Corona und plötzlich war es möglich

Unser Treibstoffverrbauch alleine für den Arbeitsweg ist enorm. So versursacht ein gefahrener Personenkilometer um die 147 Gramm Treibhausgas-Emission (CO2 Äquivalent). Bei meiner kleinen Vergleichsgruppe aus dem letzten Artikel sind 136 Millionen Kilometer pro Tag herausgekommen. Das ergibt 20139 Tonnen CO2 Äquivalentes Treibhausgas. Pro Tag. Nur in Deutschland für meine kleine Vergleichsgruppe von 8 Millionen täglich fahrende Pendlerinnen und Pendler.

Um aus den Felsen, auf dem wir leben, einen besseren und gesünderen Lebensraum zu machen, könnte man vielleicht sowas erfinden wie das Internet. Mit diesem Internet lassen sich einige Arbeitsabläufe von der ganzen Welt aus erledigen. Das nennt sich dann Telearbeit. Zusätzlich könnte man es auch noch so gestalten, dass in der Firma nur noch für 30% – 50% der Angestellten ein realer Arbeitsplatz vorhanden ist. Alle anderen arbeiten von zuhause aus oder mobil. Man könnte sich auch abwechseln, damit jeder in der Firma und unter Kollegen arbeiten kann. Bei den Mietpreisen in den Ballungsräumen kann die Firma so eine Menge Geld sparen.

Ja, es muss auch Geld für den Heimarbeitsplatz investiert werden. Denn jede Person in Teleheimarbeit (Home Office) muss für die Arbeit ausgerüstet werden. Aber auf lange Sicht spart es halt Geld.

Dank Corona haben sich auch viele Firmen getraut, ihre Mitarbeiter ins Home Office zu schicken. Mehr oder weniger gezwungen, aber es wurde halt gemacht. So ad hoc war das für deren IT natürlich eine große Herausforderung. Letzendlich hat es geklappt. Sehr gut gemacht! Sogar die deutsche Internet-Infrastruktur hat stand gehalten. Selbst auf dem Land hatte ich keine Probleme.

Mir ist durchaus bewusst, dass nur ein kleiner Teil der 45 Millionen Beschäftigten von zu Hause aus arbeiten könnte. Jedoch ist das schon mal ein Anfang. Die Arbeit wandelt sich seit je her und wird sich auch in den nächsten Jahrzehnten weiter wandeln. Selbst wenn nur 4 Millionen Personen von zuhause aus arbeiten, statt jeden Tag in die Firma zu pendeln, spart das schon 2% unseres jährlichen Kraftstoffverbrauchs ein.

Warum ich mir kein Elektroauto kaufe

Elektroautos sind toll

Zuerst: Ich finde Elektroautos super. Der Fahrspass kann enorm sein. Ein Elektroauto passt momentan nur nicht zu meinem Fahrprofil. Ich fahre täglich 200 km. Das schaffen zwar einige Elektroautos, dennoch bin ich nicht bereit ein Elektroauto zu kaufen.

Elektroautos an der Ladestation
Ladestation für Elektroautos

 

Problem 1 – Ladung

Auf der Arbeit kann ich das Auto nicht laden, also muss es 200 km am Stück fahren können. Zuhause steht es ca. 12 Stunden, bevor ich wieder losfahre. Wenn ich den neuen Opel Ampera-E heranziehe: der kann in 30 Minuten an der normalen Steckdose 6 km nachladen. Bei 12 Stunden Standzeit, hat das Auto dann 144 km über Nacht nachgeladen. Das beißt sich dann recht schnell mit meinen zu fahrenden 200 km. An einer speziellen Ladestation für das Eigenheim kann der Ampera-E 12 km pro 30 Minuten nachladen. Das sind dann schon 288 km über Nacht nachgeladen. Ginge dann schon. Oder ich nutze Schnellladestationen, die ich extra anfahren muss, um dann in 30 Minuten 150 km “aufzutanken”.

Problem 2 – Reichweite

Die angegebenen Reichweiten sind nach NEFZ oder WLTP ermittelt worden. Bei der NEFZ Methode steht das Auto mehr, als das es fährt. Es wird ein paar mal bis 50 km/h beschleunigt und wieder abgebremst (rekuperiert). Am Ende des Zyklus wird das Elektroauto kurz auf 120 km/h beschleunigt und wieder rekuperiert. Die gefahrene Strecke wird nun über den Restladestand auf die Gesamtreichweite hochgerechnet. Bei vorausschauender Fahrweise im Stadtverkehr, stimmt die NEFZ Reichweite. So eine Fahrweise kann euf deutschen Strassen dann schnell zu einem Hupkonzert der anderen ungeduldigen Autofahrer führen. Auf der Autobahn, selbst mit 80 km/h kommt die Rechnung schon nicht mehr hin und die Reichweite ist niedriger. Bei 100-110 km/h kann man gut 1/3 von der NEFZ Reichweite (im Sommer) abziehen. Bei niedrigen Temperaturen (im Winter) kann die Reichweite dann noch weiter zurückgehen.

