele Sozialleitungen” lässt mich aufhorchen. JobRad, JobFit, Nahverkehrsticket, Essen und Trinken und der Firma, Firmenwagen macht ja jeder. Wer hier mit “Vielen Sozialleistungen” auffallen möchte, muss sich schon was einfallen lassen. Vielleicht ist hier auch gemeint, dass die Firma viele soziale Leistungen erbringt und so den Hilfsbedürftigen unter die Arme greift (natürlich nicht nur aus steuerlichen Gründen).

Mfg, Marcus

Abschluss

So lange Antworten von mir sind eher die Ausnahme. Ja, meine Antwort ist auch polemisch. Jedoch, wenn dieser Text einem Recruiter hilft, seinen oder ihren Text zu überdenken, hat sich der Artikel schon gelohnt.

Auf eine gute und ehrliche Kommunikation!

Lagerung von Filamenten für den 3D Drucker

Es kommt immer wieder die Frage auf, wie man sein Filament für den 3D Drucker lagern soll. Drei einfache Punkte geben die Antwort.

  1. Trocken
  2. Schattig
  3. Kühl

Trocken lagern. Zu diesem Thema hatte ich schon mal etwas geschrieben. Da hatte ich die Multifunktionsboxen zur Filamentlagerung vorgeschlagen, die ich auch immer noch nutze. Das Prinzip ist recht simpel. Eine luftdichte Box, in die das zu lagernde Filament hineinpasst und dazu dann noch etwas Silikat zum Trocknen (oder gleich einen ganzen Eimer voll Chalciumchlorid).

Man kann das Ganze aber auch technischer angehen. Ein Dörrautomat. Damit kann man statt Filament dann auch Obst trocknen 😉

Oder man besorgt sich eine Trockenbox speziell für Filament. Ich finde diese aber recht teuer. Man kann dann zwar das Filament auch während des Druckens in der Box lassen, für diese Komfort zahlt man dann auch gut 60 Euro. Letztendlich funktioniert die Box wie oben beschrieben mit Trocknugsmitteln. Es gibt auch Boxen, die wie der Dörrautomat den Innenraum beheizen, diese kosten dann aber auch gleich 100 Euro. Diese Box bei Amazon wäre so ein Kandidat. Immerhin besitzt die Box noch einen Feuchtigkeitsanzeiger und eine Wage. Die Lagerung mit Wärme ist natürlich nur anzuwenden, wenn man kurz danach mit diesem Filament drucken möchte. Ansonsten ist der Energieaufwand zu hoch. Ausserdem sind dauerhaft zu hohe Temperaturen nicht gut für das Filament.

Filamente sind unterschiedlich anfällig für Luftfeuchtigkeit. Normales PLA kann eigentlich ohne besonderen Schutz gelagert werden. PLA mit Holzstückchen drinnen oder Nylon sind da schon anfälliger. Beim Drucken können kleine Bläschen entstehen, wenn das Filament zu feucht ist.

Schattig lagern: Besonders unter UV Strahlung (Sonnenlicht) werden einige Filamente nach einiger Zeit sehr spröde. Vorsichtshalber sollte man die Filamente also unter dem Tisch oder wenigstens nicht direkt vor dem Fenster lagern (auch wenn Glas viel UV filtert).

Kühl lagern: einige Filamente degenerieren schneller, wenn sie zu warm gelagert werden. Es muss nicht der Kühlschrank zum lagern sein, aber es sollte auch nicht der nicht isolierte Dachboden sein, der sich im Sommer auf über 40 °C aufheizt.

Vor allem die letzten beiden Punkte spielen eine eher geringe Rolle, wenn man sein Filament nicht lange lagert. Ein paar Monate sind völlig unkritisch. Ich habe bei mir Filament, mit dem ich nur sehr selten drucke und dass nun schon ein paar Jahre hier lagert. Dank meiner Maßnahmen zeigt es kaum Alterungserscheinungen. Filament, was ich ungeschützt liegen lassen habe, ist zerbröselt. Ok, es war LayBrick, was eh schon zum Zerbröseln neigt, aber mit mehr Schutz hätte es länger gehalten.

