Maker Faire Hannover 2013

Letzten Samstag, den 03. August 2013, fand die Maker Faire in Hannover statt.

Eigentlich ist Hannover gar nicht so weit weg von hier, also haben wir uns am Samstag auf dem Weg gemacht. Statt der geplanten 2 Stunden Fahrt mit dem Auto, waren es auf dem Hinweg 3 Stunden. Stau auf der Autobahn.

Die Wolkenbrüche haben wir gut überlebt 😀

Andere an der Schlange vor der Maker Faire sollen ziemlich nass geworden sein… Man muss den Stau halt auch mal positiv sehen.

Als wir dann endlich gegen 11:30 ankamen war auch schon wieder alles frei vor dem Eingang. Ab und rein in die Hallen… Uff… Hitze… Luftfeuchtigkeit um die 90% und Temperaturen um die gefühlt 50°C haben in der Ausstellungshalle echtes Tropen-Feeling aufkommen lassen. Das hat mich an den Regenwald im Klimahaus in Bremerhaven erinnert.

Draußen bei den Zelten war es hingegen ganz angenehm. Die Leute flanierten zwischen dein einzelnen Zelten umher und sahen sich die verschiedenen Angebote an. An Workshops oder Vorträgen habe ich nicht teil genommen. Ich habe einfach die allgemeine Stimmung genossen. Nichts war, wohl auf Grund der hohen Temperaturen, hektisch. Alle haben sich entsprechend angepasst.

Markus von Directs.de konnte ich aus ein paar Metern Entfernung sehen. Zum Reden war für mich leider nicht so viel Zeit (und in der Halle war es, wie oben schon geschrieben brütend heiß). Auf seiner Seite könnt ihr auch ein Interview zum Thema Maker sehen. Regelmäßig spricht er auch mit (meistens) 2 Kollegen einen Podcast über Technik im Allgemeinen und Roboterbau im Speziellen (Robotiklabor.de).

Einen kurzen Besuch beim Delta Tower war für mich natürlich Pflicht. Stephan hat mich freundlich empfangen und wir unterhielten und kurz über die Aussichten.

Letztendlich war wirklich viel Interessantes zu sehen. Einige Sachen haben uns erstaunt, andere inspiriert.

Am Nachmittag ging es wieder zurück nach Hause. 3,5 Stunden diesmal. Stau in alle Richtungen und das bei strahlender Sonne 😉

Trotzdem ein schöner Tag!

PS: ich glaube wir haben draußen am Eisstand Rabatt bekommen. Eine Kugel hat nur 50 Cent gekostet. Oder die etwas gehetzt wirkende Bedienung hat vergessen, dass sie 2 x 3 Kugeln statt 1 x 3 Kugeln verkauft hat.

Geld sparen mit dem 3D Drucker

Ein Forscher an der Michigan Technological University, Professor Joshua Pearce, sagt voraus, dass Selbstproduktion bald den Massenmarkt erreichen wird. Dabei hat der Professor untersucht, wie viel Geld eine amerikanische Durchschnittsfamilie sparen kann, wenn sie einen 3D Drucker nutzen.

Er hat 20 gewöhnliche Haushaltsgegenstände, die er auch bei Thingiverse finden konnte, über die Google Shop Suche gesucht und deren Maximum und Minimum-Preis notiert.

Auf 312 US$ bis 1944 US$ ist er gekommen. Ein stolzer Preis für Dinge wie eine Löffelunterlage, eine Knoblauchpresse, ein Salzstreuer, Handyschale, Zitronenpresse, etc…

Die vollständige Liste kann man sich in diesem Artikel “Life-Cycle Economic Analysis of Distributed Manufacturing with Open-Source 3D Printers” anschauen (gegen Ende im Anhang).