Der Opel Reichweiten-Simulator spuckt bei mir bei 10 °C, hohe Geschwindigkeit und eingeschalteter Heizung 393 km aus. Der Hohn ist nur, das “hohe Geschwindigkeit” beim WLTP Fahrzyklus 50 – 80 km/h bedeutet.

Mir persönlich ist es durchaus bewusst, dass ein Elektroauto eine andere Fahrweise voraussetzt und hinter einem LKW herfahren ist für mich auch kein wirkliches Problem. Die Hersteller werben aber mit Angaben, die ein normaler Autofahrer nie erreicht. Dann ist die Enttäuschung umso größer, sobald das E-Fahrzeug dann in der eigenen Garage steht.

Problem 3 – Der Preis

Bin ich wirklich bereit für ein Klein- oder Kompaktwagen über 35.000 Euro auszugeben, welches mein Profil nur gerade so erfüllt? Klar gibt es auch Elektroautos für weniger Geld. Muss ja auch nicht neu sein. Einen kleinen Elektroflitzer bekommt man auch für 10.000 Euro. Um mal 30 km am Tag durch die Stadt zu flitzen, ist der dann auch wirklich super und macht viel Spaß. Reichweite und Autobahnkomfort sind mir bei den kleinen Modellen aber nicht ausreichend. “Autobahnkomfort” bedeutet für mich nicht, dass das Auto schnell fahren muss. Man muss bequem sitzen können und das Auto muss ruhig auf der Straße liegen. Ich hatte mal einen Smart Leihwagen… mit dem war das nur ein Rumgehoppel auf der Autobahn. Im Stadtverkehr super, auf der Autobahn durchgefallen.

Alles nur Rumgeheule

Im Goingelectric Forum hat ein Forenmitglied eine schöne Geschichte niedergeschrieben.

http://www.goingelectric.de/forum/allgemeine-themen/autobahntauglichkeit-eines-elektroautos-05-2017-t23616.html#p522434

Er hat sein E-Auto von einem 500 km entfernten Händler abgeholt und ist dann ganz unbedarft losgefahren. So einige Hindernisse sind ihm dann begegnet, welche man mit mehr Planung hätte umgehen können. Jedoch spiegelt seine Geschichte das normale Verhalten wider. Wer informiert sich heute schon bei einer 500 km Strecke, welche Strecke er genau fahren muss und wo er Pausen machen muss, um am Ziel anzukommen?

Einige andere Forenmitglieder glauben sogar, dass dies ein Beitrag der Verbrennerindustrie sei. Zum Glück meldet sich der Beitragsersteller noch einmal und nimmt den Zweiflern ein wenig den Wind aus den Segeln.

 

Elektroautos sind momentan eher etwas für Enthusiasten oder für Leute, die maximal 100 km am Tag am besten in der Stadt rumkurven und zuhause aufladen können.
Mein nächstes Auto wird kein Elektroauto, aber vielleicht dann das übernächste?

Noch ist es ein Diesel – Elektroauto aber nicht ausgeschlossen

Momentan fahre ich meine Strecke mit meinem Diesel. Bei normaler Fahrweise (140 km/h auf der Autobahn. auch mal etwas schneller) verbraucht mein Auto über 5,5 l/100 km. Sparsames Fahren wird mit euinem Verbrauch von unter 4,5 l/100 km belohnt. Bei sehr sparsamer Fahrweise geht dann auch noch ein Liter weniger.
Kein Elektroauto, sondern nur mein Diesel
Spritmonitor.de

 

Hier noch mein kleines Review zum Nissan Leaf und eines meiner Review-Videos zu dem Nissan Leaf, den ich Ostern 2016

 

WAVE TROPHY join the world’s largest EV rally | Route 2016

Quelle: WAVE TROPHY join the world’s largest EV rally | Route 2016

 

Die Wave 2016 startet heute. Gestern wurden schon einige der Wunschkarten der Kinder aus der nordholzer Grundschule abgeholt.

Die Wunschkarten wurden natürlich mit Elektroautos abgeholt und die Kinder konnten sich diese Autos aus der Nähe anschauen.

Grundschule Nordholz und Elektromobilität

Mehr Bilder zu dem Besuch einiger Wave Teilnehmer in der Grundschule Nordholz gibt es hier:

Wave 2016 - Grundschule Nordholz