Viel Spaß beim Drucken!

Der neue Computer

Der Alte

Nachdem mein Laptop nun über 7 Jahre seinen Dienst getan hat, wollte ich mir neue Hardware anschaffen. Es ist ein ASUS Asus G74SX. Ein solides 17 Zoll Notebook, dass auch geeignet ist für Gaming. 

Mit den Jahren sind meine Ansprüche gestiegen. Auch wenn ich kaum was gespielt habe, so benötigen neue Software wie Lightroom oder Photoshop immer mehr Resourcen.

Der Neue

Wann ist der beste Zeitpunkt sich einen neuen PC zu kaufen? Niemals! Sobald man den PC gekauft hat, ist der auch schon veraltet, oder die gerade gekaufte Hardware gibt es kurz nach dem Kauf günstiger. Letztendlich muss man wissen, was man will. Man muss sich auch ein klares Budget setzen. Anfangs lag mein Budget bei 2000 €. Das Geld dafür habe ich mir ein Jahr lang beiseite gelegt.

Was soll es werden?

Nur was kauft man sich dafür? Ein fertiges Komplettsystem? Oder Einzelkomponenten, die man zusammenbauen muss? Ich habe mich für die Einzelkomponenten entschieden. 

Die Komponenten

Jetzt ist die Frage Intel oder AMD? Diese Entscheidung habe ich tatsächlich erst ganz am Ende getroffen. Zuerst hatte ich mir das Gehäuse gekauft. Warehouse Deals bei Amazon. Das Gehäuse selber sieht tadellos aus. Nur die Frontklappe schleift beim zuklappen am Gehäuse. Nicht schlimm, da ich hinter der Klappe eh keine Laufwerke geplant habe. Das spart ein paar Euro.

Danach habe ich das Netzteil gekauft. Da gibt es sehr viele verschiedene. Ein paar Favoriten hatte ich mir ausgeguckt und dann in den Kleinanzeigen geschaut, ob es das gut und gebraucht zu kaufen gibt. Da bin ich tatsächlich fündig geworden. Gehäuse und Netzteil hatte ich also schon mal.

Nun kam die Black Friday Woche und ich wollte mir nun die Grafikkarte zulegen. Erste war es eine RTX 2070. Da ich aber nicht vor habe, viel zu spielen und es auch bisher kaum Software gibt, die das nvidia RTX Feature unterstützen, bin ich zu einer GTX 1070 gewechselt. Die Leistung ist recht ähnlich; die GTX 1070 kostet 300 Euro weniger.  Während dieser Woche war der Speicher dann kurzzeitig auch einigermaßen erträglich im Preis. 32 GB RAM (2 x 16) sind bei mir eingetroffen. Zusätzlich ist noch eine 1 TB SSD bestellt worden, welche dann auf dem Versandweg leider verloren gegangen ist. Ein Ersatz wurde nachgeschickt, der dann auch ankam.

Jetzt war es an der Zeit, mich zwischen Intel und AMD zu entscheiden. Lange Zeit hatte ich ein i7 8700K mit passenden Mainboard im Warenkorb. Die Preise sind allerdings zu hoch. Also ist es letztendlich ein Ryzen 2700X mit dem Asus Prime X470-PRO AM4 Mainboard geworden.

Zu guter Letzt sind dann noch eine 4000GB Seagate SkyHawk und 500GB Samsung 970 Evo M.2 dazugekommen.

Monitor, Tastatur und Maus mussten nicht neu gekauft werden.

Die Liste

Hier die gesamte Liste (mit Amazon Partner Links)
Crucial MX500 1TB
be quiet! DARK BASE 900
8GB Asus GeForce GTX 1070 Dual
32GB (2x 16384MB) G.Skill RipJaws V 
AMD Ryzen 7 2700X 
4000GB Seagate SkyHawk 
500GB Samsung 970 Evo M.2 
Dark Power Pro 750 Watt
Asus Prime X470-PRO Mainboard AM4 

Amazon ist meistens nicht der günstigste Anbieter. Aber für gewöhnlich der Anbieter mit den meisten Informationen (Produktinformation als auch Kundenbewertungen).

