Hydroponischer Turm
Hydroponischer Turm

Einleitung

Hydroponik ist eine faszinierende Methode, Pflanzen ohne Erde zu züchten. Mit einem hydroponischen Turm kann man auf kleinem Raum eine Vielzahl von Pflanzen kultivieren. Ich habe mir einen hydroponischen Turm ausgedruckt und dabei einige Modifikationen vorgenommen, die ich in diesem Artikel gerne teilen möchte.

Materialien und Ausrüstung

Bevor wir ins Detail gehen, hier eine Liste der Materialien und Ausrüstung, die ich verwendet habe:

Der 3D-Druckprozess

Der Druck des Turms war der erste Schritt. Ich habe das Modell von Printables verwendet und in mehreren Teilen gedruckt. Dabei habe ich Großteils PETG-Filament verwendet, weil es leicht zu handhaben und sehr stabil ist.

Bildergalerie:

Hydroponic Tower

Kleine Modifikation

In der ersten Version hatte ich Nachfülllöcher noch im Deckel. Das war soweit auch ok. Das hat im Betrieb nur einen kleinen und einen größeren Nachteil ergeben.
Der kleine Nachteil war, dass unten eh keine Pflanzen sein können. Das ist zu dicht am Deckel. Hängt halt auch von der Pflanze ab.
Der große Nachteil war jedoch, dass das Wasser vom Innern des Turm in den Blumentopf mit Wasser darunter getropft ist und das Wasser ist dann wieder hochgespritzt. Teilweise hat es so gespritzt, dass das Wasser an der Seite des Deckels langsam herausgekommen ist.

Der Nachfüllstutzen für das Wasser und auch Strom sind nun etwas höher gewandert und der Deckel hat noch einen Spritzschutz bekommen. Durch den nach unten reichenden Teil tropft das Wasser nicht mehr so weit nach unten und spritzt jetzt auch nicht mehr.

Aufbau und Inbetriebnahme

Nachdem alle Teile gedruckt und die Modifikationen vorgenommen waren, habe ich den Turm zusammengebaut. Der Aufbau war relativ einfach und die Teile passten gut zusammen. Einfach nur zusammenstecken. 🙂

Hier sieht man, wie das nach oben gepumpte Wasser in den Verteiler läuft und von dort aus wieder nach unten über die Pflanzenwurzeln tropft.
Hier ist der Blick ins innere des Turms. Man sieht, wie das Wasser an der Innenseite des Turms herabfließt.

Pflanzenauswahl und Wachstum

Prinzipiell lassen sich alle Pflanzen im Turm anbauen, die nicht besonders hoch wachsen. Die Pflanzen brauchen bei meiner Art von Hydroponik Wurzeln. Da komplett ohne Erde angebaut wird muss die Pflanze anfangs stark sein und Wurzeln ausbilden. Das kann man natürlich erst einmal vorziehen. Auch in Ede. Diese muss man dann vor dem Einpflanzen in den Turm vorsichtig abwischen.

Damit die Pflanze gut hält und aus den Pflanztöpfen nicht zu viel Wasser verdunstet und auch nichts leicht eindringen kann, kann man die Pflanztöpfe mit Schurwolle ausstopfen.

Hydroponic Tower
Die Schurwolle gibt der Pflanze guten Halt und verschließt den Pflanztopf auch ganz gut.

Statt Schurwolle kann man auch andere Materialien verwenden. Steinwolle soll wohl auch gehen. Oder auch andere Kunstfasern.

Die Pumpe für die Hydroponik

Die Pumpe läuft nicht 24/7. Jede Stunde ist sie nur für 15 Minuten eingeschaltet. Dieser Intervall muss an die Pflanzen und Umgebung angepasst werden. Solange die Pflanzen noch nur kleine Wurzeln haben, muss man etwas länger das Wasser je Stunde fließen lassen.

Ist es sehr warm, ist es angebracht, das Wasser alle 20 Minuten für 5 Minuten laufen zu lassen.

Durchgehendes Laufen lassen der Pumpe ist nicht so gut. Das treibt die Stromkosten nach oben und die Innenwände können leichter mit Algen zuwachsen. Da bin ich noch gespannt, wie oft ich das System reinigen muss.

Fazit

Das Projekt war nicht nur lehrreich, sondern auch sehr befriedigend. Es hat Spaß gemacht, den hydroponischen Turm zu bauen und zu modifizieren, und die Pflanzen gedeihen prächtig. Für jeden, der sich für Hydroponik interessiert, kann ich dieses Projekt nur empfehlen.

Als nächstes will ich noch Erdbeeren in den Turm setzen. Bei blühenden / Früchte tragenden Pflanzen muss man auf die Bestäubung achten. Sonst kann man keine Früchte ernten.

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Von Marcus

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