Der im ersten Satz genannte Newspost liest sich noch so, als wäre 3D Druck für jeden uneingeschränkt (und sofort) gewinnbringend einsetzbar. Aber man muss bedenken, dass es nur eine Vorhersage ist. Die errechneten Preise sind korrekt und man könnte tatsächlich viel Geld sparen, ABER…

… Professor Joshua Pearce nennt auch die Nachteile in seinem Artikel, die man keinesfalls vernachlässigen darf.

Unter anderem:

The two primary concerns about the viability of wide-scale use of low-cost 3-D printing are 1) print quality and thus the suitability for market applications and 2) the ease of use, which encompasses time investment inlearning the software and hardware associated with a RepRap.

Denn beispielsweise die Oberflächenqualität mit Dichlormethan zu verbessern, ist für normale Haushalte eher nicht geeignet. Auch zeitlich gesehen gibt es noch Probleme. Geht ein 10 Stunden Druck am Ende schief, muss man von vorne beginnen. Im ungünstigsten Fall muss man sogar ein weiteres Mal von vorne beginnen. So werden aus 10 Stunden mal eben 20 Stunden.

Ganz so einfach, wie das der eine Kommentator der News vermuten lässt, ist es dann halt nicht:

Holy crap — I have read a lot about 3d printers doing crazy things in the news but it never occurred to me, we would have them in our home. I just did a quick catalog of this room and most of the things could be printed in plastic. Where do we buy them?

comment3dprint

Wie gesagt, es ist eine Vorhersage. Eine Weissagung, die in Zukunft eintreten kann, aber nicht muss. Momentan ist 3D Druck einfach noch nicht massentauglich.

 

 

3D Druck für Jedermann

Die Werbung und ebenfalls eifrig auch die Presse versprechen, dass 3D Druck heute schon für Jeden da ist. Jeder Haushalt sollte einen 3D Drucker haben.
Doch ist es wirklich so einfach? Einfach mal einen hübschen Makerbot 2 kaufen und ins Wohnzimmer stellen. Noch ein paar Modelle von Thingiverse runterladen. Schon kann es losgehen!

Nö!

Auch wenn man sich einen fertig aufgebauten 3D Drucker kauft, muss man den Drucker wenigstens immer noch kalibrieren. Vom richtig gelagerten Filament mal abgesehen.

  • Drucker kalibrieren
  • zum Modell, Drucker und Einsatzzweck passendes Filament einlegen
  • individuelle Einstellungen zum zu druckenden Modell in der Software vornehmen
  • Warten
  • Das Ganze noch mal von vorne, da die ersten Versuche oftmals nicht so klappen, wie man es sich vorstellt
  • komplizierte Modelle oder falsch platzierte Modelle benötigen eine Menge Stützmaterial, was nach dem Druck mühevoll entfernt werden muss

Schon der erste Punkt kann sehr lange dauern. Von den anderen Punkten, inklusive der  Rückschlägen mal ganz abgesehen.

 

Kopflos
Ein leicht vermeidbarer Fehler.
Dem kleinen Roboter wurde der Kopf durch die absinkende heiße Düse weg geschmolzen. Ansonsten war der Druck gut.

 

Luftdruck

Es gab Aussetzer bei der Filamentversorgung, so dass zum Beispiel die Stütze unten Rechts nicht gedruckt wurde und somit die Hand in der Luft gedruckt wurde (Deshalb die hängenden Filamentstränge).
Oben hat sich das Filament auf der Rolle verhakt und es wurde nichts mehr gedruckt.
Luftikus

Was hier passiert ist, ist mir nicht ganz klar. Bis zur Hälfte war der Druck gut und dann kam nicht genug Filament nach.  Ich gebe dem Filament selber die Schuld. Bei der momentan hohen Luftfeuchtigkeit quillt das Filament und die Drucke werden unsauber.
Verstopfung

Bei diesem Modell war die Düse verstopft. Es wurde nur noch ganz fein gedruckt. An sich beeindruckend, dass das Modell trotzdem noch so gut geworden ist. Leider ist die Düse während des Drucks vollständig verstopft und der Druck konnte nicht beendet werden.