Insgesamt habe ich 1700 € bezahlt. Wenn ich noch ein bisschen spare, kann ich mir noch einen WQHD Monitor kaufen. Dann bin ich für die nächsten Jahre erst mal wieder versorgt.

Und immer ist es falsch

Ich hätte auch auf den Ryzen 3000 warten können. Oder auf nach Weihnachten; da ist ja immer alles günstiger. Ich hätte aber auch meinen Laptop weiter nutzen können.

Hätte, könnte, wollte… Man sollte sich nach dem Kauf nicht so sehr damit beschäftigen, welche Schnäppchen man verpasst hat, oder welche Hardware nun besser ist. Was man hat, das hat man. 

Ich bin zufrieden 🙂 

Wasser auf der Fahrbahn

Nur mal so:

Verkehrdurchsage unterbricht ein Lied im Radio. Sprecher: “Achtung liebe Autofahrer, auf der A1 zwischen X und Y befindet sich Wasser auf der Fahrbahn! Fahren Sie vorsichtig!”

Ich, der gerade auf der A1 zwischen X und Y fährt: “Stimmt, da ist Wasser auf der Straße. Es regnet halt ein bisschen. Aber normalerweise gibt es dafür keine Sondermeldung.”

Aus DEFCON wird Busy Lamp

Der Anfang der Busy Lamp

Aus dem  Hundeblinklicht ist DEFCON entstanden. Nun wird aus DEFCON die Busy Lamp. Eigentlich ist es nur eine simple Umbenennung. Der Begriff DEFCON war für die Signallampe dann doch nicht ganz korrekt.

Einige Iterationen der Busy Lamp

Das Hundeblinklicht

Ich hatte zuerst mit ein paar LEDs und einem kleinen Arduino Klon rumgespielt. Das war im Herbst 2014. Die Tage wurden kürzer und unsere Hunde waren beim Spazieren gehen nicht mehr gut zu sehen. Aus der Spielerei ist dann ein praktischer Nutzen entstanden. Mit den LEDs, die man am Hundegeschirr befestigt hat, waren die Hunde dann wieder im Dunkeln sichtbar. Ein kleiner Kniff hat geholfen, dass die LEDs nicht im langen Fell verschwunden sind, wie sonst alle Hundelichter, die wir vorher gekauft hatten. Das Gerät hat einfach ein paar länge Arme auf zwei Seiten bekommen. Auf diese Weise ragt mindestens einer der Arme aus dem Fell hervor und ist somit sichtbar. Die Versionen sind dann immer kleiner und stabiler geworden. Selbst der Lithium-Akku ist nun kleiner als die Fingerspitze des kleinen Fingers. Trotzdem kann die Lampe ca. 48 Stunden lang am Stück betrieben werden.

 

Im Frühling 2015 war dann Version 6 fertig, die immer noch in Gebrauch ist.

DEFCON

Im Spätsommer 2015 fing das DEFCON Projekt an. Daraus ist dann ein Signallicht entstanden, mit dem man anderen mitteilen konnte, ob man gerade gestört werden  darf oder nicht. Den Begriff “Busy Lamp” kannte ich da gar nicht, bzw. ich wusste nicht, dass es sowas in der Art schon gibt. Die letzte Version der DEFCON Lampe (erstes Bild, zweite von links), hatte dann einen ATTiny 85 statt eines Arduino Klones.

Das hatte Ersten den Vorteil, dass es viel günstiger wurde und zweitens wurde es auch einfacher aufzubauen. Der ATTiny läuft direkt mit der Spannung von 3.7 V aus dem Lithiumakku. Mit dem Arduino, der mindestens 5 V benötigt, musste ich die Akku-Spannung erst von 3.7 V auf 5 V bringen.

Der Nachteil war, dass die Programmierung etwas aufwändiger wurde. Aber das hatte ich als Herausforderung gesehen und so viele Funktionen wie möglich auf den kleinen Chip mit den 8 Beinchen gepackt. Sechs Taster und fünf LEDs auf nur 8 Anschlüsse, wovon zwei schon für die Stromversorgung sind und einer für ein Resest, bleiben Effektiv nur 5 Pins zum belegen übrig.