Mehr Bilder gibt es auf Flickr (hier klicken).

PIN Code Knacker selber machen

Einfach mal einen kleinen Roboter konstruieren und ausdrucken. Schon kann man, mit etwas Geduld, die meisten Telefon-PINs knacken.

R2B2, Robotic Reconfigurable Button Basher, ist ein kleiner Roboter, der einfach alle 10 000 Kombinationen bei einer einfachen Telefon-PIN ausprobiert. “Einfach” deshalb, weil in der jetzigen Version nur nummerische 4 Ziffern PINs ausprobiert werden. Die Anzahl der Ziffern ließe sich auch erhöhen. Alpha nummerische PINs mit beliebiger Länge werden schon ungleich schwerer. Gesten sind erst mal ganz außen vor. Hinzu kommt auch noch, dass man bei einigen Telefonen einstellen kann, dass sie nach x Fehlversuchen komplett sperren oder man lange warten muss, bis man erneut einen PIN eingeben kann.

Der kleine 3D gedruckte Roboter soll den PIN in maximal 20 Stunden knacken können. Brute-Force halt. Man könnte es auch selber eintippen, aber wer hat schon die Lust dazu?

via: 3ders.org

 

Makerbot gehört nun Stratasys

Seit gestern gehört Makerbot offiziell zu Stratasys.

http://new.livestream.com/accounts/1487850/events/2191165

Eigentlich ist das nichts Schlimmes. Ein Geschäftsmann hat sein Unternehmen aufgebaut und am Ende gewinnbringend verkauft. So funktioniert unsere großteils freie Marktwirtschaft. Und das ist auch gut so!

Es gibt hier auch die andere Seite, die moralische. Makerbot hat seinen Replicator vom RepRap Projekt abgeleitet und seit dem Replicator 2 zu Closed Source gemacht. Auch alle entstehende Software war nicht mehr als Quellcode erhältlich.

Was wird nun auf Thingiverse? Makerbot hat diese Plattform erschaffen, damit sich Maker austauschen können. Diese Plattform wird es auch weiterhin geben. Einige der Nutzer sind jedoch besorgt um die Rechte ihrer eingestellten Kunstwerke. Sie sind nicht besorgt, dass sie irgend jemand kopieren könne. Nein, denn die Designs waren eh kostenlos herunterladbar und konnten von anderen weiterentwickelt werden. Die Sorge ist eher, dass Stratasys nun versucht Geld mit der Plattform zu machen (was wirtschaftlich durchaus nicht verwerflich wäre). Es gibt sogar bereits Mitglieder von Thingiverse, die alle ihre angebotenen Downloads entfernt haben.

Sehr schade, da gute Sachen dabei waren. Das ist nun die Chance für Youmagine. Dort können ebenfalls Künstler und Macher ihre Werke der Welt zur Verfügung stellen. Betrieben wird diese Community von Ultimaker, die den Open Source Gedanken immer noch leben.

Maker Faire Hannover

Am 03. August 2013 von 10 bis 19 Uhr findet die Maker Faire in Hannover statt.

Die Maker Faire Hannover ist keine Technikkonferenz, sondern ein buntes Festival mit Erlebnis und Familencharakter, auf der das Basteln, Bauen, Erfinden, Experimentieren, Lernen, Recyceln, Selbstmachen und Spaß haben im Mittelpunkt steht.

Bis zum 15. Juni, also nur noch wenige Tage, können sich auch Maker anmelden und ihre Sachen, Erfindungen und Ideen vorstellen.

Ein Maker ist dabei kreativer Erfinder, der aus ungewöhnlichen Dingen und Situationen neues, andere oder besseres ersinnen kann.

Das Thema 3D Druck wird ebenfalls gezeigt. Zum Beispiel sind dreamfactory mit ihrem Delta Tower anwesend.