Die Busy Lamp

Erste in diesem Herbst (2017) bin ich dazu gekommen, die Idee der DEFCON Lampe weiterzuentwickeln. Das erste Gehäuse habe ich von der letzten Version der DEFCON Lampe (erstes Bild, zweite von Links) abgeleitet. Herausgekommen ist dann ein mehrteiliges Gehäuse (erstes Bild, Mitte). Sinn und Zweck der Aufteilung war, dass bei einem Fehldruck nicht so viel weggeschmissen werden muss und dass man den oberen Teil mit den LEDs abtrennen kann und in einiger Entfernung zu den Tastern aufstellen kann. LED Teil und Taster-Teil werden durch ein paar dünne Leitungen verbunden. Sehr schnell folgte dann eine etwas fortgeschrittenere Version.

Gedruckte Teile der Busy Lamp

Das wurde dann aber dann irgendwie zu viele Einzelteile, die zwar schon zusammengepasst haben, aber dann im Zusammenbau zu viel Arbeit machten.

Zusammengebaute Busy Lamp

Also noch einmal ans Zeichenbrett und alles einfacher machen. Herausgekommen ist dann ein Gehäuse, was dann nur noch aus 4 gedruckten Teilen besteht. Hinzu kommt, dass auch nur noch zwei Taster, statt der zuvor genutzten 4 Taster benutzt werden. Das Gehäuse ist nun viel kleiner, was die Druckzeit und die Materialkosten enorm senkt.

Aktuelle Version der Busy Lamp – im DnD Modus

Das Teil mit den LEDs und das Teil mit den beiden Tastern sind über Magnete miteinander verbunden. Über das Kabel, was vorne rausguckt, gehen dann die Signale für die LEDs. Wenn man die beiden Teile trennt, kann man die LEDs an einer anderen magnetischen Fläche aufstellen. Beispielsweise sind die Monitore bei uns in der Firma am Rand magnetisch, so dass die LEDs oben am Monitor mit den Magneten halten. So sind sie dann auch für alle anderen gut sichtbar.

Das Gehirn

Als Gehirn habe ich einen Teensy LC benutzt. Man kann auch andere noch günstigere Boards nutzen. Ich fand nur gut, dass ich alle 8 LEDs, die in der Busy Lamp verbaut sind, mit einem eigenen PWM Kanal ansteuern kann. Insgesamt stehen hier 10 PWM Kanäle zur Verfügung. Mehr als genug also. Mit seinen 48 MHz Taktrate ist der kleine Teensy LC auch sehr schnell und trotzdem noch sparsam im Stromverbrauch.

In einer ganz frühen Version hatte ich noch einen Adafruit Feather M0 mit Radio Package benutzt. Da sollten die LEDs und die Taster ohne Kabel per Funk miteinander verbunden sein. Hat auch geklappt. War aber nur zu teuer, auch wenn diese Boards echt vollgepackt sind mit Features. Z.B. integriertes Lithium-Ladegerät.

Konnektivität

Ja, schönes Wort. Die Busy Lamp lässt sich auch mit dem Computer verbinden. Über ein kleines selbst geschriebenes Programm kann der Status der Busy Lamp dann über Computer verändert werden. Zusätzlich kann man meine Busy Lamp auch mit Skype verbinden. Die Busy Lamp zeigt dann den Status an, den man auch in Skype hat. In die andere Richtung geht es auch. Ändert man den Status der Lampe per Tastendruck, ändert sich auch entsprechende der Status in Skype.

Fazit

Mittlerweile haben alle Kollegen in meiner Abteilung in der Firma diese Busy Lamp. Jetzt läuft die Beta im Feld. Wir haben uns darauf geeinigt, was die Farben der Busy Lamp bedeuten sollen. Ich bin gespannt, ob es läuft wie erwartet. Halten sich die Leute an die Farben? Wird die Busy Lamp überhaupt genutzt? Treten Bugs in der Software auf? Wie lange hält die Hardware?