Die Gewinner wurden benachrichtigt

Alle Gewinner meiner Aktion “Ein kostenloses Modell” wurden benachrichtigt.

Herzlichen Glückwunsch!

Jetzt geht es los… Was soll gedruckt werden?

Vielleicht einen Yoda Stifthalter?

Quelle: Thingiverse, Dizingof
Quelle: Thingiverse, Dizingof

 

Ein transformierender Roboter?

Quelle: thingiverse, msruggles

 

Ein Schaufelbagger für die Kleinen?

Eine Murmelachterbahn?

Oder doch lieber die ersten Teile für ein Table-Top Spiel?

Als Dateiformat sind mir .stl Daten am liebsten. Die kann ich direkt weiterverarbeiten. Aber auch andere Dateiformate sind möglich. Ich probiere dann einfach aus, ob sie sinnvoll zu konvertieren sind.

Ein kleiner Wermutstropfen:  da mein Drucker, ein Replicator 2X,  (immer) noch nicht da ist, verzögert sich die Auslieferung der Modelle vermutlich noch ein wenig.  Statt Anfang Juli wird es dann eher Ende Juli bis Anfang August. Ich hoffe, jeder kann so lange warten. 😉

PS: Falls keine konkreten (Druck-)Daten vorhanden sind, schreibt mich ruhig an und erzählt mir von eurer Idee. Wir schauen dann gemeinsam, ob wir das umsetzen können!

Ich druck mir mal ne Pizza aus

Heißt es statt “Ich schieb mir mal ne Pizza in den Ofen” bald “Ich druck mir mal ne Pizza aus”?

Möglich wäre es, mit entsprechenden Druckmaterialien ein essbares Etwas in Form einer Pizza auszudrucken. Die verschiedenen Inhaltsstoffe werden in Patronen gelagert und durch Düsen schichtweise ausgedruckt. Letztendlich entsteht dann eine Pizza.

Das ganze funktioniert dann ähnlich wie der Schokodrucker, nur eben mit mehr Düsen und mehreren “Druckmaterialien”.

 

Oder wie wäre es mit Knusperflaks aus Mehlwürmern? Eigentlich ganz lecker 🙂

Bildquelle: gz.com
Bildquelle: gz.com

Quelle: http://qz.com/86685/the-audacious-plan-to-end-hunger-with-3-d-printed-food/

Spielzeug aus dem Drucker

Spielzeug statt Waffen

Nun habe ich in den letzten Artikeln viel über gedruckte Waffen geschrieben. Dabei kann man viel schönere Sachen mit einem Drucker machen (davon mal abgesehen, dass Waffen drucken/herstellen in den meisten Ländern verboten ist).

Bildquelle: thingiverse.com
Bildquelle: thingiverse.com

Gzumwalt, ein User von Thingiverse, hat eine Murmelbahn mit dem Replicator 2 hergestellt. Dabei benutzt er sogar noch einen Motor, um die Murmeln immer wieder anzutreiben.

Ganz so aufwändig muss man es selber nicht gestalten. Einfache Murmelbahnen ohne Motor sind selbstverständlich auch möglich 😉

Quelle: http://3druck.com/objects/marblevator-kugelbahn-aus-dem-3d-drucker-139478/

3D gedruckte Waffen haltbar

Wie ich schon in vorigen Artikel schrieb explodieren die gedruckten Waffen gerne mal. Natürlich hängt es vom jeweiligen Drucker ab.

Mit einem SLA Drucker konnte eine Waffe gedruckt werden, die schon sehr viele Schüsse abgeben konnte. Der Lauf besteht bei dieser Waffe allerdings aus einem Metallrohr.

Neben den Waffen wird nun auch begonnen, Projektile zu drucken. Als Treibmittel wird eine Schrotpatrone genutzt. Schrot raus und gedrucktes Projektil rein.

Bildquelle: 3druck.com
Bildquelle: 3druck.com